230V via CEE Stecker hinter Nebelschlußleuchte - wie an die Masse??

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  • Guten Morgen.

    Eh ich hier das Rad neu erfinden:

    wie seid ihr beim oben beschrieben Vorgang an die Masse gegangen?

    Sicher direkt vom Stecker aus.

    Nur: am Stecker habe ich ein Gesamkabel. Lege ich dann ein externes daneben?

    Und: gibt es eine Erdung der Nebelschlussleuchte, die ich nutzen kann?

    Ja, der Gesamtaufbau wird noch von einem Elektriker abgenommen...Aber ich rede doch so gerne mit euch. :)

    Henri

  • Meiner Meinung nach sollte das Kabel vom CEE-Stecker auf möglichst kurzen Weg in einen Sicherungskasten mit FI-Schutzschalter terminiert werden (direkt nach Durchführung ins Fahrzeuginnere). Im Sicherungskasten sollte dann eine PE-Schiene sein, auf die der Schutzleiter vom CEE-Kabel gelegt wird. Die PE-Schiene sollte dann ebenfalls auf kürzestem Weg mit Fahrzeugmasse verbunden werden.

    Um jegliches Risiko zu vermeiden könnte man auch eine CEE-Kabeltrommel mit integrierten FI-Schutz verwenden um das Fahrzeug anzuschließen. Dann müsste man sich auch bei der Kabelstrecke bis zur Anschlussdose nicht auf den Campingplatzbetreiber verlassen, denn es wäre unter bestimmten Umständen ja auch eine lebensgefährliche Situation möglich, wenn das eigene Anschlusskabel irgendwo im freien einen Bruch hat.

    2 Mal editiert, zuletzt von RePete (7. Februar 2021 um 13:06)

  • Grundsätzlich ist der CEE Stecker hinter Nebelschlussleuchte per se nicht VDE-Konform.

    Hier wird ausdrücklich eine feste Einspeisedose verlangt, unter anderem auch wegen der Gefahr des Ausreissens beim Losfahren ohne gekappter Nabelschnur.

    - direkt nach Durchführungstülle felxibles Kabelrohr verwenden

    - gute Zugentlastung realisieren.

    - Sicherungskasten möglichst kurz nach Einspeisestelle montieren.

    - PE Leitung länger lassen als L und N ruhig kleine Schlaufe legen

    - Potentialausgleich (Karosseriemasse) sehr nah am Elektrokasten wählen.

    - PE zwischen Karo-Masse und Sicherungskasten 4mm²

    - ggF PE erst an Karo, dann weiter zum Kasten.

    Kabelsorte, Querschnitte, Aderendhülsen und art des FIs sind dir aber klar?

    Gruß

    Warum Fenster, wenn mir die Sonne aus dem Hintern scheint?

  • Hallo Empire,

    Deine Aufzählung deckt sich mit der Liste, die ich hier vor mir habe. Die Infos aus dem Forum sind da ja umfangreich.

    PE länger beachten wir.

    Kabelsorten, Querschnitte etc. stellt ein Elektriker zusammen. Wir wollen ja ruhiger schlafen.

    Danke. Henri

  • Gute Zusammenfassung, fehlt nur der LS "Sicherungsautomat" zweipolig. Am besten nimmt man einen FI/LS der beide Funktion en kombiniert. Ich würde einen mit 13A und 10mA Fehler Auslösestrom nehmen. Vorteil: wenn Du einen Fehler in der Anlage hast fliegt in der Regel nicht der LS in der Campingplatzinstallation und sparst dir einen Gang um den Schaltschrankschlüssel abzuholen.

    Installation wie immer im Fahrzeug mit flexiblen Leitungen, starre Drähte wie in der Hausinstallation brechen während der Fahrt irgendwann ab.

  • Gute Zusammenfassung, fehlt nur der LS "Sicherungsautomat" zweipolig. Am besten nimmt man einen FI/LS der beide Funktion en kombiniert. Ich würde einen mit 13A und 10mA Fehler Auslösestrom nehmen. Vorteil: wenn Du einen Fehler in der Anlage hast fliegt in der Regel nicht der LS in der Campingplatzinstallation und sparst dir einen Gang um den Schaltschrankschlüssel abzuholen.

    Installation wie immer im Fahrzeug mit flexiblen Leitungen, starre Drähte wie in der Hausinstallation brechen während der Fahrt irgendwann ab.

    Ich hab die elektrotechnische Hardware ja bewusst ausgeklammert und erst seinen Wissenstand abgefragt.

    Grundsätlich muss man einen FI/LS Kombi nehmen, der Allpolig abschaltet!

    Ich benutze auch einen 13A FI/LS, um aber wirklich auschliessen zu können, dass man zum Securitymann

    mit dem Schaltanlagenschlüssel rennen muss, brauchst du selektive Automaten, d.H. welche die schneller sind als der vom Camping.

    Um die Liste also zu unvollständig zu vervollständigen: ;)

    - Leitung H07 RNF 3G2,5

    -Einzelleitung H07V-K 4mm² gn/ge

    -Unterverteilerkasten mit Hutschiene min. 2Einheiten breit

    -FI LS 10A oder 13A max 16A A-Type i"Delta"N 30mA

    -Aderendhülsen 2,5 mm²

    -entsprechende Ringösen für PE 2,5mm² und 4mm²

    -Flex/Wellrohr

    Warum Fenster, wenn mir die Sonne aus dem Hintern scheint?

  • wobei es per se egal ist ob der PE aus Dem Stecker nu erst auf Masse geht oder vom Kasten aus auf Masse geht. Das wäre nur bei der Abreissicherheit wichtig. Um die Abreissicherheit zu gewährleisten bietet sich sowas an :

    https://www.elektromax24.de/eltako-schaltr…c-8..230v-uc-1w

    Das noch mit in den Sicherungskasten gepackt und darüber eine Unterbrechung des Anlasserkontakts realisiert. Wird bei mir bei gelegenheit noch nachgerüstet.

    t6016.gif Nein, ich bin nicht die Signatur, ich putz hier nur.

    Es ist verboten die Putzfrau durch klicken bei ihrer Arbeit zu stören!

  • FI ist im kabel und die sicherung .Hab kein platz im bus fuer einen sicherungs kasten

    Gibt es durchaus - bietet aber bei der Nutzung von mehr als einer Steckdose im Bus nur sehr begrenzte Sicherheit - abgesehen davon dass es Unsicher ist, ist es auch nicht zulässig. Im Vorzelt ja - aber nicht im Bus.

    Da habe ich schon oft drüber geschrieben - auf die Schnelle unter anderem hier nachzulesen:

    Für was braucht ihr euren Wechselrichter?

    Stromeinspeisung über Schiebefenster

    CEE Verlängerung auf Schuko so erlaubt?

    WEelches Kabel?Welcher Querschnitt auf Campingpläzte?wie lang das Kabel?

    Ganz kurz zusammengefasst: um elektrischen Strom im Bus nutzen zu können, ist es aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich dass im Bus die Karosserie mit dem Schutzleiter verbunden ist. Dazu benötigt man dann noch eine 2polige Sicherung und einen FI-Schalter innerhalb des Busses um bei Fehlern gegen Brand und Berührung unter Spannung stehender Teile gesichert zu sein. Nicht mehr - aber auch nicht weniger fordern - zu recht - die Vorschriften.

    Empire hat es in Beitrag #4 und #7 super beschrieben. :thumbup:

    Gruß, Jörg

  • Grüß euch.

    Zwischenstand hier: beim Tausch der Rückleuchten habe ich mir mal die Plätze für die Landstrominstallation genauer angeschaut. Unter der Verkleidung des linken Hinterrades haben ich unverhofft viel Platz für den Sicherungskasten und konnte dort auch an den Masseanschluß der linken Rückleuchte gehen. Richtig? Dagegen ist hinter der Nebelschlußleuchtenatrappe rechts wenig Platz und die Durchgänge in das Karosserieinnere (3) sind alle belegt mit flexiblen Schläuchen. Wisst ihr, was da alles durchgeht? Frage für mich ist: wie komme ich jetzt ins Innere? Laut Forum wird hier normalerweise ein freier Dichtungsstopfen verwendet.

    Habt einen guten Sonntag. Henri.

  • Ich möchte auch nen 230V Anschluss nachrüsten, das werde ich aber an geeigneter Stelle so machen wie bei Wohnmobilen. Alles andere ist mir zu provisorisch, auch im Hinblick auf einen möglichen Wiederverkauf irgendwann Mal. Lieber Mal ein Loch ins Blech machen und dann richtig installieren. Aber jeder wie er mag.

  • Ich hatte in einem Multivan das Kabel von links nach rechts im Panzerrohr gelegt. Und bin links erst in den Bus. Ganz provisorisch.

    t6016.gif Nein, ich bin nicht die Signatur, ich putz hier nur.

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  • Unter der Verkleidung des linken Hinterrades haben ich unverhofft viel Platz für den Sicherungskasten und konnte dort auch an den Masseanschluß der linken Rückleuchte gehen.

    Weiß nicht genau, welchen Masseanschluss der Rückleuchte Du meinst. Wichtig ist aber, mit dem mind. 4mm² gelb/grünen Kabel vonder Potentialausgleichsleiste auf kurzem Weg zur Karosseriemasse und dort solide zu verschrauben. Ich hab meinen.Kleinverteilerkasten an der gleichen Stelle (Wagenheberfach) montiert und dort ein vorhandenes Gewinde genutzt.

    Zum Eingang:

    Hinter der rechten Attrappe ist genug Platz für den männlichen CEE Stecker und etwas extra Kabel. Die Leitung dann hinten runter und unter dem Stoßstangenträger entlang im eigenen Wellrohr nach links verlegen. Dann hoch und hinter NSL (oder wars das linke Rücklicht?) durch Gummipropfen nach innen zum Wagenheberfach.

  • rechts wenig Platz und die Durchgänge in das Karosserieinnere (3) sind alle belegt mit flexiblen Schläuchen.

    Einer der flexiblen Schläuche ist ziemlich voll. Leg die Leitung einfach bei einer der anderen dazu ... da ist noch Platz.

    Gruß, Jörg

  • Guter Hinweis - mache ein Wellrohr drum. Oder ein neues Loch neben den vorhandenen. Ist ja auch keine Kunst und man kommt gut dran um gegen Korrossion zu streichen und ne Gummitülle reinzusetzen gegen Durchscheuern.

    Ist auf jeden Fall besser als die ungeschützte Leitung (Vor LS und FI und Erdung) erst noch um 3-4 Ecken zu führen ...

    LS=Leitungsschutzschalter=landläufig "Sicherung"

    FI=Fehlerstromschutzschalter

    Erdung=hier: Verbindung Schutzleiter und Karosserie

    Gruß, Jörg