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21

Donnerstag, 14. Juni 2012, 12:22

Moin,

Ich muss mich mal einklinken, weil mir nur schlecht wird wenn ich das hier lese...

Wieso wird Dir schlecht?
Bis zu Deinem Beitrag war grundsätzlich alles richtig. Die ersten Fehler, bei denen es einem durchaus schlecht werden könnte, tauchen in Deinem Beitrag auf.

Eine normale starterbatterie wird mit max. 1/10 der gesamtkapazität geladen!
Beispiel: eine 100 Ah starterbatterie benötigt damit also max. 10A Ladestrom und benötigt etwa 16 Stunden dauerladen, wenn sie komplett leer wäre.
Die zweite Batterie ist z.B. Auch eine 100Ah, sie läd also auch mit max. 10A.
Somit entsteht ein Ladestrom von 20A, die restlichen 70A einer 90A Lima musst du erstmal für andere Verbraucher verbraten bevor der Ladestrom für die Batterien gesenkt wird

Blödsinn. Wir reden hier vom Laden der Batterien über die Lichtmaschine im T4. Und da nimmt sich jede Batterie, was sie kriegen kann. Ob das nun 5 A oder 60 A sind, hängt vom Ladezustand der Batterie, ihren technischen Daten (z.B. Innenwiderstand) und der Ladespannung der Lichtmaschine ab. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was den Ladestrom auf 10 A beschränkt. Der Strom in die Batterie wird ausschließlich durch die Regelmechanismen der Lichtmaschine über die Ladespannung begrenzt, wenn sich der Strom, den Batterie(n) und parallel aktivierte Verbaucher ziehen, an das Limit des Lichtmaschinenregler annähert. Konstantspannungsladung...
Gruß, UdoZ

22

Donnerstag, 14. Juni 2012, 12:33

Moin,

Nehmen wir an, die Batterie hat einen Innenwiderstand von 0,05 Ohm. Dann würde sie theoretisch mit 1,5v : 0,05 Ohm = 30A geladen. Viel zu viel für eine Batterie und deshalb gibt es einen geregelten Ladestrom. Dabei wird der Potentialunterschied zwischen Lima und Batterie durch den Regler niedrig gehalten, damit der Ladestrom nicht zu groß wird.

Nicht im T4 und auch nicht bei den meisten Fahrzeugen, die eine vergleichbare Lichtmaschinentechnik nutzen. Das Niedrighalten des Potentialunterschiedes kann da nicht funktionieren, weil es kein Feedback über eben diesen gibt. Der Lima-Regler versucht ganz einfach nur eine konstante Ladespannung zu halten, die bei neueren T4 mit Kompaktgenerator im Übrigen temperaturabhängig ist.
Bei Sollspannung (z.B. 14,3 V) liefert die Lima ihren maximalen Strom. Verlangt das Bordnetz mehr als diesen Strom (z.B. leere Batterie + viele / große Verbraucher), erkennt das der Regler und reduziert einfach nur die Ladespannung (z.B. auf 14,0 V). Nimmt der Strombedarf wieder in den erlaubten Bereich ab, steigt die Spannung wieder.
Gruß, UdoZ

23

Donnerstag, 14. Juni 2012, 12:37

In welchen Dimensionen bewegt sich denn der begrenzende Innenwiderstand der Batterien? Umgefallene acht A gehen da ja nicht rein. :D
Viele Grüße Robert

Zitat

Wir brauchen nicht versuchen unsere Kinder zu erziehen, am Ende machen sie uns eh alles nach!


T4Forums-PWM-Modul für die unechte Luftstandheizung:
Den aufgerüsteten Zuheizer oder die Wasserstandheizung beispielsweise zusammen mit dem Warmluftgebläse hinter dem Beifahrersitz betreiben.

24

Donnerstag, 14. Juni 2012, 12:49

Moin,

In welchen Dimensionen bewegt sich denn der begrenzende Innenwiderstand der Batterien? Umgefallene acht A gehen da ja nicht rein. :D

Ja, so viel kann die Lima ja auch nicht liefern ;-)
Der Innenwiderstand ist von vielen Parametern abhängig; z.B. Ladezustand, Entlade-/Ladeaktivität, Temperatur, Säuredichte.
Wenn ich mich richtig erinnere, kann man den 'Herstellerwert' über die Normspanung der Batterie und den aufgedruckten Kaltstartstrom ermitteln. Z.B. 12 V-Batterie mit 480 A -> 25 mOhm.
Gruß, UdoZ

thommi

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25

Donnerstag, 14. Juni 2012, 12:58

Umgefallene acht Ampere wären aber schon ne coole Sache :D Die Batterie nimmt sich einfach, was sie braucht. Da man in der Regel die Batterie niemals voll entlädt, da es ihr nicht gut tut, werden da kaum über 10 A Ladestrom fliessen. Wenn du mal ein...zwei Tage vergessen hast, das Licht auszuschalten, dann hat die Batterie zwar nicht mehr die Kapazität, den Anlasser zu drehen, aber sie ist noch lange nicht leer.

Wenn du aber ne Absorberkühlbox ohne Spannungsüberwachung direkt an die Batterie anschliesst, dann wird die relativ schnell richtig leer, und dann hat sie schon einen Knacks. Das macht sie ein paar mal mit, und dann brauchst du ne Neue.

Standheizungen, TV, Radios und dergleichen schalten bei Unterspannung normalerweise ab und ziehen dann kaum mehr Strom, daher wird deine Batterie dann niemals voll entladen, ausser der Bus steht monatelang rum.
Seit 1994 immernoch den gleichen Bus mit AAB-Power, und ein Ende ist nicht geplant:D
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BadPoldi

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26

Donnerstag, 14. Juni 2012, 12:59

Hi,

also meine leere (10,5Volt) Bleigel 100Ah Batterie nimmt sich, wenn die leer ist schon gut 40-50A (gemessen mit Fluke Stromzange) bei ner 70Ah Lichtmaschine.

Ich denke das sollte schon Berücksichtigt werden bei Leitungen, Trennrelais etc. Der Strom wird natürlich geringer je voller die Batterie wird.

Nochmals ein großes DANKE an UDOZ für das abändern des Files vom Trennrelais! Habs leider noch nicht geschafft den Atmel zu tauschen...

Gruß

BadPoldi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »BadPoldi« (14. Juni 2012, 13:00)


house

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27

Donnerstag, 14. Juni 2012, 13:03

Super, jetzt bin ich durcheinander ;(
wenn die 2. Batterie also mehr als 10 A ziehen kann / sie aufgeladen wird, dann wird es aber mit 2,5er Querschnitt/ 15 A-Sicherung eng, oder? ?(

BadPoldi

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28

Donnerstag, 14. Juni 2012, 13:10

Hi,

nicht nur eng, sondern unmöglich....

Bedenke auch, das wenn das Trennrelais schließt und die 2te Batterie stark entladen ist, je nach Ladezustand zusätzlich Strom von der 1. Batterie in die 2. Batterie fließt...

gruß

BadPoldi

29

Donnerstag, 14. Juni 2012, 13:15

Moin,

gerne.

also meine leere (10,5Volt) Bleigel 100Ah Batterie nimmt sich, wenn die leer ist schon gut 40-50A (gemessen mit Fluke Stromzange) bei ner 70Ah Lichtmaschine.

Ich denke das sollte schon Berücksichtigt werden bei Leitungen, Trennrelais etc. Der Strom wird natürlich geringer je voller die Batterie wird.

Ja. Der anfängliche Ladestrom der Starterbatterie, der nur recht kurze Zeit anfällt, dürfte regelmäßig deutlich über 10 A liegen; schließlich wurde sie kurz vor dem ersten Laden (Anlasser) stark belastet.

Wichtig ist die Lima-Leistung schon, wenn man eine Zweitbatterie nutzen will. Es ist zwar grundsätzlich richtig, dass praktisch jede kleinere Lima auch die Zweitbatterie 'befriedigen' kann. Wenn aber immer größere Verbraucher laufen und man nicht regelmäßig längere Strecken fährt, läuft man Gefahr die Batterien schnell zu verschleißen, weil sie nie richtig geladen werden.
Gruß, UdoZ

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »UdoZ« (14. Juni 2012, 13:23)


30

Donnerstag, 14. Juni 2012, 13:22

Moin,

Super, jetzt bin ich durcheinander ;(
wenn die 2. Batterie also mehr als 10 A ziehen kann / sie aufgeladen wird, dann wird es aber mit 2,5er Querschnitt/ 15 A-Sicherung eng, oder? ?(

Ja. Die Sicherung sowieso und der Querschnitt ist suboptimal, weil der Spannungsabfall zu groß wird. Der wiederum hilft aber, den Strom ein wenig zu begrenzen. Trotzdem sind 2,5 qmm und 15 A für den Zweck zu wenig.
Die Kombination aus beiden ist aber betriebssicher. Du solltest nur einige Ersatzsicherungen dabei haben ;-)
Gruß, UdoZ

BadPoldi

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31

Donnerstag, 14. Juni 2012, 13:23

Hi Udo,

die Bleigel 100Ah ist bei mir die Zweitbatterie, wenn die leer ist, fließen 40-50 Ampere Ladestrom anfangs...
Starterbatterie hab ich nicht gemessen, müßte ne 80Ah Säurebatterie sein, kann ich aber bei Gelegenheit mal messen..

gruß

BadPoldi