Moin!
Nachdem ich die oben genannten Flüsse einige Male bereist habe bricht sich nun doch der Wunsch Bahn für diese, zu Unrecht touristisch vernachlässigten Gebiete, mal eine Lanze zu brechen.
Auch auf die Gefahr hin, die weibliche Leserschaft wegen der techniklastigen Objekte etwas zu langweilen, aber die Natur hier ist auch außergewöhnlich.
Sicher, man muss schon ein Ende fahren, das Zielgebiet liegt ziemlich dicht an Portugal, aber hier befindet sich eben ein Mineraliengürtel der schon die Römer auf den Plan gerufen hat.
Seit einigen Jahren wird hier auch wieder in großem Stil Erz im Tagebau gewonnen:
Das sind gewaltige "Wunden" die der Landschaft damit zugefügt werden aber irgendwie ist das auch surreal, als wenn man auf einem anderen Planeten ist.
Leider erzeugt diese Anlage nicht nur Lärm sondern auch eine latente Staubbelastung, die den Aufenthalt auf dem "Mirador" in Grenzen hält.
Tanklaster sind damit beschäftigt, die Transportwege abzuspritzen damit die gigantischen Laster noch sehen wo sie hinfahren.
Allein dieses intensive Rostrot ist schon beeindruckend.
Was auch immer zu diesen merkwürdigen Formen geführt hat:
Aber ich will nicht verheimlichen, dass mich die historischen Zeugnisse der Gegend mehr faszinieren.
Nachdem man in Spanien alle nötigen Autobahnen und Hochgeschwindigkeitstrassen gebaut hat wird nun auch dem Wanderer und Radfahrer Aufmerksam zuteil.
Das drückt sich in "Via Verdes" aus, die primär auf ehemaligen Bahntrassen angelegt werden und davon hat es hier reichlich.
Um an die kupferhaltigen Minerale zu gelangen haben die Engländer keine Mühen gescheut und das nicht einfache Gelände mit Eisenbahnlinien erschlossen.
Der Weg beginnt an dieser Stelle im Süden bei La Plama del Condado und, auch wenn es nicht alle solche Tipps hier gern sehen, man kann da sehr gut Übernachten. ![]()
Von hier ausgehend kann man immer der alten Bahntrasse folgen und sich dem historischen Mühlenstudium hingeben. Entlang des Rios wurden etliche Staustufen und kleine Mühlen errichtet.
Man kann auch mal reinschauen und Teile der Ausrüstung bewundern die das Hochwasser nicht mitgerissen hat.
Manche Mühlen sind sogar bewohnt:
Aber ich will nicht vorgreifen, wir fallen ja gerade von Norden ein.
Fortsetzung folgt!