Turbo läuft nicht nach Riss zahnriemen Einspritzpumpe

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  • Hallo,


    im gerade zurückliegenden Urlaub ist uns bei unserem ACV BJ Ende 96 plötzlich nach kurzer Autobahnfahrt der Motor ausgegangen. Die Werkstatt hat dann den zerfletterten Zahnriemen zur Einspritzpumpe getauscht und Motor lief auch wieder, aber es kommt keine Leistung vom Turbo. Der Schrauber hat daraufhin auch noch die Druckschläuche gewechselt, weil die auch nicht mehr so prall aussahen - keine Verbesserung. Er meinte dann nur noch dass das Ventil N75 nicht funktioniert.
    Zurück zu Hause hat mein Schrauber das Ventil ausgetauscht, hat aber wohl auch nix gebracht. Druckdose funktioniert wohl, Fehlermeldungen sind nicht vorhanden. Er meint der Turbo läuft gar nicht.
    Leistung war auch vorher nie richtig prall, aber jetzt ist es definitiv schlechter.
    Was könnte am ehesten im Zusammenhang mit der gerissenen Zahnriemen stehen, oder doch nur Zufall?
    Gibts hier Erfahrungsträger im Berliner Norden?
    Freue mich sehr über Hilfe!
    Danke und schönen Abend
    Florian

  • Schau mal in den dauerthread tdi fehlt leistung.
    Wir erklären es immer wieder: MSG auslesen, Messfahrt, was ergeben die Werte zu Luftmasse, ladedruck soll ist, umgebungsdruck.
    ACV erster Test mal ohne Schlauch an der Druckdose fahren - Effekt?
    Dann noch mit Diode?
    Aber die Messwerte zu den drücken sind wichtig...

    Hauptsache die Kiste fährt.

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  • Also ich habe bei meinem Bus (auch ein ACV) über die Jahre immer weniger Leistung gehabt. Habe dann vor ein paar Wochen den Luftmassenmesser getauscht und seit dem muss ich mich nicht mehr auf der rechten Spur hinter den 40 Tonnern einreihen. Wenn du den Leistungsverlust relativ eng auf dieses eine Bauteil eingrenzen kannst dann lohnen sich die 80 bis 100 € in jedem Fall.

  • Hi,


    habe lange nix von mir hören lassen, aber es wurde einiges versucht / getan.


    Die Messfahrten haben gezeigt, dass kein Ladedruck messbar ist und die gemessen Luftmasse weit unter dem Sollwert um 800 liegen.

    Das hat sich auch nicht geändert nach wechseln des LMM und nachdem die bekannte Undichtigkeit zwischen Ansaugrohr und Turbo mit einer Schelle befestigt wurde.


    Der Sensor im Motorsteuergerät funktioniert - man kann Veränderungen sehen, wenn man in den Schlauch mit einer Luftpumpe Druck drauf gibt oder reinpustest.


    Da ich beim manuellen Betätigen der Druckdose das Gefühl hatte, dass das Wastegate nicht richtig schließt, habe ich es weiter in Richtung "Geschlossen" gestellt - die Mutter brauchte auch ein paar Viertel Umdrehungen bis sie mit Widerstand gedreht werden musste, was m.E. für dir Richtigkeit meiner Annahme spricht. Zudem hatte ich danach auf jeden Fall wieder mehr Leistung. Leider konnte ich auch danach keine Ladedruck messen (Messfahrt).


    Zusätzlich tritt jetzt folgendes auf, ohne dass ich es bei Messfahrten in den Logs erkennen könnte:

    Beim Beschleunigen auf der Autobahn sowohl im 4. als auch im 5. Gang verliert er plötzlich die Leistung, irgendwo zw. 100 und 110 km/h. Dies lässt sich aber durch kurzes Lupfen des Gaspedals beheben und er beschleunigt weiter. Gleiches Spiel dann nochmal kurz nach 120 km/h - und richtig weit kommt er nicht.

    Kann mir das irgendjemand erklären?


    Leider hab ich noch keine Werkstatt gefunden, die meine Ladeluftstrecke abdrücken kann/möchte. Werde mir jetzt mal Abdapter 3D-drucken. Wo muss der 2. Stopfen sitzen? den Ersten würde ich an den Schlauch hinter den LMM setzen.

    Ansonsten habe ich noch die AGR-Verschlussplatte liegen, die demnächst mal zu Testen rein soll.


    Hinweise sind gern gehört, insbesondere zu dem Verhalten beim Beschleunigen.


    Vielen Grüße

    Florian

  • 1. Thema Ladedruck:

    Wieviel Ladedruck wird aufgebaut? max 0,3? bei offenem Wastegate wird nicht mehr aufgebaut. Dann auch mal den Schlauch vom Wastegate abziehen. Dann besser?

    2. Thema
    Wie hoch ist der Umgebungsdruck dabei?
    Belibt der Umgebungsdruck ca. konstant oder schwankt mit dem Ladedruck?
    Konkrete Werte zusammen Loggen und betrachten

    dann 3. Thema LMM


    siehe bisherige threads zum Thema.

  • Die Messfahrten haben gezeigt, dass kein Ladedruck messbar ist


    Wie misst Du denn den Ladedruck?

    Auch das Herumschrauben an der Turboeinstellung war in dieser Situation eher kontraproduktiv.

    Die Messung der Luftmasse kannst Du mit einer Diode testen, die Funktion des Turbos mit Null- und Max-Ansteuerung.

    Ich hatte schon gefragt: wie sieht denn der Förderbeginn aus?

    Mach einfach mal sytematisch.

  • Nabend,


    danke für eure Antworten. Ich habe an WE nochmal eine Messfahrt gemacht (5. Gang auf der Autobahn). Der Bereich zwischen 0 und ca. 50s ist sauber mit Vollgas gefahren. Man sieht deutlich den Dip in der Drehzahlkurve ca. bei Sekunde 30. Nicht korrekt geloggt wurde dabei das kurze Gaspedal-Lupfen, damit er wieder zieht (verhalten in früherem Post beschrieben).

    Deutlich zu sehen sind auch die recht niedrigen Werte der angesaugten Luftmasse und die konstante Ladedruck in Höhe des atmosphärischen Drucks. Was mir auffällt ist das Abfallen der Kurve "Begrenzung (Rauch)" gleichzeitig mit Einsetzten der Verringerung der Drehzahl. Was bedeutet diese Begrenzung - ich konnte dazu nichts finden!?

    Ich hoffe, zu dem Diodentest komme ich demnächst mal, allerdings vermute ich hier Ursache, da die Werte vor und nach dem LMM-Tausch sehr ähnlich waren.

    Der Einspritzzeitpunkt wurde korrigiert, sodass er wieder prima anspringt, habe ihn jetzt aber nicht mit ausgelesen.


    Grüße

    Florian

  • Es wird entweder kein Ladedruck erzeugt oder kommt nicht zum Sensor oder wird nicht korrekt gemessen.


    Der TE hat aber bereits entschieden: es kann nur am Turbo liegen ... also dreht er an der Turboeinstellung, die sich durch den Zahnriemenriss vermutlich verändert hat ...

    Der Förderbeginn wurde zwar nicht ausgelesen, aber korrigiert ...

    Am LMM kann es auch nicht liegen, weil sich der Neue genauso verhält wie der Alte ...


    Alles klar?

  • JoJo, wenn man nicht stutzig wird, dass gewisse Werte a) konstanter als Konstant sind und dann auch noch tüpfelgleich, dann weiß ich auch nicht wie man da weiter kommen soll. Mal auf die Idee gekommen ein analoges Zeigerinstrument dranzuhängen und wie Pölchris erwähnte die Sensoren inkl. Verkabelung zu checken?


    So mal zur Logik - Der Ansaugtrakt hat Druckschwankungen, ohne Turbo Unterdruckschwankungen :kratz:

    Da bin ich bei Yellow, wenn man alles ausschließt und nur da sucht wo nix ist, hmm dann wirds nix.


    Es gibt ganz einfache Checks für Sensoren: mal einfach abklemmen - das MSG meldet sich dann üblicherweise. und was passiert?

    Drücke kann man manuell messen. Drer ACV Turbo liefert so bis 0,3 bar, dann ist Schluss wennd er abgewürgt wird. Sollage der sich bewegt, schwankt der Druck, egal wie niedrig. Nix, dann muss der schon komplett blockiert sein, dann ist aber Unterdruck da. Also kann im Ansaugtrakt bei laufendem Motor kein konstanter Umgebungsdruck sein.
    -> ACV 96 -> Schlauch ab, unterbrochen... abgequetscht

    Hauptsache die Kiste fährt.

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  • Liebe Antwortgeber,


    ich weiß nicht wie ich jemanden auf den Schlipps getreten bin, aber es klingt ja doch ein deutlicher Unmut mit - sprecht mich gerne auch direkt an und nicht in dritter Form.


    Die Lösung des Problems scheint jedoch nicht trivial, da sich sonst nicht mehrere Werkstätten vergeblich bemüht hätten. Eine davon hatten wohl auch Zeigerinstrumente im Einsatz, suf denen wohl auch kein Turbodruck erkennbar war - das war jedoch vor meiner ungeliebten Verstellung an der Druckdose, die es mir jedoch wenigstens erlaubt einigermaßen vernünftig zu fahren.

    Natürlich sind mir die konstanten Messwerte aufgefallen, wie jedoch vorher schon geschrieben, scheint der Sensor im MSG zu funktionieren.


    Welche anderen Sensoren kann ich abklemmen zum Testen der Reaktion?

    Wie gesagt den LMM-Diodentest neben ich mir nochmal vor und lese auch den Förderbeginn aus.

    Druckschläuche wurden alle mit dem Zahnriemen gewechselt, ich und die Werkstätten haben sich auch danach die Verlegung nochmal angeschaut - ohne Auffälligkeiten.

    Gibt es einen Grund, wsrum das Thema Undichtigkeit und meine Fragen zum Abdrücken nicht aufgegriffen werden. Das würde doch auch den konstanten Messwert erklären - immerhin ist der Weg zum MSG recht lang?!


    Falls es diesbzgl. Unklarheiten gibt ;) : ich bin dankbar für die Hilfe hier, aber denke gerne mit, auch wenn ich kein KfZ-Mechaniker bin


    Grüße

    Florian

  • Nein erklärt nicht die konstanten Werte. Real schwwankt es immer, sei es Über- oder Unterdruck.
    Oder ist die Ansaugbrücke offen? Dann würde der LMM aber keine schwankenden Werte erzeugen. Also passiert etwas in der Ladeluftstrecke.
    Den Drucksensor kann man auch mit ner Spritze testen - nur mal so.
    Ergo dass Thema ist vom falschen Ansatz angegangen.


    Es erscheint eben, dass rumprobiert wird und nicht systematisch vorgegangen. Schlips ab und mit System ran.

    Hauptsache die Kiste fährt.

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  • Ladedruck ist da, Sensor funktioniert ... aber anscheinend gibt es keine Verbindung vom LLK zum Sensor - weil es außerdem absolut unmöglich ist, dass bei laufendem Motor konstanter Außenluftdruck im Ansaugtrakt herrscht.