Moin ihr Lieben,
leider ist die Einspritzpumpe meines schööööööönen T4 undicht geworden und pinkelt seit ein paar Tagen Diesel. Und das, so kurz vor dem Fusion Festival. Fehlt nur noch, dass ein Meteoroid den Wagen trifft... *jammer *
Es handelt sich um den 2,5 TDI Motor (ACV). Der Motor läuft weiterhin einwandfrei und zieht gut. Nachdem ich den Pumpe gereinigt und den Motor angelassen habe, scheint die undichte Stelle zwischen Teil A und B zu sein. Auf dem Foto sieht man das Diesel-Tränchen. Leider hält sich meine Dieselpumpenreperautur-Erfahrung ausgesprochen in Grenzen.
Wie würdet ihr das einschätzen, ist da nur eine Dichtung durch? Muss die Pumpe raus (und später wieder eingestellt werden)? Oder muss ich schon mal im Park Flaschen sammeln gehen um eine Gebrauchte für 500€ zu erstehen? Wäre über sachdienliche Hinweise dankbar
Dank
Für die Suche, hier noch die eingeprägten Nummern: 460415983, 074130115B
T4 2001 ACV Motor Einspritzpumpe undicht
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Hier ist eine gute Anleitung (hoffe der Link ist erlaubt):
VP37 am Hochdruckteil undichtcommunity.dieselschrauber.org -
Okay, habe die Pumpe wieder dicht gekriegt. Da ich keinen Schimmer habe, wie man eine einmal ausgebaute Pumpe nach dem Einbau wieder einstellt, habe ich die Dichtung im Eingebauten Zustand gewechselt. Das war echt kein Spaß, außerdem war ein guter Anteil "Glück" dabei. Gerade beim Aufstecken des Hochdruckteils lässt dich nicht ausschließen, dass Kleinteile aus ihrem Einbauort fallen und die Pumpe beim Starten zerstört wird.
Hier eine kleine Übersicht, wie ich den Dichtring gewechselt bekommen habe, natürlich ohne Gewähr. Macht das nicht, wenn ihr keine Montagegrube, Hebebühne oder Ähnliches habt. Sorgt für gute Belechtung, legt euch das benötigte Werkzeug bereit und legt eine Plane auf dem Boden aus falls Teile aus der Pumpe kullern.
Okay.... los geht's! Erst mal ein Schnäpschen gegen die Angst! *löööörg *
Zuerst habe ich den Kühler nach vorne geklappt um Platz im Motorraum zu schaffen. Hierfür müssen einige Schrauben gelöst werden, im T4 Wiki gibt's eine Anleitung.
Dann habe ich die Leitungen zu den Injektoren abgeschraubt und den Absteller raus gedreht.Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Schrauben am Hochdruckteil lösen und die Halterung links unten entfernen.
Die äußeren Schrauben habe ich zuletzt gelöst, da die Federn in der Pumpe den Hochdruckteil nach außen drücken.
Sobald sich der Hochdruckteil (rostiger Block) löst, suppschen auch schon 150ml Diesel raus, der aufzufangen werden will.Haltet eine Wanne bereit.
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Jetzt langsam und vorsichtig den Hochdruckteil abziehen (Angst!!!).
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Beim Abziehen ist eine der kleinen Rollen innen aus ihrer Halterung gerutscht. Mist! Eigentlich wollte ich die Kleinteile nicht aus der Pumpe nehmen...
aber hilft ja nichts. Alles musste raus.Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Erst mal alles gereinigt...
Der schwarze Dichtring war ganz hart und "viereckig", kein Wunder dass die Pumpe undicht geworden war.
Der Bosch Dichtungssatz hat die Nummer: 2467010003. In diesem Satz ist der neue Dichtring enthalten.
Den neuen Dichtring habe ich vor dem Wechsel mit Diesel eingerieben um ihn schön flutschig zu bekommen. Man kennt das aus dem Bett...Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Achtet beim Zusammenbau darauf, dass diese kleine Scheibe nicht verloren geht (oder noch schlimmer, in der Pumpe liegt). Die gehört da hinten rein.
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Jetzt kommen die kleinen Rollen wieder an ihren Platz. Natürlich wollten die Biester lieber wieder raus kullern als (im Horizontalen Zustand) in ihren Aufnahmen zu bleiben.
Beim Versuch, die Rollen da rein zu fummeln, sind sie mir mehrfach aus der Halterung gesprungen und aus dem Pumpengehäuse gekullert.
Mit zwei Pinzetten habe ich die kleinen Racker dann (endlich!) wie auf dem Foto zu sehen platziert gekriegt.
Achtet beim Einbau darauf, dass die kleinen Scheiben (rote Pfeile) alle an Ort und Stelle sind und sich nicht irgendwo im Inneren der Pumpe herum treiben.Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Jetzt kommt die große Metallscheibe drauf. Diese hält die kleinen Rollen an ihrem Platz. Da die Pumpe eingebaut ist, will die Scheibe natürlich nach vorne kippen.
Um das zu verhindern und den Rest in Ruhe zusammenbauen zu können, habe ich ein Stück Schlauch zwischen Scheibe und den Stift geklemmt.
Um den Schlauch später rausziehen zu können, habe ich ihn mit Schweißdraht umwickelt.Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Jetzt kommt die Achse rein, diese passte nur in einer Position. Vorher noch ein zweites Schnäpschen in den Schrauber einfüllen!
Nachdem der seitliche Stift eingeführt war, habe ich am Schweißdraht gezogen und den provisorischen Halteschlauch damit entfernt.Legt euch vor diesem Schritt UNBEDINGT den Hochdruckteil mit Federn, Schrauben usw. fertig gereinigt bereit! Werkzeug auch!
Die Achse hält nur, solange mal sie mit dem Finger hält. Wird sie losgelassen, kullert alles wieder raus!!!
Als Nächstes habe ich den Hochdruckteil vorsichtig wieder drauf geschoben. Das Problem hierbei ist, dass man beim Zusammenstecken in dieser Einbaulage nicht genau sehen kann, ob die beiden Federn wieder "richtig" in ihre Halterungen rutschen. Würde man den Hochdruckteil wieder ein kleines Stück zurück ziehen (um rein zu schauen), könnte einem das Inventar wieder entgegen kommen.
Überhaupt hätte bei diesem letzten Schritt so Einiges verrutschen können, beispielsweise hätte eine der kleinen Rollen aus ihrer Halterung rutschen können. Hätte, hätte, Fahrradkette. Hier hatte ich einfach Glück! In dieser Einbaulage lässt sich (Meiner Meinung nach) nicht ausschließen, dass das schief geht.
Wenn die Pumpe ausgebaut vor einem auf dem Tisch liegt, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Danach habe ich vorsichtig und abwechselnd die Schrauben des Hochdruckteils rein gedreht und darauf geachtet dass der Dichtring nicht eingeklemmt wurde.
Dann wurden die Injektorleitungen wieder montiert (an den Einspritzdüsen noch nicht anziehen!)
Nach dem Zusammenbau habe ich die Pumpe mit einer Spritze mit Diesel gefüllt.
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen. Zu guter Letzt habe ich dann noch die Leitungen der Einspritzdüsen entlüftet. AN den Düsen leicht aufdrehen, Motor starten, warten bis es raus spritzt, zudrehen.
Tja...und dann...nach einigen Orgeln sprang die Kiste wieder an! Jippi!!! Das Fusion Festival ist gerettet. Noch ein Schnäpschen für danach...und dann schnell die Werkstatt aufräumen
Viel Erfolg! -
Ich hänge mich mit einer banalen Frage hier dran: Ist die blaue Kraftstoffleitung, bei der am Ende ein Schlauchstück aufgepreßt ist (die im Foto oben aus dem Wellrohr kommt und mit einer Schelle am senkrechten Stutzen der ESP verschraubt ist) im Betrieb mit Druck beaufschlagt oder ist das eine Rücklaufleitung?
Danke und Gruß,
Micha
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Ich hänge mich mit einer banalen Frage hier dran: Ist die blaue Kraftstoffleitung, bei der am Ende ein Schlauchstück aufgepreßt ist (die im Foto oben aus dem Wellrohr kommt und mit einer Schelle am senkrechten Stutzen der ESP verschraubt ist) im Betrieb mit Druck beaufschlagt oder ist das eine Rücklaufleitung?
Danke und Gruß,
Micha
die blaue Leitung kommt aus dem Mengenstellwerk und ist die Rücklaufleitung. Komplett Drucklos wird diese nicht sein. Aber auch nicht mit Hochdruck beaufschlagt (das würden die Art von Abdichtungen nicht abkönnen).
PS: ich bin heilfroh die Pumpe einfach ausgenaut zu haben für den Spaß. Wenn man sauber OT einstellt und die Pumpe arretier muss man ja auch nicht neu einstellen sondern nur ausbauen und wieder einbauen. Dann kann man den Rest ganz entspannt auf der Werkbank zerlegen. Beim Innenleben der ESP ist es ja auch unheimlich wichtig, dass alle Rolle und Kleinzeile exakt an die selbe Stelle kommen wo sie vorher waren. Wenn einem das so entgegen kommt wird das recht schwer zu sehen wo welche Rolle her kam und wierum die eingebaut waren. -
Danke!
Meine Pumpe habe ich nach 400.000 km überholen lassen. Nur das schwarze Schlauchstück an der blauen Leitung ist nicht mehr ganz frisch. Wenn da kein größerer Druck drauf ist, kann ich es riskieren, das erstmal zu beobachten...
Grüße,
Micha