Bitte bei Problemen mit dem Forum das Endgerät und Version angeben!
  • Moin zusammen,

    nun hat mich meine sonst zuverlässige Pritsche im Stich gelassen. Sie ist Bj 94, hat den AAB Motor und ca. 200000 km auf der Uhr.

    Gestern stand ich an der Ampel, wollte losfahren, ein kurzes Geräusch (Knall) und der komplette Antrieb war weg. Das Schaltgestänge war ok. Habe mich von einem Freund nach Hause ziehen lassen, dabei keinerlei Geräusche.

    Nun lese ich viel von Antriebswelle, Flanschwelle und co, aber ich finde nicht wirklich den Ablauf zur Diagnose des Problems.

    Vielleicht kann mir einer von euch beschreiben, was die beste Reihenfolge dazu wäre. Ich muß alles unter freiem Himmel machen, Standardwekzeug vorhanden.

    Zu erwähnen sei noch, daß ich vor ca. 500 km die unteren Traggelenke gewechselt habe.

    Tausend Dank

    Stefan

  • Meine Herangehensweise wäre: vorne aufbocken, Gang einlegen, rechtes Rad bewegen: geht es komplett freigängig oder macht rasselnde Geräusche wird die Antriebswelle oder Zwischenwelle im Sack sein. Seltener: die Verzahnung der Zwischenwelle im Getriebe.

    Gleiches bei Bedarf links prüfen, da gibt es nur die Antriebswelle.

    T4 ACV Caravelle 1999
    T4 AAB Transporter 1995
    T4 AAB Multivan 1996
    T4 ACV Caravelle 1998
    T4 AJT Camper 2002
    T3 JX Camper 1987
    T3 CS Pyrenäentaxi 1986

  • Dann ist die wahrscheinlichste Ursache wohl ein Verlust der sechs Schrauben, die die Gelenkwelle mit der Flanschwelle (rechts) oder der Steckwelle (links) verbinden.

    Einfach vom Radkasten aus gucken dann siehst Du schon.

  • So, Wagen vorne aufgebockt, 2. Gang drin. Beide Räder lassen sich frei drehen. Rechts ein klein wenig schwerer.

    Ich werde jetzt mal die Wanne abschrauben um mehr zu sehen.


    Was mr gerade auffiel, am Kupplungspedal kommt der Widerstand erst nach 4-5 cm. Ob das vorher auch schon so war, weiß ich nicht.


    Der kompette Verlust von den Schrauben hätte sich sicherlich mit Geräuschen oder Vibrationen angekündigt, oder?

  • Der kompette Verlust von den Schrauben hätte sich sicherlich mit Geräuschen oder Vibrationen angekündigt, oder?

    Nicht zwangsläufig, beie einem anderen Fahrzeug gab es bei mir auch erst Geräusche, als sich die Antriebswelle endgültig vom Getriebe gelöst hatte. Das war allerdings ein allrader.

    Beim T4 hat es mir einmal das radseitige Gelenk der Antriebswelle zerlegt, dann ging natürlich auch nichts mehr..

  • Was heißt frei drehen?

    Ein Rad drehen, das andere dreht rückwärts? re / li
    Wenn man das andere Rad blockiert, läßt es sich nicht mehr drehen? re / li

    Testen und ankreuzen.

    Hauptsache die Kiste fährt.

  • PeMu

    Es gibt keinerlei Reaktion am anderen Rad. Weder links noch rechts.

    Dann musst Du Schritt für Schritt schauen, wo die Wellenverbindung unterbrochen ist. Am besten eine Seite aufbocken, das freie Rad drehen und von unten schauen, was sich noch alles mitdreht.

    Liebe Grüße

    Roland

  • Linke Seite ist schon mal die Manschette kaputt und Fett verloren gegangen.

    Und auf der rechten Seite scheint die Flanschewelle heraus gezogen zu sein ... könnte also aus der Verzahnung gerutscht sein.

  • Rechte Seite mal die Welle wieder reindrücken geht das?

    Nochmal zum Test. Durch das Differential sind beide Seiten verbunden. Ist nun der Gang drin, beide Räder hängen frei, dann kann man eine Seite drehen und die andere Seite dreht sich entgegengesetzt.

    So wie es aussieht ist die Steckwelle nicht mehr richtig drin.

    Links ist die manschette aufgerissen. Dreht sich mit dem Rad auch das komplette Gelenk?

    Der Wartungszustand schreit nach einer kompletten Überholung der Antriebswellen.

    Hauptsache die Kiste fährt.

  • Also die rechte Antriebswelle ist gerade mal 20 Tkm drin. Linke ist wohl wegen den Manschetten mal fällig aber erstmal Nebensache.

    Nur wie sieht es mit der Flanschwelle aus? Kann man die wirklich so einfach wieder reinschieben? Ich meine gelesen zu haben, daß sie im Getriebe mit einem Sicherungsring gesichert ist. Liegt der nun im Getriebe? Ich finde nirgends eine sinngemäße Zeichnung o.ä.

    Wagen ist vorne aufgebockt, Gang drin und ich kann jedes Rad drehen, ohne das sich das andere Rad bewegt.

    Mit den Rädern dreht sich auch das jeweilige Gelenk.

  • Rechte Seite Sieht so aus als wenn es nicht richtig drinne Steckt. Da ist keins Schmotter drauf.

    Erstmal Sauber machen. Und Probieren ob die Welle sich Richtung Getriebe Verschieben lässt. Wenn ja neue Steckwelle mit Sicherung Fällig

    Würde die Demongtieren und auch neue Achsmanschetten Innen Verbauen da merkst ob Spiel ist.


    Grüße


    P.S.: Öl Getriebe muss neu und auch der Simmerring.

    1x T4 75KW Transporter rund 650tKM von 2001 :) Jetzt mit neuen Motor mir 1. Übermaß (1.2023)

    1X T4 45 KW Kasten Rot mit Servolenkung 180tKM wird wieder aufgebaut von 1990 hoffentlich bald Oltimer:thumbup:

    Einmal editiert, zuletzt von Dresdner2013 (8. Juli 2024 um 18:11)

  • yellowone

    Es ist deshalb Nebensache, weil es ohne Vortrieb ewig halten würde ;-)..

    Ich muß erstmal die Ursache für den nicht vorhandenen Vortrieb finden. Scheint wohl die "rausgerutschte Steck/Flanschwelle zu sein.

    Die Frage, ob man die einfach wieder reinschieben kann (Sicherungsring ?) konnte noch keiner beantworten. Und wo sitzt dieser Sicherungsring?

    Einmal editiert, zuletzt von Hoschi09 (8. Juli 2024 um 18:55)

  • Die Skizze ist mir bekannt, beantwortet aber nicht die Frage. Das Problem ist, daß ich nicht irgendeine Aktion machen möchte, die weitere Schäden und/oder Probleme verursacht. Und vielleicht weiß es ja jemand oder hat 'ne alte Steck/Flansch/Antriebswelle liegen und zeigt uns allen, wo die Kerbe für den Sicherungsring sitzt.

    Ich bin eben ein Laie auf diesem Gebiet und habe wohl beim Wechsel der unteren Traggelenke das jetzige Problem selbst verursacht. Obwohl 200 km´fuhren sich anstandslos.