ERLEDIGT: (Alle) Bremsen fest nach Wechsel eines Bremssattels

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  • Hallo, musste bei mir einen Bremssattel HINTEN tauschen. Dabei wurden auf beiden Seiten hinten gleich neue Bremsbeläge montiert. Eine Seite hat also neuen Bremssattel, andere wurde nur gereinigt (Kolben zurück gedrückt).

    VOR dem Entlüften musste ich rangieren, also zwei/drei Mal vorsichtig gebremst. Danach neuen Sattel entlüftet, manuell zu zweit, Schraube auf/Bremspedal drücken/Schraube zu/Pedal lösen. Flüssigkeit bis max ergänzt.

    NUN habe ich null Leerweg im Bremspedal, VORDERE Bremsen sind ziemlich fest (an denen hatte ich gar nix gemacht :weissnix:), HINTERE Bremsen schleifen leicht. Handbremse ist noch ausgehängt.

    Wo ist mein Fehler??? :kratz:

  • Du hast zu viel Bremsflüssigkeit eingefüllt. Saug mal so viel ab, dass der Stand mittig zwischen MIN und MAX ist.

    Viele Grüße Robert
    477632.png


    Vorsicht!
    Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus, satirischen Äußerungen und weiteren rhetorischen Figuren enthalten.

  • Was ist so verwerflich an der Art eine Bremse zu entlüften? Habe so unzählige Bremsen an Motorrädern entlüftet oder Bremsflüssigkeit getauscht.

    Man öffnet die Entlüftungsschraube, fördert Flüssigkeit über den Hauptbremszylinder aus dem System, verschließt die Schraube, löst die Bremse und wartet, bis sich das System durch den entstandenen Unterdruck Flüssigkeit aus dem Reservebehälter nachholt. So fördert man langsam aber stetig Luftblasen aus dem System.

    Auch bei meinem alten Bus hab ich so nach Bremsleitungswechsel entlüftet, alles kein Problem.

    Der Hauptbremszylinder mag die langen Verfahrwege halt nicht besonders und das Bremspedal sollte nicht auf Anschlag durchgedrückt werden.


    Dass ich es heute anders mache ist dem geschuldet, dass es mit einem Druckentlüfter einfacher, schneller, etwas Materialschonender und vor allem alleine geht.


    Was in deinem System los ist kann ich nicht sagen, außer, dass der Druck nicht mehr raus kann.

    Genauen Aufbau von PKW Hauptbremszylindern kenne ich nicht weil ich da nur im 2-Rad Bereich in die Details gehe.

    Aber um den Druckpukt der Bremse immer an der gleichen Stelle zu halten hat der Hauptbremszylinder eine Bohrung durch die Flüssigkeit nachlaufen kann.

    Die Lage dieser Bohrung bestimmt den Beginn vom Druckpunkt. Das Volumen das bewegt wird bevor die Bremse "fest" wird ist Flüssigkeit die in den Reservebehälter zurückgedrückt wird und beim lösen der Bremse wieder einfließt (und ggf. das fehlende Volumen durch Belagsverschleiß auffüllt)


    Was bei dir sein könnte: Flüssigkeit kann ins System, aber nicht mehr raus => der Rücklauf ist verstopft.

    Ggf. so, dass Flüssigkeit rein kann, aber nicht mehr raus.


    Möglichkeit 2: Du hast den Behälter aufgefüllt, verschlossen und DANN die Bremskolben zurückgedrückt.

    Da hättest du dann Überdruck im Ausgleichsbehälter der natürlich auch bei gelöster Bremse aufs System wirkt.

    Bei offenem Behälter sollte es dann wieder funktionieren.

  • Auf deine Art hab ich noch nie an der Bremse entlüftet.

    Ähm ... ich habe das aber auch so gelernt ... und das war 1975-77. :/
    Die Techniken mit der "Rückwärtsbefüllung", Ansaugtechnik oder automatische Nachfülleinrichtungen mittels Druckluftunterstützung kannten wir damals noch nicht.

    In meinem Haushalt gibt es nur bewährte Fahrzeuge und Oldtimer.

    Für Schrott habe ich nicht genug Geld.

  • Er meint wohl die startphase der Aktion " Danach neuen Sattel entlüftet, manuell zu zweit, Schraube auf/Bremspedal drücken/Schraube zu/Pedal lösen. Flüssigkeit bis max ergänzt.

    Bevor man die Schraube löst am Bremssattel sollte man erst mittels des Pedales Druck aufbauen, diesen halten und dann durch öffnen des Nippels abbauen und halt rechtzeitig den Nippel wieder schliessen bevor der Druck vom Pedal ganz raus ist oder man das Pedal los lässt.

    Das der Behälter zu Voll ist bezweifle ich, dass dürfte nicht die Ursache für den Fehler sein, eventuell die Belüftungsbohrung zu da sollte dann aber eher ein negativer Druckunterschied sein.

  • Das der Behälter zu Voll ist bezweifle ich,

    Klingt komisch, ist aber so ... das ist so oft passiert, dass man es wohl als Faktum akzeptieren muss.


    Ich würde mal versuchen, das Pedal aktiv noch oben zu ziehen, wenn die Bremsen unter Druck stehen.

    Wenn man mit einem Druckentlüfter entlüftet ist der Behälter immer zu voll wenn man das vergisst abzusaugen bremst er trotzdem normal, so meine Erfahrung. Des weiteren steht dieser Theorie die Druckverhältnisse entgegen, beim entlüften mit einem Druckgerät bringt man max. 2bar druck auf den Behälter und da gehen keine Bremszangen zu dass das Rad sich schwer drehen lässt, falls da mehr druck darauf sein sollte so das die Bremse bremst würde der Behälter platzen. Im Bremssystem oder besser in der Leitung herrscht ungefähr ein druck von 100bar bei einer starken Bremsung und dementsprechend weniger bei schwächerer Bremsung, dass hält kein Behälter aus so einen Druck zu bevorraten das die Bremse zu geht.

  • Bei der Art zu entlüften kann man auch den Bremskreftverstärker killen. Hauptbremszylinder auch.


    Ist mir selbst schon passiert. Der BKV ist intern defekt gewesen, durch den anliegenden Unterdruck wurde die Bremse leicht angezogen, nach kurzer fahrt waren alle Bremsen heiß, teilweise kaum fahrbar.


    Wenn man dann die Unterdruckleitung abgezogen hat haben sich die Bremsen wieder gelöst.

  • Bei der Art zu entlüften kann man auch den Bremskreftverstärker killen. Hauptbremszylinder auch.


    Ist mir selbst schon passiert. Der BKV ist intern defekt gewesen, durch den anliegenden Unterdruck wurde die Bremse leicht angezogen, nach kurzer fahrt waren alle Bremsen heiß, teilweise kaum fahrbar.


    Wenn man dann die Unterdruckleitung abgezogen hat haben sich die Bremsen wieder gelöst.

    Die Idee ist fast schlüssig, erklärt aber nicht das spiellose Pedal.

    Hatte ich allerdings auch schon mal, fieser Fehler :(

  • Bei der Art zu entlüften kann man auch den Bremskreftverstärker killen. Hauptbremszylinder auch.

    Hört/liest man häufiger, ich verstehe nur nicht wieso, meine Methode war - wie oben ja mehrfach bestätigt - Jahrzehnte die gängige Art des Entlüftens??


    Aber das nur nebenbei. Vielen Dank für die bisherigen Tipps. Reduzieren der Bremsflüssigkeit und mehrere ABS-Bremsungen haben leider nicht geholfen. Dann entdeckte ich, dass der Bremssattel an den Belaghalteblechen schliff, hab ich nachgearbeitet, keine Verbesserung ;(


    Auffällig ist, dass die Bremsen BEIM FAHREN dicht gehen, mehrmaliges Antippen des Bremspedals löst sie wieder etwas. Also tatsächlich der Unterdruck des BKV???? Nun, heute muss ich mich mal um Geldverdienen kümmern, morgen geht die Suche weiter :rolleyes:

  • Also tatsächlich der Unterdruck des BKV????

    Das kannst Du ja leicht herausfinden: der Unterdruck würde den HBZ-Stößel und das mit ihm verbundene Pedal selbstständig nach unten ziehen ... Du müsstest dann das Pedal nach oben ziehen können, der Druck müsste von der Leitung gehen.


    Hast Du denn nun überhaupt statischen Druck auf dem Sattel?


    Es kann übrigens auch eine Kombination von zwei Fehlern sein:

    - der Rückfluss ist behindert

    - im Sattel ist noch Luft - diese erwärmt sich beim Bremsen und dehnt sich aus ... was wiederum die Luft erwärmt, die sich noch weiter ausdehnt ... usw., bis genug Druck auf der Bremse ist

  • die sind nicht fest verbunden, der Stössel des Pedals drückt auf den Kolben/Stössel der mit der Membran des HBZ verbunden ist der wiederum auf den Kolben im HBZ (so meine Erinnerung).


    Der verhinderte Rückfluss und/oder der BKV sind die Möglichkeiten, nur wie und wo.


    Mit der erwärmten Luft kann auch nicht wirklich sein das müsste ja in sekundenschnelle gehen.


    Eventuell ist Dreck in den Behälter gekommen und verstopft nun den Zu/Rücklauf zum Behälter oder die Dichtung am Kolben im HBZ haben sich verschoben, durch das manuelle Entlüften und verdeckt nun diese Bohrung oder im HBZ istwas verrutsch und sorgt dafür das der Stössel nicht richtig in seinem sitzt liegt und dadurch der Weg länger wird und das Spiel zum Pedal nicht mehr reicht.

    Ich bin echt gespannt was dabei rauskommt.

  • Das mit den ABS wie oben angesprochen hatte doch vor gar nicht langer Zeit jemand hier im Forum. Da waren auch alle Bremsen fest nach dem ein neuer Sattel (oder waren es nur neue Klötze?) drin war. Eine ABS Bremsung später war das Problem weg, aber keiner konnte sich erklären warum...

  • die sind nicht fest verbunden, der Stössel des Pedals drückt auf den Kolben/Stössel der mit der Membran des HBZ verbunden ist der wiederum auf den Kolben im HBZ (so meine Erinnerung).

    Hmmm ... kann sein, das die Stößel nur aufeinander drücken und nicht ziehen ...


    Aber eigentlich ist es anders, einfacher.

    Eine selbstständige Bremsung kann nur dann passieren, wenn

    1. die Unterdruckversorgung korrekt ist und

    2. die Membran des BKV dicht ist

    Dann sind beide Kammern evakuiert und im Gleichgewicht.

    Erst das Einströmen von Außenluft drückt auf die Membran und drückt auf die Bremse.


    Also entweder schließt das Außenluftventil nicht mehr richtig oder die Abdichtung des Pedalstössels ist defekt (ein sehr häufiger Fehler).

    Falls die Stößelstangen nicht auf Zug verbunden sind, würde man davon "außen" nichts bemerken.

    möglicher Test: bei festen Bremsen Unterdruckschlauch abziehen.