Ölverlust am Ölkühler

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  • Hallo, liebe Gemeinde.

    Ich bin neu unter den T4-Fahrern und habe mir einen 2000er MV2 Atlantis mit dem 2,5 TDI ACV gekauft.

    Mittlerweile habe ich den als SoKfz-WoMo zugelassen bekommen und war erst einmal glücklich.

    Nun habe ich ein Ölverlust, der schon beim Vorbesitzer aufgetaucht sein Musste, denn der gesamte Unterboden ist mit einer öligen Schicht von Sand, Staub und Motoröl verschmiert.

    Wie ich das abbekommen soll, ist mir noch schleierhaft.

    Aber nun zu meinem größeren Problem-

    Ich habe auf der Bühne sehen können, dass das Motoröl in Nähe des Ölkühlers austritt und habe sogleich die Dichtungen gewechselt. Und zwar vom Ölfilterhalter zum Block, den Kupferdichtring der Hohlschraube, die den Ölkühlerhalter am Block befestigt und den Ölkühler komplett mit Dichtung und Ölfilter.

    Dann ne halbe Stunde laufen lassen, nichts tropft mehr. Also, ab nach hause (keine 10 km von der Halle zu mir)

    Am nächsten Tag nachgeschaut...... wieder ein Ölfleck unterm Bulli.

    Also wieder zur Halle und auf die Bühne und nachgeschaut..... es kommt wieder dort raus, wo der Ölkühler sitzt.

    Habe mir eine Endoskop- Inspektionskamera gekauft, um dort hinsehen zu können, wo es leckt. Es kommt am Halter des Ölkühlers raus, hinterm Ölfilter gut versteckt, so dass ich es nicht 100% lokalisieren kann.

    Habe dann aus Verzweiflung die Hohlschraube mit Dirko abgedichtet, aber trotzdem leckt es noch dort heraus.


    Ich bin mit meinem Latein am Ende :(:(:(||||||

    Wer kann hier ferndiagnostisch Unterstützung leisten oder hat ähnliches gehabt und hat einen Tipp für mich??

  • Die Reparaturanleitung v0n VW sagt zur Montage des Ölkühlers:

    Ölkühler

    ❑ Berührungsflächen zum

    Ölfilterhalter außerhalb

    des Dichtrings mit Dich‐

    tungspaste -AMV 188

    001 02- einstreichen

    Die werden schon wissen warum. Bei mir ist es auch irgendwo am Olkühler/Ölfilterhalter etwas undicht. Wir sind noch dabei herauszufinden wo genau. Leider sitzen der Ölkühler und Ölfilterhalter an einer sehr unzugänglichen Stelle, so dass man kaum etwas erkennt und das Auswechseln der Dichtungen auch sehr aufwändig ist.

  • Hallo!

    Ich hatte das selbe Problem.

    Ölfilter im Zubehör gekauft, Ölwannendichtung gewechselt, und natürlich gleichlaufend Ölwechsel gemacht.

    Auf der Rückfahrt von der Werkstatt habe ich 3,5 L Motorenöl verloren!

    Ohne das ich es auf der Autobahn gemerkt habe.

    Kurz und knapp, alles wieder auseinander.

    Die Wulst am Gewinde des Ölfilters stand so weit vor, das die Dichtung des Ölfilters nicht bis an den Ölkühler kam.

    Man sieht es nicht im Stand wenn das Auto auf der Hebebühne steht.

    Erst wenn das Motorenöl warm wird wird es mit Druck ausgestoßen.

    Gute Konservierung für den Unterboden, aber nicht im Sinne des Erfinders.

    Wenn alles dicht ist fährst Du über einen trockenen Feldweg.

    Es muss richtig stauben!

    Das bindet das Öl. Keine Flecken, kein Problem.

    Nicht ökologisch. Aber der Zweck heiligt die Mittel!

  • Bei meinem AAB habe ich den Ölkühler letztes Jahr getauscht weil in der Peripherie Wasser und Öl rauskamen. Hab den mit der originalen Dichtung und dem angegebenen Drehmoment festgezogen, die Wasserschläuche drumrum erneuert und seitdem kommt nichts mehr. Kann aber sein, dass der beim AAB anders ist. Wie fest hast du den Ölkühler geschraubt? Zu fest kann die Dichtung auch kaputtmachen..

  • Danke für eure Meldungen.

    Den Ölkühler habe ich gewechselt, weil nach dem ersten Wechsel der Dichtung und weiterem Ölleck den Verdacht hatte, dass dieser einen Defekt hatte.

    Leider vergebens.

    Dann abermals alles zerlegt und die Dichtungen des Ölkühlers und den Kupferdichtring an der Hohlschraube vom Filterhalter gewechselt.

    Leider Vergebens.

    Hatte mir mittlerweile eine Inspektionskamera aus dem Internet bestellt und konnte damit einigermaßen gut dahin schauen, wo ich das Ölleck vermutete, nämlich am Kupferring der Hohlschraube. Und siehe da, der wurde mit der Zeit immer schwärzer und irgendwann sah man, das das Öl genau unter dieser Hohlschraube siffte und langsam tropfte

    Dann wieder alles zerlegt und kontrolliert, keine Verformungen oder Schäden feststellen können, also wieder zusammengebaut und den Kupferring mit DIRKO eingeschmiert, weil es mittlerweile zu spät war, eine neue Schraube zu bestellen.

    Gestern hatte ich im Gespräch mit einem vermeintlichem Fachmann von VW eine Diskussion in der er mir erörterte, dass der ACV wohl öfters Probleme mit schwitzenden Öl an der besagten Stelle hat. Ich solle mal die Hohlschraube ersetzen, das habe bei einigen der Fällen schon zum Erfolg geführt.

    Ich werde also morgen früh gleich zum Freundlichen um die Ecke fahren und die besagte Schraube (und wieder mal die Dichtungen) besorgen.

    Hoffentlich bringt das den erhofften Erfolg.

    Jetzt weiß ich auch, warum ich den Atlantis so günstig schießen konnte......

    Das nächste Problem zeigte sich auch schon......Der Bremskraftverstärker ist platt, da hats eine Membrane zerschossen.

    Aber zu,m Glück habe ich mittlerweile meine Wohnmobilzulassung vom TÜV erhalten, da spare ich ja das ein, was mich die Reparaturen jetzt kosten Werden

    Ich werde mal Bericht erstatten, wenn ich meine Hohlschraube gewechselt habe

  • Eigentlich selbstverständlich, trotzdem meine Frage.

    Hast Du den Kupferring vorher ausgeglüht?

    Sonst dichter er nicht!

  • Ich solle mal die Hohlschraube ersetzen, das habe bei einigen der Fällen schon zum Erfolg geführt.

    Ich werde also morgen früh gleich zum Freundlichen um die Ecke fahren und die besagte Schraube (und wieder mal die Dichtungen) besorgen.

    Hoffentlich bringt das den erhofften Erfolg.

    Hoffentlich bekommst du sie: die hat die Teilenummer 075 115 443 und wird laut https://www.online-teile.com/volkswagen-ers…rds=075+115+443 nicht mehr produziert, was wohl auch bedeutet, dass sie nicht mehr erhältlich ist. Es gibt allerdings am LT eine entsprechende Hohlschraube mit der Nummer 072 115 443 . Vielleicht passt die ja auch. Weiß das jemand?

    Ansonsten habe ich noch nie gehört, dass es aus einer Schraube heraus undicht ist, eigentlich sind es doch immer ausgelutschte Dichtungen, an denen sich das Öl vorbeiquetscht. Dass der Sitz der Dichtung an der Schraube verkratzt ist und es deswegen nicht mehr dichtet ist nicht auszuschließen, aber dann müsstest du auch den Ölfilterhalter wechseln, der kann ja auch verkratzt sein.

    Ein Frage zu den Dichtpasten:

    AMV 188 001 02 , das laut Reparaturanleitung von VW zum Abdichten des Ölkühlers zum Ölfilterhalter aufgetragen werden soll (s.o. Post #2), ist ja aushärtend. Da müsste man dann ja auch Reinzosil verwenden können, das ebenfalls aushärtet.

    Dirko ist dauerelastisch (so wie Curil und Reinzoplast), aber ist das sinnvoll, so eine Paste auf einen Kupfer- oder Aludichtring aufzutragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das einen schlecht sitzenden Dichtring abdichtet.

  • Ich Denke das AMV ist als Verdrehschutz des Ölkühlers gedacht

    8. HESSEN Treffen am Gederner See - 2016+2017+2019
    7. Bullitreffen an der Ahr 2016+2017 +2018+2019
    Hatzenport 2018.Stove 2021,Stove 2022,Losheim2022,Rurtreffen 2023,Losheim 2023,Losheim 2024,Hatzenport 2024,Losheim 2025,Hatzenport 2025
    Veränderungen an unserem Bus
    UWE + PETRA

  • Ich Denke das AMV ist als Verdrehschutz des Ölkühlers gedacht

    Das glaube ich nicht., "Berührungsflächen zum Ölfilterhalter außerhalb des Dichtrings mit Dichtungspaste -AMV 188 001 02- einstreichen" sagt die Reparaturanleitung und wenn sich der Ölkühler wirklich durch das Festziehen der Mutter drehen sollte (was ich für unwahrscheinlich halte) würde Dichtungspaste, die außerhalb des Gummirings aufgetragen ist, ihn nicht daran hindern. Da geht es vermutlich schon um eine zusätzliche Abdichtmaßnahme.

  • Interessantes Thema, ich habe derzeit auch alles auseinander. Hab Zahnriemen gewechselt und wegen Ölverlust auch die Ölpumpe, - wanne neu abgedichtet.

    Da ist aufgefallen, dass noch mehr Leckagen sein müssen. An den Schrauben unterhalb vom Turbo waren Tropfen, was wshl vom Ölrücklauf kam. Und auch, wie hier beschrieben, am Ölfilterhalter.

    Bei der eingezeichneten Stelle bildete sich beim laufenden Motor eine kleine Ölpfütze. Die Dichtung sah aber noch ganz ok aus...

    Am Ölfilter selbst hatte ich aber auch Tropfen und wenn es an der besagten Stelle undicht ist müsste es eigentlich über die Ölwanne runter tropfen.

    Alles etwas unplausibel...

  • ich darf mich hier auch anhängen.

    könnte mir jemand netter Weise sagen mit wieviel Drehmoment die Hohlschraube des Ölkühlerhalters angezogen werden muss?

    und vorallem wie man (ohne Hebebühne) am besten rankommt?

    ich hatte den Bus auf 2 Rampen gefahren, Ölfilterwechsel samt Gummiring am Ölkühler gewechselt (da der Kühler lose war).

    von Unten am Boden liegend war dies sehr unzugänglich und gerade noch machbar.

    die Hohlschraube des Halters war zwar geradenoch ersichtlich und ertastbar, aber wie ich da Dichtflächen ordentlich säubern oder mit Werkzeug arbeiten kann war mir im Strahle des LED-Scheinwerfers nicht ersichtlich. ^^

    ich würde die Metalldichtung des Halters dünn mit Loctite Ultra Copper bestreichen.

    Kupferdichtringe glüht man doch nur aus wenn man diese wiederverwendet?

    Bei neuen sollte das nicht nötig sein?

    Einmal editiert, zuletzt von Vic (19. Mai 2021 um 13:15)

  • Die Hohlschraube des Ölfilterhalters wird mit 70 Nm angezogen, der Dichtring vom Ölkühler zum Ölfilterhalter soll außerhalb mir härtender Dichtmasse (AMV siehe oben) bestrichen werden.

    Ergänzung: Die Mutter, mit der der Ölkühler am Ölfilterhalter festgeschraubt wird, wird mit 25 Nm angezogen. Die 70 Nm gelten für die Hohlschraube (ich glaube eine 32er) mit der der Ölfilterhalter am Motorblock festgezurrt wird.

    Die originalen Reparaturanleitungen von VW kann man sich übrigens gegen einen relativ geringen Kostenbeitrag bei VW runterladen, allerdings habe ich gerade den Link nicht parat (aber da kann bestimmt jemand helfen).

  • danke für deine Info.

    was ist der am freien Markt erhältliche Ersatz für diese sagenumwobene AMV?

    AVM um den Dichtring der Hohlschraube habe ich bereits gelesen, ich würde/werde aber auch dünn Dichtmasse an der (Pressblech-)dichtung vom Flansch zum Block anbringen.

    Was meint ihr dazu?

  • Die Dichtpaste soll nicht an die Hohlschraube, sondern außen an den Gummiring, der den Ölkühler zum Ölfilterhalter hin dichtet (#10).

    Ich glaube nicht, dass Dichtpaste an Kupferringen etwas bringt, da ist es wohl besser die zu erneuern oder auszuglühen.

    Der Ölfilterhalter ist zum Motorblock mit einer Metalldichtung und zusätzlich mit einem Gummiring abgedichtet (#6 und #6A). Es spricht m.M.n. nichts dagegen, auf die Metalldichtung dünn Dichtungspaste aufzutragen. Ob man da besser dauerelastische oder aushärtende nehmen sollte, weiß ich nicht.

    Zu den verschiedenen Dichtungspasten kannst du dir meinen Post #7 nochmal durchlesen.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

  • nach Rückfrage beim Ersatzteillageristen bei der VW Niederlassung meines Misstrauens ^^ ist bei älteren Modellen die Gummidichtung #6 oder bei neueren die Metalldichtung #6A verbaut.

    nicht jedoch in Kombination.

    danke für die Aufklärung bezüglich Anwendung der Dichtpaste, das hatte ich falsch verstanden und mich auch bereits über die Sinnhaftigkeit gewundert (Dichtpaste bei Kupferring)

    edit:

    wär jetzt echt noch schön zu wissen wie man an den Ölkühlerhalter am besten rankommt :/

    Einmal editiert, zuletzt von Vic (19. Mai 2021 um 17:01)

  • wär jetzt echt noch schön zu wissen wie man an den Ölkühlerhalter am besten rankommt :/

    Ich hab es mit nem gekröpften 32er Ringschlüssel geschafft. Vorher den Kühler runter ziehen. Da der Kraftaufwand groß ist und man schlecht dran kommt, habe ich den Ringschlüssel mit nem Spanngurt gezogen. Gute Sicht hast du wenn du etwas weiter Richtung Heck rutschst :D Wie ich meine 70Nm wieder anziehen soll, weiß ich auch noch nicht.

  • nach Rückfrage beim Ersatzteillageristen bei der VW Niederlassung meines Misstrauens ^^ ist bei älteren Modellen die Gummidichtung #6 oder bei neueren die Metalldichtung #6A verbaut.

    ahh, Mist, hätte ich doch besser auch noch mal nachgefragt:

    Da hätte ich also (gegen Selbstkosten) den Gummiring abzugeben (076 117 069 A).

  • Ich habe das hier bissle mitverfolgt. Mein ACV 75kw, Modell 2000, tröpfelt auch bissle M.öl, übersichtlich und mit Rampe und Lappen vorher für den TÜV immer wieder kein Problem ?. Aber wegen der Umwelt halt einigermaßen schlechtes Gewissen.

    Lecwec war ohne großen Erfolg. Aber bei mir sind es zum Glück nur ein paar Tropfen am Tag.

    Das sieht hier auch nicht wirklich nach einer Liste aus, die man erfolgreich abarbeiten kann. Scheint einfach zu aufwändig und unübersichtlich zu sein. Nicht falsch verstehen. Ich bewundere eure Motivation.

    Mit 450000km überlege ich mir den ACV einfach noch runter zu rocken und dem Bus dann eines (fernen)Tages einen generalüberholten Block zu spendieren. Eine spezielle Firma im hohen Norden macht das inklusive Abholung vom dem deutschen Festland für rund 2800€. Ist bei über 4hdtsnd km schon eine Überlegung wert, wenn man so hört, dass das erfolgreiche Trockenlegen schon in Richtung 1/2000 € und teurer gehen kann. Je nachdem wo es halt überall seicht.

    Aber ich werde mal eifrig weiter mitlesen. Vielleicht kann man das ja doch selbst hinbekommen. ?

    Viel Erfolg weiterhin.

  • So kompliziert ist das nun auch wieder nicht, schließlich habe ich es auch schon geschafft :] (Wahnsinnsreferenz, ich weiss)

    Sandokan: in ACV kann weit über 450.000km laufen, auch das doppelte. Also rentiert sich ein abdichten echt. Bei meinem roten habe ich es erst bei 460.000km wieder gemacht (bei 180.000km schon mal).

    Allerdings ist der Wechsel auf einer Hebebühne echt sinnvoll, da man einerseits besser arbeiten kann und andererseits auch deutlich besser den Bereich sieht. Für mich war die größte Herausforderung, den Ölkühler so weit weg zu biegen, damit ich vernünftig an die Dichtung zum Block kam. Denn ich habe die Wasserschläuche natürlich nicht belöst :weissnix:

    Gruß, Uwe

    T4 LR - aus Freude am mitnehmen

    T4 Caravelle AHY LR 2 Schiebetüren -> "Red Beast"

    T4 Caravelle AXG KR 2 Schiebetüren -> 2. Bus-Multivelle

    Meine bisherigen Busse:

    T2 Bj. 72 Umbau auf 1,7 Liter Doppelversager mit 68 PS = Saufmobil
    T4 Allstar Bj. 95 mit ABL = Supersparsam
    T4 Topstar TDI ACV Bj. 98 = Superschön
    T4 Velle kurz ACV 2 Schiebetüren = Extrem Praktisch

    T4 MV II AXG als "Silversurfer"
    T4 Velle ACV LR 2 Schiebetüren The Great Blue Greek
    T4 MV 1 AHY als Schlachtbus

    2 Mal editiert, zuletzt von taxman (20. Mai 2021 um 08:16)