Für was braucht ihr euren Wechselrichter?

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  • Ich will ja keine Angst schüren, nur vor einer evtl. Gefahr warnen. Daher habe ich noch mal überlegt, wie ich das besser formuliere - vielleicht so rum:

    Eine Installation nach einem Wechselrichter ist dann elektrisch sicher wenn:

    • nur genau eine (Schuko-)Steckdose angeschlossen ist
    • und dort nur ein Verbraucher angeschlossen wird

    oder

    • wenn nur (dann auch gerne mehrere) Euro-Steckdosen angeschlossen sind (das sind die schmalen Steckdosen in die nur die Stecker von schutzisolierten Geräten reinpassen) und auch nur solche Geräte angeschlossen werden

    oder

    • wenn mehrere (Schuko-)Steckdosen angeschlossen werden sollen oder der Strom weiter an mehrer Stellen verteilt werden soll
    • und die Fahrzeugkarosserie und der Wechselrichter korrekt und sicher geerdet sind
    • und hinter dem Wechselrichter wie bei einer normalen Elektroinstallation FI-Schalter und Sicherungen verbaut sind
    • dann (und nur dann) darf dahinter auch eine Elektroinstallation von Schaltern, Steckdosen und Lampen angeschlossen werden - wie bei einer Hausinstallation.

    Eine Installation nach einem Wechselrichter ist immer dann elektrisch gefährlich wenn:

    • mehr als eine (Schuko-)Steckdose angeschlossen ist ohne weitere elektrische Schutzmaßnahmen (Erdung, FI und Sicherungen)
    • Elektrogeräte wie bei einer Hausinstallation angeschlossen sind und der Strom an mehrer Stellen verteilt wird ohne weitere elektrische Schutzmaßnahmen (Erdung, FI und Sicherungen)

    Das ist nun vielleicht klarer und Hasso und andere können besser Einschätzen ob eine Gefahr besteht oder nicht.
    Dabei ist es - zusätzlich zu den bekannten Schutzmaßnahmen (FI-Schalter und Sicherungen hinter ! dem Wechselrichter) auch besonders wichtig, dass der Wechselrichter zusätzlich geerdet ist. (Erdung bedeutet hier die Erdschraube des WR ist mit der Metallkarosserie des Busses verbunden).

    edit: Im Zweifelsfall sollte die Schutzmaßnahmen bei mehr als einem Verbraucher auf jeden Fall ein Elektriker durchführen oder prüfen - man kann da viel falsch machen oder übersehen.

    edit2: Sollte man eine vorhandene Elektroinstallation (z.B. im Wohnmobil, Bus oder Wohnwagen zusätzlich zu einer Landeinspeisung parallel auch mit einem Wechselrichter betreiben wollen, kommen weitere Gefahren dazu (wie unter Spannung stehende frei liegende Stiftkontakte an der nicht genutzten Einspeisestelle) die man durch entsprechende Maßnahmen verhindern muss.

    Gruß, Jörg

  • geerdet ?( wie ist das zu verstehen -> nix peil ;(

    Jeder Wechselrichter der für die Nutzung von mehr als einem Verbaucher geeignet und zugelassen und sicher ist, hat eine Stelle an der man ein Erdungskabel anschließen kann. Dieses muss gut leitend mit der Fahrzeugkarosserie verbunden werden. Außerdem ist eine solcher Betrieb eines Wechselrichters im Fahrzeug nur sicher, wenn die Einspeißung der 230V in das Fahrzeug und damit zum Wechselrichter hin korrekt durchgeführt ist und der Gelb-grüne Schutzleiter korrekt und in ausreichendem Querschnitt ebenfalls mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist.

    Der Betrieb eines Wechselrichters im Fahrzeug darf niemals an einem lose verlegten Verlängerungskabel erfolgen, sondern nur an einer korrekten Elektroinstallation im Fahrzeug.

    edit: Nur zur Erinnerung: Elektroinstallationen dürfen aus gutem Grund nur vom Fachmann durchgeführt werden. Wenn ich hier Einzelheiten schreibe, dann nur um auf die Gefahren hinzuweisen. Wer sich mit der Materie nicht auskennt möge zur Installation bitte einen Fachman hinzuziehen - das sollte einem die eigene Sicherheit und die der Anderen wert sein.

    Es gibt viele Betätigungsfelder auf denen man "learning by doing" prakitizieren kann und sich in die Materie einarbeitet. Der elektrische Strom gehört definitiv nicht dazu.

    Gruß, Jörg

  • Vielen Dank für die interessanten Anregungen Hemi.
    Unterstütze ich so.

    Im Notfall behalte ich mir allerdings vor gegen die Richtlinien zu verstoßen, so für mich vertretbar.
    Henning

  • Hi,

    hier habe ich noch nicht meinen Senf abgegeben :D

    Ein Wechselrichter sollte einem aus "allen" Bredouillen" helfen , also etwas variabel sein.
    2 Kw sind da schon passend . Mein WR schafft 1,5 kW ,kurz 2. Was ich für wichtig halte sind ein reiner Sinus , kostet Geld
    aber es geht alles !
    Bei einer Absicherung über 150 A wird es eng , da kann es sein das man ohne Sicherung auch alle richtig macht .

    Gruß
    Urs

  • Wenn ich vom Wandler aus verteile fängt es an kritisch zu werden.

    Ich vermute dein Zahnpastaladegerät hat so einen flachen Euro-Stecker - das bedeutet es ist Schutzisoliert. Wenn du dann noch ein weiteres Schutzisoliertes Gerät nutzt, ist das sicher.
    Mehrere Geräte mit Schukostecker (also die großen Stecker mit den seitlichen Schutzkontakten) gleichzeitig zu nutzen ist gefährlich und nicht zulässig.

    Der Hintergrund ist, dass ein defektes, nicht schutzisoliertes Gerät auf dem Gehäuse evtl Spannung führen kann (falls sich im Inneren ein Kabel löst und gegen das Gehäuse kommt). Greift man dann dieses Gerät und ein zweites Gerät an, dessen Gehäuse geerdet ist, fließt der Strom über den eigenen Körper und man bekommt einen elektrischen Schlag.

    Wenn man nur ein Gerät hat kann man kein zweites anfassen - der Stromkreis kann sich nicht schließen.

    Gruß, Jörg

  • Ich hole diesen Thread mal wieder raus:

    Zitat

    Der Hintergrund ist, dass ein defektes, nicht schutzisoliertes Gerät auf dem Gehäuse evtl Spannung führen kann (falls sich im Inneren ein Kabel löst und gegen das Gehäuse kommt). Greift man dann dieses Gerät und ein zweites Gerät an, dessen Gehäuse geerdet ist, fließt der Strom über den eigenen Körper und man bekommt einen elektrischen Schlag.

    Wenn man nur ein Gerät hat kann man kein zweites anfassen - der Stromkreis kann sich nicht schließen.

    Ok, muss das relativieren. Hängt vom WR ab. Jörg meint,so wie ich es verstanden habe, dass grundsätzlich nach jedem WR ein FI folgen muss.

    Es kommt darauf an, ob der WR eine Steckdose mit Schutzleiterkontakt hat, oder ohne.

    Bei den WR, die da so mobil sind, bringt der FI nichts, da diese quasi Trenntrafos sind, ohne Bezug zu irgendeiner Art von PE. Da kann man mit dem Nagel in der Dose rumstochern und merkt nichts.

    Nimmt man jedoch zwei davon, dann hat man einen Fibrillator, also ohne Vorsilbe "de". DAS SOLLTE MAN ABER KEINESFALLS TUN!!!

    Hat man einen WR mit Schukosteckdose, dann hat der meist ein internes Relais, welches ein Pin der Dose auf das Gehäuse/ Erdungsklemme schaltet und somit einen Neutralleiter erzeugt.

    Dann würde der FI Sinn machen, denn nur dann kann ein Fehlerstrom fließen.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

    2 Mal editiert, zuletzt von thommi (5. April 2022 um 11:38)