Steuergerät T4 2.5 AAF Benziner

Bitte bei Problemen mit dem Forum das Endgerät und Version angeben!
  • Hallo zusammen,

    wir haben heute ein "kleines Basteltreffen" bei R.Memminger abgehalten.

    Wir haben sämtliche Kabel und Sensoren geprüft, also eine sog. "Elektrische Prüfung" durchgeführt.

    Gefunden haben wir folgendes:

    1. Relais 30 "defekt", wie auch von t4syncrodriver schon angemerkt. Das Steuergerät wurde also nicht von Klemme 30 direkt versorgt.
    Allerdings: Das Relais war quasi neu, geöffnet zeigte es keinerlei Auffälligkeiten. Es war auch eine original Teilenummer aufgedruckt.
    Wenn man allerdings an 85 und 86 Spannung anlegte, klackte es aber die Verbindung 30 - 87 wurde nicht hergestellt. Das "Plättchen" im Innern bewegte sich, stellt aber keinen Kontakt her.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Ich war mit meinem AAF (gleiches Modelljahr) da und so konnten wir mein Relais 30 einsetzen und testen. Damit funktionierte die Verbindung und das Steuergerät erhielt "Saft" von Klemme 30 des Fahrzeugs. Ausgebaut testeten wir auch mein Relais 30 nochmal gegen, es klackte ebenfalls, die Verbindung 30 - 87 wurde hergestellt.

    Aussehen der beiden Relais gleich, Teilenummer die gleiche. Sehr mysteriös!!

    2. Der Saugrohrdrucksensor ist "tot". Er zeigt, egal welcher Lastzustand; immer 1,6 % an und macht keinen Zucker!
    Vergleich zu meinem AAF: Im Leerlauf ca. 23 % und dann bei Gasstößen natürlich entsprechend schwankend.

    Alle anderen Signale (Hallgeber, Zündsignal, Temperatursignale ...) waren da und i.O. Das CO-Poti ist ungeöffnet (blaue Kappe noch drauf) und steht bei 680 Ohm.

    Wir haben nun weder Zündung eingestellt, noch sonstwas, da der Motor viel zu fett läuft (Einspritzzeiten im Leerlauf 5 und mehr ms, bei meinem AAF 2,75 ms).
    Sein Motor läuft wie ein Sack Nüsse, mit Mühe (Feingefühl an der Drosselklappe) kann man ihn am Laufen halten.

    Wie geht's weiter?

    R.Memminger besorgt nun ein Relais 30 und überprüft es. Außerdem lässt er einen neuen Saugrohrdrucksensor ins MSG einlöten und dann werden wir einen neuen Anlauf nehmen. Wär doch gelacht, der AAF muss wieder auf die Straße ;)!

    Fortsetzung folgt ...

  • die R30 sind leider nur teuer .. die Qualität aber unterirdisch.

    Nach meinem Schaltbild könnte man auch ein Universalrelais auf einem externen Sockel platziert, Diode und die Drähte per Flachstecker erweitert am ZE Steckplatz einstöpseln.

    Weniger Ärger, mehr Zuverlässigkeit und nach Bedarf ne Tüte voll Ersatzrelais für paar EUR 50 dabei

  • Kleines Update zu dieser Sache.

    R.Memminger hat sich ein neues Relais 30 besorgt, dessen korrekte Funktion überprüft und einen neuen Saugrohrdrucksensor ins MSG einlöten lassen. Der Motor sprang danach auch tadellos an und läuft auch. Allerdings wurde mangelnde Leistung beklagt.

    Daraufhin haben wir uns gestern wieder getroffen. Ziel war, die Zündung korrekt einzustellen und die Grundeinstellung als solche (über VCDS) zu machen.

    Allerdings lies sich der Motor nicht in den Zustand "Grundeinstellung" versetzen, ohne auszugehen, weder über VCDS noch über Abziehen des Steckers vom G62.

    Was zunächst nach Anschließen des VCDS auffiel:

    - Einspritzzeit immer noch bei 5 ms
    - Motorlast im Leerlauf 50-60 % (!!), bei meinem sind es 23 %
    - Lambdasonde schwankt von 0,4 - 0,7 V (!!)

    Zunächst sollte die Lambdasonde ja einen Wert zwischen 0,1 und 0,8 V (schwankend) ausgeben, tut sie aber nicht.

    Daraufhin haben wir die Spannung direkt an der Sonde abgegriffen, die 0,4 - 0,7 V stimmen, andere Werte kommen nicht, VCDS zeigt also korrekt an.
    Dann haben wir den Steuerstrom des Leerlaufstellers ("Zigarre") gemessen. Ergebnis 800 mA abfallend auf ca. 600 mA.
    Sollwert ist ca. 420 mA schwankend. An meinem AAF gegen gemessen (natürlich bei beiden Fahrzeugen ohne zusätzliche Verbraucher), meiner hat 420 mA.
    Laut Rep-Leitfaden soll bei Nichterreichen des Sollwertes das MSG ersetzt werden!

    Nun stellen sich Fragen.

    1. Ist die Lambdasonde kaputt oder zeigt sie richtigerweise ein überfettetes Abgasgemisch an?
    Wenn sie korrekt anzeigt, warum versucht das MSG nicht abzumagern?

    2. Hat das MSG einen Schuss? Warum reagiert es nicht auf das Lambdasignal?

    3. Warum zeigt der Saugrohrdrucksensor 60 % Last an? Ist er defekt oder ist der Druck im Saugrohr tatsächlich so hoch?

    4. Interpretiert das Steuergerät die 60 % als erhöhte Last, spritzt deswegen mehr ein und fährt den Leerlaufsteller auf, hat also gar keinen Defekt?

    5. Wenn der Saugrohrdruck tatsächlich so hoch ist, warum? Ist evtl. ein Auslassventil undicht? Oder ist doch "neue" Sensor defekt?

    Also irgendwie eine Henne-Ei-Problematik.

    Wir werden erstmal eine neue Lambdasonde besorgen und ich sprach den Rat aus, das MSG überprüfen zu lassen. Irgendwo muss man ja anfangen.


    Hat jemand eine andere gute Idee oder Hinweise? Übersehen wir etwas?
    Gibt es einen "Kniff", den Motor beim Überführen in die "Grundeinstellung" am Laufen zu halten?

    Vielen Dank fürs Lesen.

  • Hinweis zu Lambda in Verbindung MSG Masseanschluss


    Kabelbaum am Block unten ankommend Bereich Wasserrohr sitzt der MSG Massedraht am Block auf einer M8 Schraube. Dieser reißt gerne mal ab.

    244458-msg-kabelbaum-abriss-massekontakt-am-motorblock-jpg ..


    Auch kann es abweichende Widerstandswerte an verschiedenen Punkten zum Massepunkt Getriebehalter vorn geben.

    Krümmerbolzen MSG Masseanschluss oder Drosselklappe Montageschrauben weichen untereinander ab.

    im schlechten Fall Widerstandswert für Lambda Signal über Krümmer-Motorblock Masse bei 3 Pol Lambdasonden

    Das kann zu ggf schwankenden Lambdawerten führen, das Signal nicht mehr Sauber übertragen wird und das MSG irritieren.

    Dabei auch die Infos zur schlechten Abschirmung ab Werk bei einigen Versionen des Signaldraht berücksichtigen

    Bislang ist nicht eindeutig klar wie das Signal zurück geführt wird.

    Meine pers Annahme, dass dazu der MSG Massedraht für manche Signalwerte mit verwendet wird.


    Wenn der MAP Sensor (Saugrohrdrucksensor) doch gewechselt wurde sollte ein Defekt eher nicht wahrscheinlich sein.

    Im Standgas zeigt meiner ein Unterdruckwert gemessen von um -0,6 - 0,7 Bar an .. falls das was hilft.

  • Im Standgas zeigt meiner ein Unterdruckwert gemessen von um -0,6 - 0,7 Bar an .. falls das was hilft.

    Vielen Dank für deine Infos!

    Ja, das hilft! Denn, so mein Kenntnisstand, bezieht sich der Prozentwert des Sensors auf den Luftdruck.

    So bedeuten 30% 0,3 x 1 bar absolut = 0,3 bar absolut im Saugrohr, also -0,7 bar unter Atmosphäre.

    Deiner würde dann also 30 - 40 % im VCDS anzeigen, was laut Rep-Faden der „normale“ Wert ist. Rep-Faden spricht von 20 - 40 % als Sollwert

    Deiner liegt also wie meiner innerhalb dieser Toleranz!

    60 % also -0,4 bar ist aber deutlich außerhalb. Daher mein zweifeln, Sensor kaputt oder tatsächlich zu hoher Druck wegen eines anderen Problems :nixpeil:?

  • 60 % also -0,4 bar ist aber deutlich außerhalb. Daher mein zweifeln, Sensor kaputt oder tatsächlich zu hoher Druck wegen eines anderen Problems :nixpeil: ?

    um beim Sensor sicher zu gehen, müsste der nochmal entnommen werden und per Vacuumpumpe Widerstandswerte ermitteln.

    Problem, es fehlen die Sollwert Daten vom Hersteller

  • Erfolgt die Lastermittlung ausschließlich über die Messung des Saugrohrdrucks? Ein Drosselklappenpoti gibt es nicht?

    Doch, ein Drosselklappenpoti gibt es und in die „Lastbewertung“ geht dessen Wert sicher auch mit ein.

    Das Drosselklappenpoti ist aber i.O. Und „meldet“ über seinen Wert auch „geschlossen“.

    Der Wert „60%“ aus dem VCDS ist tatsächlich nur der Wert des Saugrohrdrucksensors. Zumindest ist das mein Kenntnisstand.

    Wird die Drosselklappe geöffnet, geht der Duckwert hoch und durch die nun offene Drosselklappe geht ebenfalls die Einspritzzeit hoch.

    Werte von meinem AAF:

    Leerlauf 2,5 ms, Vollgas 10 ms.

  • Okay.

    Die Lastermittlung ergibt also über den Saugrohrunterdruck einen Wert von 60% obwohl die DK geschlossen ist.

    Der Lambdawert und die Einspritzzeit scheinen zusammen zu passen. Allerdings scheint die Lambdaregelung nicht aktiv.

    Wie sehen die Werte diverser Temperaturgeber (v.A. natürlich Kühlmittel) aus?

    Die Auswertung des Saugrohrdrucks erfolgt doch durch einen Abgleich mit dem Umgebungsdruck; wie sind die Werte des entsprechenden Sensors?

  • Okay.

    Die Lastermittlung ergibt also über den Saugrohrunterdruck einen Wert von 60% obwohl die DK geschlossen ist.

    Der Lambdawert und die Einspritzzeit scheinen zusammen zu passen. Allerdings scheint die Lambdaregelung nicht aktiv.

    Wie sehen die Werte diverser Temperaturgeber (v.A. natürlich Kühlmittel) aus?

    Die Auswertung des Saugrohrdrucks erfolgt doch durch einen Abgleich mit dem Umgebungsdruck; wie sind die Werte des entsprechenden Sensors?

    Die Temperaturgeber setzen plausible Signale ab. Ansauglufttemperatur lag gestern (sehr warm) bei 45 Grad. Die Kühlmitteltemperatur (G62) lag bei 85 - 95 Grad.

    Für den Unterdruck gibt es keinen Vergleichssensor. Der Sensor für den Unterdruck ist als reiner Unterdrucksensor ausgeführt. Den Wert, der er misst, gibt er als Prozentwert zum Umgebungsdruck aus. 60% bedeutet einen Saugrohrdruck von 60 % des Umgebungsdrucks, also 600 mbar absolut (Umgebungsdruck 1013 mbar absolut).

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    So verstehe ich es zumindest.

  • Landauer MSG von deinem und dem Problemfall die gleichen?

    VCDS Screenshot von beiden zum Vergleich mit den jeweiligen Werten machbar?

    Im Grunde ja, meins hat Endbuchstabe E, seins M.

    Sollte eigentlich nichts ausmachen, allerdings, um ganz ehrlich zu sein, habe ich ein wenig Schiss meins zu zerschiessen, bevor nicht einigermaßen klar ist, was bei ihm das Problem ist.

    Vielleicht ist die Angst ja unbegründet und ich sollte es wagen 😬?!

  • Ich habe ihn gestern noch angeschrieben und ihm vorgeschlagen, ein Unterdruckmanometer in den Unterdruckschlauch zu schleifen. Dann könnte man sehen, wie der Saugdruck tatsächlich ist.

    Mal sehen, ob er das macht …

  • Landauer MSG von deinem und dem Problemfall die gleichen?

    VCDS Screenshot von beiden zum Vergleich mit den jeweiligen Werten machbar?

    Im Grunde ja, meins hat Endbuchstabe E, seins M.

    Sollte eigentlich nichts ausmachen, allerdings, um ganz ehrlich zu sein, habe ich ein wenig Schiss meins zu zerschiessen, bevor nicht einigermaßen klar ist, was bei ihm das Problem ist.

    Vielleicht ist die Angst ja unbegründet und ich sollte es wagen 😬?!

    MSG tauschen brauchs nicht.

    Bei der Frage gehts nur zum sichtbaren Vergleich laufende MSG Datensaätz Screenshot zu Problemfall MSG Datensatz Screenshot.

  • Bei der Frage gehts nur zum sichtbaren Vergleich laufende MSG Datensaätz Screenshot zu Problemfall MSG Datensatz Screenshot.

    Das haben wir des öfteren gemacht. Daher meine großen Zweifel.

    Meiner hat deutlich andere Werte, angefangen beim Wert des Saugdrucksensors über die Einspritzzeit bis zum Lambdasignal.
    Wenn noch andere Werte in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind, können wir die auch noch direkt vergleichen.
    Wie oben beschrieben, Temperaturen waren bei beiden Autos gleich, also plausibel.

  • Ist die Unterdruckanlage komplett dicht oder hat ein Schlauch irgendwo einen Riss?

    Ja, ich würde behaupten, die ist dicht! Neue Schläuche überall, einzeln "abgefingert", nix gefunden!

    Einzig den Schlauch im MSG, den habe ich nicht begutachten können. Laut R.Memminger ist der aber auch neu, da ja der Sensor ersetzt wurde.