Kosten eines LPG Umbaus

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  • Hallo,

    ich habe mir vor ca. einem Jahr einen VW Transporter gekauft, um diesen für Transporte und Urlaube nutzen zu können. Ich habe einen 2.0er von 1997, welcher fast 14 Liter verbraucht und würde mir daher gerne eine Gasanlage einbauen.
    Der Wagen ist gerade mal 100.000 km gefahren und trotz gerade hoher Gaspreise würde sich ein Einbau daher ziemlich sicher lohnen.


    Ich hätte jedoch noch ein paar Fragen:
    - Welche Modelle für Gasanlagen gibt es und was sind die Unterschiede?
    - wie teuer ist der Einbau und die Anlage selber ungefähr?
    - kann ich den Tank unterm Auto anstelle des Reserverads einbauen lassen und reicht dann die Tankgröße?
    - was sollte ich noch beachten oder was kann man schnell übersehen?

    Habt ihr hierzu vielleicht Erfahrungsberichte, welche weiterhelfen könnten.

    PS. Das ist meine erste Frage hier im Forum. Bisher habe ich nur gelesen, bin aber begeistert von der Hilfsbereitschaft und, dass man zu ziemlich jedem Thema was finden kann. Ich freue mich über Antworten^^

  • … Die Frage hier in Deutschland dürfte er lauten:

    - Welche Abgasnorm hat das Fahrzeug

    - gibt es dafür überhaupt eine Anlage, die ein passendes Abgasgutachten hat

    - bin ich bereit, den dafür aufgerufenen Preis zu bezahlen?

  • Spannendes Thema. Interessiert mich auch. Die Berichte sind ja meist schon 10 Jahre alt, da stand die Investition für den Gasumbau zum Fahrzeugwert noch in besserem Verhältnis.

    Mich würden mal Umbauten aus den letzten 2/3 Jahren interessieren. Gibt es da noch wen der dass gemacht hat?

    LPG (Autogas) und T4 - gaskutsche.de


    Ich fand die Website ziemlich interessant, da hier Einiges durchgekaut wurde. So auch die Frage wohin mit dem Tank.

    Unter dem T4 ohne die Reserveradmulde zu nutzen ist nicht so einfach möglich. Der Platz reicht nicht für eine angemessene Menge (man will ja auch fahren und nicht nur nachtanken) und selbst die Reserveradmulde bietet mit ca.80l effektiv nicht so viel. Sich allerdings oben die Ladefläche zu zubauen find ich dann aber schlimmer. Ganz Verrückte haben sogar Beides. Also Ladefläche und Reserveradmulde als Tank...

    In der Fahrzeugmitte ist einfach zu viel im Weg. Abgasanlage, Handbremse, ggf. Heizung hinten, Standheizung. Und die Bodenfreiheit ist auch nur begrenzt. Da aber die Gastanks konstruktiv irgendwie rund sind passt da praktisch (fast) nix hin.

  • Moin,


    ein guter Freund von mir hat eine ganze Weile Gasanlagen vertrieben.

    In Deutschland fehlt vielen Firmen die Routine beim Einbau und noch mehr beim korrekten Einstellen der Gasanlagen. Daher wird oft Prins vertrieben. Da liefert der Hersteller einen sehr guten Support, lässt sich das allerdings auch bezahlen.

    Bei anderen Herstellern bekommt man das Material deutlich günstiger, muss sich aber mehr mit der Materie auseinandersetzen.


    Wenn man sich die Anlage selbst einbaut, ist das wieder eine ganz andere Sache.

    Mit der richtigen Beratung bekommt man deine Anlage + Gutachten.

    Dann braucht es lediglich eine Abnahme der Anlage, was eigentlich keine große Sache ist, wenn die Anlage gemäß Einbauanleitung verbaut wurde & eine Dichtheitsprüfung.


    Gruß,


    Sebastian

  • Die Fragen sind alle nicht so pauschal zu beantworten.

    Ich habe meinen AAF 2016 auf Autogas umgerüstet für ca. 1800 EUR alles in allem. Es ist eine KME Nevo mit 60 l Tank anstelle des Reserverads. Reicht das? Ja und nein. Ich komme mit den 48 l (80 % Füllmenge, ist immer so) ca. 300 bis 350 km weit. Ich wünschte mir manchmal mehr aber meistens muss einer der Mitfahrer sowieso nach 2-3 h aufs Klo 😉, kann man also auch tanken.

    2022 habe ich den ML 350 meines Bruders umbauen lassen, er ist sehr zufrieden und spart auch gut an den Kraftstoffkosten. Ist eine Prins, hat für den 6-Zylinder ca. 2700 EUR gekostet.

    Was spart man? Mit Autogas braucht man 10-20 % mehr. Kostet Autogas 1,10 EUR und E10 1,80 EUR sind es mindestens 0,5 EUR pro Liter E10 bereinigt. Bei 10 l E10 pro 100 km, also 5 EUR pro 100 km.

    Wieviel km man fahren muss, um die Kosten reinzuholen, kann man sich je nach Verbrauch und Fahrleistung ausrechnen.

    Man sollte auf jeden Fall eine sequentielle Anlage nehmen und sich etwas Mühe beim Abstimmen geben, dann funktioniert das Auto problemlos.

    Warum einmal KME und einmal Prins? Der Ausbauer hatte Erfahrung mit den verschiedenen Fahrzeugen und hat das jeweils empfohlen. Ich habe ihm vertraut und es nicht bereut.

    Aber ich kann sagen, die KME lässt sich mit der entsprechenden Software auch selbst justieren und das ist gar nicht so schwer. Bei der Prins soll das nicht so einfach sein. KME hab ich gemacht, geht, bei Prins noch nicht selbst probiert.

    Meine Empfehlung: Einen guten Umbauer suchen und mit ihm sprechen.

    Wer sich auch gut auskennt und auch beraten kann ist http://www.lpgparts24.de.

    Da kann man mal anrufen und sich erste Ideen holen.

    Ein Abgasgutachten sollte bei einem 1997er nicht notwendig sein.

    Jetzt habe ich zwar die Fragen nicht so konkret beantwortet, aber ich hoffe, ich konnte einen ersten Input liefern?!

  • Ist niemandem von Euch aufgefallen dass 14 Liter Verbrauch / 100km für nen 2 Liter Benziner nicht ungewöhnlich viel ist? Oder fährt Mike69 ständig Kurzstrecke/Anhänger/Bergauf-Bergab/BAB-Vollgas/ect... ?

    Vielleicht wäre es sinnvoll erstmal zu prüfen ob der Motor samt Peripherie technisch einwandfrei funktioniert bevor mit dem Einbau einer Gasanlage versucht wird die Kraftstoffkosten zu senken.

    :/ :my2cent:

  • Das was k+b210 erwähnt mit der oft fehlenden Fachkenntnis kann ich bestätigen. Hatten oft Probleme mit einem Vectra,der so eine einzustellende Anlage hatte. dort nutzten sich die Injektoren ab und mussten aufgebohrt und neu eingepasst werden inkl. einer Einstellfahrt.

    Es gibt Gasanlagen die eingestellt werden müssen und welche die keine separate Einstellung benötigen meine ich. Bei meinen Vectra 2.2 GTS ist eine verbaut die nicht separat nochmal während der Fahrt eingestellt werden muss. Da habe ich bisher nie Probleme mit gehabt außer 1x ein Injektor kaputt gegangen. Dann lief ich auf 3 Zylinder. (Blinkende Motorkontroll Leuchte, sofort rechts ran) Musste aber nicht abgeschleppt werden, bin einfach auf Benzin weiter gefahren.


    Bedenke aber, dass du mindestens 20% mehr verbrauchst in Liter -> statt 14L Benzin werden daraus ca 17 Liter Gas. Doch trotzdem auf Dauer günstiger.


    Kosten beim TÜV kommen noch die GAP dazu, sind ca. 50 Euro alle 2 Jahre. Und dann muss sich die Anlage erstmal Amortisieren.


    Leider sind seit 2019 nach und nach die Steuervorteile auf LPG reduziert und nun gänzlich abgebaut. Die steigende Co2 Steuer macht das Gas zusätzlich teurer + Energiekrise. Tanke momentan für 0,949.

    Ggü. Diesel hat man da mittlerweile kaum Unterschiede..

  • Das mit dem ML kann ich gut nachvollziehen. Als mein Kumpel mal einen BMW x5 v8 mit der KME ausgerüstet hatte, hatten wir echt Mühe ein plausibles Luftmassensignal zu bekommen, bzw. das vorhandene Signal so zu verändern, dass wir etwas bekommen haben, womit sich die Anlage sauber einfahren ließ.

    In solchen Situationen ist der Service von Prins sicher Gold wert.


    Wenn man einen 08/15 Motor mit einer Gasanlage bestückt, muss man auf sowas ja keine Rücksicht nehmen. Da würde ich, allein des Preises wegen, zu KME greifen. Wichtiger wäre dann eher, dass man anständige Injektoren verwendet & auch nicht den billigsten Verdampfer.


    Gruß,


    Sebastian

  • Ich fahre seit zwei Jahren auf Gas. Eingebaut von FWB Group

    Ob es sich bei einem so alten Auto lohnt muss jeder für sich selber entscheiden. Wie gut ist dein Bus in Schuss und wie lange möchtest du ihn noch fahren?

    Wenn noch lange, dann frag bei FWB Group an ;) er kann dir auch die technischen Details beantworten.

    Da du schreibst, dass du den T4 auch viel im Urlaub nutzen willst, hier kommen ja oft die Kilometer zustande:

    Wichtig ist dann natürlich in welchen Ländern du unterwegs bist. Bei unseren Alpennachbarn lohnt es sich bspw. nicht. Teuer, schlechte Infrastruktur. Auch in nordischen Ländern ist die Infrastruktur meines Wissens nach nicht gut ausgebaut.

    Bist du, wie wir oft in bspw. Italien unterwegs rentiert es sich dagegen massiv, da extrem günstige Gaspreise und sehr gutes Netz (Gas unter 70cent/L, Autobahn 80-90cent).

    Aber auch Frankreich, Spanien, Kroatien sind günstiger wie Deutschland.

    Tank ist bei mir unterm Auto, 90L Brutto. Verbrauch ca. 14L auf Gas (ca. 11 auf Benzin) damit komme ich locker 500km weit (max. Reichweite war erst kürzlich 574 km). Finde das einen guten Wert, nach so einer Strecke möchte ich eh Pause machen.

    Zur Berechnung der Amortisierung solltest du auch bedenken, dass der TÜV teurer wird und du je nach Anlage alle ca. 40.000km den Filter tauschen solltest.

    Ich gehe bei unserem Fahrprofil von insgesamt 4 Jahren aus, bis wir im "Plus" sind. Wobei das immer schwer zu sagen ist, da auch die Kraftstoffpreise ja auch verändern und ich mir beim Tanken nicht jedesmal ausrechne wie viel ich jetzt gespart habe :P

  • … Die Frage hier in Deutschland dürfte er lauten:

    - Welche Abgasnorm hat das Fahrzeug

    - gibt es dafür überhaupt eine Anlage, die ein passendes Abgasgutachten hat

    - bin ich bereit, den dafür aufgerufenen Preis zu bezahlen?

    Das ist alles kein Problem, da die Abgaswerte mit LPG besser sind, als die mit Benzin.

    Der Preis ist die andere Sache.

    Wenn man es selber einbaut sind die reinen Materialkosten bei ca. 800 - 1000€.

    Wenn man umrüsten lässt schätze ich den Preis auf 2000 - 2500€.

    Prins wird oft verbaut, gibt es aber kaum freie Software zum auslesen für.

    Ich bevorzuge kme oder brc!

    Nach dem Einbau kannst du damit rechnen, dass du noch zwei bis drei Mal zum korrekten Einstellen zur Werkstatt fährst.

    Unter dem T4 ohne die Reserveradmulde zu nutzen ist nicht so einfach möglich. Der Platz reicht nicht für eine angemessene Menge (man will ja auch fahren und nicht nur nachtanken) und selbst die Reserveradmulde bietet mit ca.80l effektiv nicht so viel.

    Wenn ich 80 Liter tanken kann kommt man schon 500 bis 600km weit.

    Im ungünstigen fall aber min 400 km.

    Dann hat man aber schon einen Verbrauch von 20l!

    Beim Tank müssen in Deutschland 20% frei bleiben.

    Also bleiben beim 80l Tank noch 64l übrig!

    Ich schätze den Verbrauch bei 14l Benzin auf höchstens 16l bei einer gut eingestellten Anlage.

    Phantasie ist wichtiger als Wissen,

    denn Wissen ist begrenzt!

    (Albert Einstein)

  • ... "Das ist alles kein Problem, da die Abgaswerte mit LPG besser sind, als die mit Benzin"

    Den Spruch mußt Du mal beim Prüfer los lassen, wenn er bei der Abnahme der Anlage nach dem Abgasgutachten fragt, was noch nicht mal der Hersteller der Gasanlage für das Fahrzeug hat! :lol3:

  • ... du meinst also das sei 'Einstellungssache'..????


    Wenn das Fahrzeug nicht gerade Euro 0 oder 1 hat, es vom Hersteller der Gasanlage für das Fahrzeug in das die Anlage verbaut wird kein Abgasgutachten gibt, werd es in D wohl eher nichts mit Eintragung. Also nix Einstellungssache.

    Versuche mal für einen AVM mit Euro 3 ein Abgasgutachten von BRC zu bekommen.

  • Spannendes Thema. Interessiert mich auch. Die Berichte sind ja meist schon 10 Jahre alt, da stand die Investition für den Gasumbau zum Fahrzeugwert noch in besserem Verhältnis.

    Da die Preise für die T4 wieder steigen (bzw. für alle Gebrauchten gerade deutlich steigen) ist die eigentliche Frage wie damals schon: »Fahre ich genug das es sich für mich rechnet bevor ich das Fahrzeug verkaufe?«.

    Zwei Beispiele:

    T4 wird täglich 100 km gefahren. Also 500 km alleine jede Woche (ob zur Arbeit oder als Firmenfahrzeug ist ja egal). Entsprechend schnell bekommt man die Kosten wieder rein.

    T4 wird nach kostenaufwändiger Restauration mit Saisonkennzeichen eigentlich nur zu besonderen Anlässen gefahren. Jahreslaufleistung daher unter 4'000 km - wenn überhaupt. Da lohnt sich kein LPG oder CNG.

    Mich würden mal Umbauten aus den letzten 2/3 Jahren interessieren. Gibt es da noch wen der dass gemacht hat?

    Mit dem Aufkommen von Facebook und der Möglichkeit in Foren einfach Bilder hochzuladen hat das Interesse mir Bilder von Umbauten zuzusenden nachgelassen. Irgendwann war dann ganz Schluss. Anfragen per E-Mail habe ich aber noch immer 1-2 pro Monat, manche verwechseln mich mit einem Umrüster. Die Chancen stehen also gut das noch immer eifrig umgerüstet wird, allerdings ist es eben nicht mehr so wichtig das Fahrzeug dann zu präsentieren.

    Unter dem T4 ohne die Reserveradmulde zu nutzen ist nicht so einfach möglich. Der Platz reicht nicht für eine angemessene Menge (man will ja auch fahren und nicht nur nachtanken) und selbst die Reserveradmulde bietet mit ca.80l effektiv nicht so viel.

    400 km Reichweite mit dem Unterflurtank haben vielen völlig ausgereicht. Muss jeder für sich selbst wissen wo die Prioritäten sind. Ich habe damals auf die 2-Tank-Lösung umgerüstet weil es nicht so viele Tankstellen gab wie heute, ich aber jeden Tag 80 km gependelt bin (für 2 Jahre).

    Meinen Audi A4 B5 hatte ich auf LPG umrüsten lassen weil ich i.d.R. jedes zweite Wochenende 440 km gependelt bin. Dem hat nur ein Tank in der Reserveradmulde gereicht. Exkurs: der Umbau war am Ende eine Nullnummer, ich kam gerade so raus. Grund dafür: Vorbesitzer hatte bei Audi den Zahnriemen, aber nicht die Spannrollen tauschen lassen. Bei Tempo 80 auf der Landstraße ist eine Rolle gebrochen -> Ventil sagt *klatsch* zum Kolben. :(

    Sich allerdings oben die Ladefläche zu zubauen find ich dann aber schlimmer. Ganz Verrückte haben sogar Beides. Also Ladefläche und Reserveradmulde als Tank...

    Der Verrückte bin dann wohl ich? :D

    In der Fahrzeugmitte ist einfach zu viel im Weg. Abgasanlage, Handbremse, ggf. Heizung hinten, Standheizung. Und die Bodenfreiheit ist auch nur begrenzt. Da aber die Gastanks konstruktiv irgendwie rund sind passt da praktisch (fast) nix hin.

    Es gibt auch stehende Tanks. Sind aber selten verbaut worden, daher bieten das die wenigsten Umrüster an. Ein Beispiel: https://shop.frontgas.de/produkt/moremo…20-90-54-liter/ . Gibt es natürlich auch noch größer.

    Stehender Radmuldentank bzw Zylindertank
    Hallo hab jetzt grad noch mal bei Autogas Rheinland nachgefragt wegen der Preisaufstellung, da ist nur ein liegender Radmuldentank angegeben... wollten aber…
    www.jeep-forum.de

    Beim T4 wäre das z.B. hinter dem Fahrersitz oder bei einem Trapo hinter der Trennwand deutlich eleganter möglich als auf dem Bild im Thread. Machbar ist vieles - es muss eben zum Nutzer passen.

  • Moin, ich hab och eine fast komplette Gasanlage liegen. Bei Interesse PM.

    1.Doka mit 4Türen, Aufsetzkoffer.
    2.Sattelzugmaschine Doka alt 4/96, Syncro
    3. Doka mit 4 Türen, Aufsetzkoffer, Syncro mit Sperre, Standheizung, 2002
    4. Multivan goes Business 111er 10/99
    5. Doka im Aufbau, 111er, Syncro große Kupplung, Diff mit Sperre
    6. BMW R 1150 RT, Honda CBR 1000 F SC24

    Erst wenn jemand nicht mehr da ist, weiß man seinen Wert zu schätzen.

  • …. Sorry, aber Gastank im Innenraum vom Bus dazu fällt mir nichts ein. Außer völlig Schmerz befreit der Handwerkerkarre mit Erdgas Umbau ab Werk!

    Muss eben zum Einsatzzweck passen. Bei mir war's ideal.

    innenverkleidung_multivan_01.jpg

    … Dieser Einbau Ort wäre für mich ein no go. Dann kann ich mir auch ein Kombi kaufen und brauche kein Bus.