Hier können wir uns austauschen zum Thema LiFePo4:
- Auswahl,
- Einbau,
- Laden,
- Sicherheitsaspekte,
- allgemeiner Umgang mit den Batterien usw.
Stelle nachher noch ein paar Grundlagen ein, nach denen ich bisher gearbeitet habe.
Hier können wir uns austauschen zum Thema LiFePo4:
Stelle nachher noch ein paar Grundlagen ein, nach denen ich bisher gearbeitet habe.
Üblicherweise dürfen LiFePo4-Akkus nicht unter 0° geladen werden. Bei mir soll es das interne BatterieManagementSystem verhindern. Es gibt aber auch welche mit integrierter Heizung.
Eine Ausnahme sind LiFeYPO4-Zellen(z.B. Winston). Die dürfen auch bei Minusgraden geladen werden.
Explosionsgefahr:
Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus besteht die hier nicht, bzw. fällt nicht so verheerend aus
Tante google: explosion lifepo4
Spannendes Thema zu den Geheizten. Wie gross ist Energiebedarf und die Leistung? Und wie ist der Heizmodus: dauerhaft an oder leistungsgeregelt je nach Ladebedarf? Hintergrund Ist ob die integrierte Heizung nutzbar ist oder mehr Werbetrick.
Das wirst du nur bei konkreten Konfigurationen herausfinden.
Im Winterbetrieb macht es ggf. Sinn, die Batterie zu isolieren.
Gruß Florian
Meine Bulltron kann auch bei -10 Grad geladen werden. Ist zumindest so ab Werk konfiguriert
Ich habe kürzlich eine von Bely Energy verbaut. Laut Datenblatt/Bedienungsanleitung benötigt die Heizung aus 2 Heizmatten 10A Ladestrom. Für deren Betrieb wird nur Ladestrom verwendet, keiner aus der Batterie. Wenn ich es richtig deute, dann schaltet die Heizung bei 0°C oder weniger an und bei 10°C dann wieder ab.
Aber wie schon gesagt wurde, das unterscheidet sich sicherlich von Modell zu Modell. Das oben nur Mal als ein Beispiel.
Bei meiner Ampere Time Batterie sind zwei Heizmatten (eine oben drauf und eine am Boden des Zellenblocks) mit je 2,5 A verbaut. Also zusammen etwa 75 W. Geheizt wird ab 0 Grad wenn geladen wird bis 10 Grad laut Anleitung.
So, ein wenig Input…
Die LiFePo4 muss ja nicht immer vollgeladen sein. Annähernd Ideal für eine noch sinnvolle Nutzung sollen wohl Nutzungen zwischen 20-80% Ladung sein, dann hält die Batterie tatsächlich "ein Leben lang". Ich habe das D+ Signal mit einem Schalter versehen, damit nicht permanent geladen wird. Jeweils ist die Lebensdauer abhängig natürlich von Temperaturen, Vibrationen, lade- und entladeverhalten des Nutzers, usw. Super Erläuterungen habe ich in diesem Link gefunden:
BU-808: How to Prolong Lithium-based Batteries
Und zu do's and don'ts bei den LFP Batterien gibts hier eine sehr gute, einfache Übersicht:
BU-706: Summary of Do's and Don'ts
Ich behandle meine LiFePo4 nach diesen Vorgaben, so sind sie zumindest auf keinen Fall falsch behandelt und ihre Lebensdauer ist optimiert. Im Grunde kann man mit ihnen nur dreierlei Schabernack treiben, den sie nicht verzeihen:
Hier ist eine schöne Diskussion/ Vorstellung der Standardgröße 100Ah:
Hallo Tagesschaum. Dann frage ich gleich hier auch. Wo hast du denn das D+ her? Hast du das Kabel von D+ mit Sicherung versehen (2A)?, Wo hast du den Schalter untergebracht? Wollte mir jetzt am WE alles verkabeln und suche D+. So wie es aussieht muss ein blaues Kabel hinter der ZE hängen oder D+ findet sich auch auf A2 an der Rückseite der ZE? Wäre gut zu wissen wie du es gelöst hast.
Selber habe ich Schaudt Ladeboster und 80Ah Li Batterie unterm Fahrersitz.
Rauschberg: Ich habe das blaue D+ Kabel unter der Fahrersitzkonsole vor dem Anschluss an den Booster einmal mit einem Schalter unterbrochen, mit einem ganz einfachen Schalter, den ich außen an der Sitzkonsole neben dem Handbremshebel angebracht habe.
Ich hoffe, das hilft bereits…
Ich habe eine 100Ah LifePo4 als Bordbatterie( https://www.eremit.de/p/eremit-12v-100ah-lifepo4-mit-bms )
Diese hat leider keine Möglichkeit mit Bluetooth den Ladezustand zu überwachen.
das würd ich aber schon gerne haben.
Reicht dafür sowas? -
Das Gerät misst laut Anleitung nur die Spannung . Das mag bei Bleibatterien auch ungefähr den Ladezustand abbilden. Bei Li Batterien ist die Ausgangsspannung über sehr lange Entladezeiträume sehr konstant, so dass damit der Ladezustand nicht verlässliche zu messen ist. Die Zustände voll und entladen kann man damit messen, da dort die Spannung charakteristische Werte aufweist. Für eine verlässliche Überwachung brauchst du bei Li batterien eine Strommesung um die entnommene Ladung zu messen.
Ich kenne eine genauen Ladezustand auch nur über einen SmartShunt und ein Display bzw. Bluetoothübertragung aufs Handy. Die Spannung ist nur sehr bedingt aussagekräftig.
Ganz grobe Orientierung:
(Quelle: https://diysolarforum.com/reso…rts-tables-12-24-48v.109/)
ok danke, dann nur über einen Smartshunt. Fand die Temperaturmessung interessant in dem von mir verlinkten Gerät.
Ein wichtiger Punkt bei LiFePo ist auch der Abgabestrom. Der wird durch das BMS i.d.R. auch (stark) begrenzt.
Beispiel sind die kleinen Valence 40AH, die ich verbaut hab. Die gabs ja mal sehr günstig vor ein paar Jahren im Netz, stammen aus medizinischem Equipment und waren da drop-in-replacements für Bleibatterien.
Die RT-Serie hat dabei ein autarkes BMS eingebaut, was keine weitere Steuerung von außen benötigt. Anders als die XP-Serie, die zwar auch ein BMS eingebaut hat, was aber ohne Steuerung von außen nur rudimentäre Funktionen hat (z.B. auch bei Minusgraden nicht abschaltet wenn ein Ladestrom ankommt!).
Bei den Valence RT kann man aber den Ladezustang über ein U-Charge genanntes Display jederzeit ablesen. Zwar nur als Balkenanzeige, aber die ist i.d.R. ausreichend.
Genaue Werte kann man aus den XP dann wiederum über ein USB-Kabel bekommen, die proprietären Stecker an der Batterie können an nen USB-Port gehängt werden und mit passender Software gibt das BMS detaillierte Infos über die Zellen raus.
Die kleinen Valence haben dabei eine Dauer-Stromabgabe von nur 40A, Spitzenlast von 80A können sie nur für 30sec ab (dann schaltet das BMS wieder ab). Wenn sie wirklich leer sind, dann schaltet das BMS radikal auf 0V angezeigte Spannung runter. Das bedeutet aber auch, dass "intelligente" Batterie-Ladegeräte dann davon ausgehen, dass der Akku defekt wäre und sich weigern den zu laden. Hängt man dann aber ein "dummes" Ladegerät dran, was einfach nur die 14,irgendwas Volt an Ladespannung anlegt, dann wird sich die Batterie nach einer kurzen Zeit "zurückmelden" und wieder eine Spannung und einen Ladezustand anzeigen.
Dieses Abschalten bei Entladung ist tatsächlich ein generelles "Problem" von LiFePo4 mit gutem BMS. Schützt aber den Akku ![]()
Die Wanroy LiFePo4 haben auch sowas, sowie Temperaturabschaltung bei hohen und und niedrigen Temperaturen. Auf der Webseite ist n Testvideo verlinkt, wo einer eine 100AH aufgesägt und getestet hat. Alles in Allem gute Teile, in den Gehäusen ist zwar auch viel Luft, aber die wird mit Schaumstoffklötzen zur Polsterung genutzt.
Aber auch hier: 100AH, aber maximal 100A Abgabestrom. Das sollte man bedenken, wenn man hinten dran nen Wechselrichter einsetzen will!
Auch die 200AH von Wanroy ist durch das BMS auf maximal 100A Abgabestrom begrenzt.
Also: Augen Auf, wenn man sich ne LiFePo4 für eine Induktionskochplatte einbauen will!
Auf der Website von https://www.eremit.de , welche ich ja verbaut habe steht:
- Entladetemperatur bis -30°C - Unsere Batterien haben mehrere Sensoren, welche ein Entladen bis -30°C erlauben - zeitgleich jedoch die Batterien vor Schäden bei tiefen Temperaturen schützen.
sowie:
somit kann dann doch nichts passieren wenn trotz tiefer Temperatur also unter 0°C die Lichtmaschine über Trennrelais lädt.
Oder ist doch gefährlich? Hab mir da bis jetzt nicht viel Gedanken gemacht.
Entladen ist kein Problem, laden unter 0° hingegen ein Großes!
ja schaltet aber das BMS dann die Ladung nicht ab? Und schützt die Batterie?
Wenn das BMS einen Temperaturfühler hat, dann ja.
Manche haben einen, manche nicht. Frag daher auf jeden Fall beim Hersteller nach.
Bei mir hat das BMS und der Booster jeweils einen Temp.-Fühler und erlauben keine Ladung unter 2°C
Ist ein Ladebooster zwingend notwendig, oder regelt das BMS die optimale Ladung über die Lichtmaschine?