Welcher Bodenbelag und Möbelbefestigung T4 Multivan bereits eingetragenes Wohnmobil

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  • Hallo, bin hier neu und ebenso frische Betreuerin eines T4 Multivan tdi 2,5, 75kw Baujahr 2001 mit ca. 300000km und dankbar für Eure Hilfe.

    Der Multivan ist bereits vom Vorbesitzer als Wohnmobil eingetragen worden und hat die 3 sitzige Schlafbank mit Materaze und Beifahrersitz als Drehsitz. Keine anderen Sitze mehr. Und ein einfacher Küchenschrank an den Sitzschienen hinter dem Fahrersitz befestigt.

    Ich möchte die Schlaf/Sitzbank ausbauen und ebenso ein anderes Küchenmodul, Längsbett hinter dem Fahrersitz und ein Seitenteil gegenüber mit Stauraum etc. einbauen.

    Wenn das alles fertig ist, möchte ich es vom Tüv neu begutachten lassen und alle Veränderungen in den Fahrzeugschein eintragen lassen. Das Auto wird mit mir evtl in ein anderes europäisches Nachbarland ziehen und muss dort umgemeldet werden. Daher müssen die Papiere mit dem Fahrzeug voll,übereinstimmen, auch wegen der Versicherung.

    Es würde dann vom 5 Sitzer zu einem 2 Sitzer werden.

    Also meine Frage bezieht isch hauptsächlich auf die originale Multivan Bodenplatte. Die möchte ich eigentlich so belassen, aber darauf einen schöneren und leichter zu reinigenden Belag haben.

    Ebenso sollen ja dann auch Längsbett und Seitenteil sicher und tüvabnahmegerecht befestigt werden. Das Küchenmodul ist die kleinste Sorge, da sich dort das Sitschienensystem zur Befestigung mit Nutensteinen befindet.

    Was meint ihr? Was kann ich auf die originale Bodenplatte darauf legen am besten? Laminat Fussboden? Vinyl? Muss gar eine ganze Platte, wie Siebdruckplatte? Was kann da drauf? Am besten nix verkleben und schwimmend und auch nicht zu schwer vor allem….Teppich auf jeden Fall nicht.

    Wie dick ist die original Bodenplatte? Ist darunter Holz und wieviele mm? Kann man da etwas reinschrauben, ohne durchs Bodenblech zu müssen? Ich weiss nicht was ich drauf legen soll und ob evtl 2mm vinyl reicht oder sollte es mindestens 12mm Laminat sein zB?

    Und auch wegen der sicheren Befestigung und neuer Tüv Begutachtung… Kann das erweiterbar ausziehbare Längsbett und der gegenüber liegende Stauraum mit Waschbecken an den vorhandenen Sitzbank Verankerungen sicher befestigt werden? Fragen über Fragen 🤷‍♀️

    Danke Danke für Euer Wissen, Tipps und evtl. Kopfschütteln🤙🏼 ☺️🙏❣️


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  • Moin

    Schöne Fragen und auch Ausführungen dazu...

    Als Ex-Handwerker und Camper- Ausbauer jenseits von üblichen Materialien (Ich verwerte gerne altes und gebrauchtes) würde ich zu pragmatischen Vorgehenweisen raten: Viele Schrauben, Bolzen, Klebstoffe, Winkel, Knaggen, Gurte und dann ran ans festmachen. Meine Fixpunkte befinden sich mehr an horizontalen Blechen als am Boden. Wenn ich mich volle Kanne gegen ein eingebautes Teil werfen kann ist die Befestigung in Ordnung. Wenn du keine Erfahrungen in Sachen Befestigungen, Materialie und Statik/ das wirken von Kräften und deren Verläufe hast, wird es komplizierter. Meine Holz-Bodenplatte, mit PVC darauf liegt auf Armaflex und schwimmt etwas. Durch die darauf montierten Dinge bewegt dich da aber nix

    Berichte mal weiter

    Der Deutsche fährt nicht wie andere Menschen, er fährt um Recht zu haben.

    (Kurt Tucholsky)

    Einmal editiert, zuletzt von TwinPeaks (20. März 2025 um 16:01)

  • Mein Bus war beim Kauf eine Sortimo-"Werkstatt" mit Bodenplatte und das habe ich für meinen Ausbau übernommen. Die Original Platte ist ca. 10 mm dickes Schichtholz. Ich habe 3 mm Armaflex darunter gemacht und (wie vorher) die Platte mit dem vorhandenen Schrauben am Boden wieder verankert. In 10 mm Hol würde ich NICHTS mit normalen Holzschrauben befestigen, das reisst sofort aus. Lieber eine Einschlagmutter von unten einsetzen.

    Der Werkstatteinbau war mit (fetten 12er) Nietmuttern an der Karosserie befestigt, diese Muttern habe ich für meinen Einbau übernommen. Ebenso waren in der Bodenplatte Bohrungen mit 8er Einschlagmuttern auch diese habe ich genutzt um meine 3 stabilen Schichtholz Elemente auf dem Boden zu fixieren. Die Schränke sind alle zusätzlich an der Karosserie mit Schlossschrauben an den Nietmuttern gesichert und die 3 Elemente auch nochmal miteinander mit Einschlagmuttern und Schlossschrauben verbunden.

    Am Ende habe ich meinen Holzbausbau so verschraubt wie es vorher die Sortimo-Stahlschränke waren. Damit hatte ich beim Tüv keine Probleme.

  • Vielen Dank für so schnelle Antworten. Sehr geschätzt :) Ich habe mich auch durch so einige Forum Beiträge bzgl. Bodenplatte gelesen und bin trotzdem noch nicht schlau…was mache ich denn nun genau bei meinem Multivan.

    Ich möchte die original Bodenplatte eigentlich nicht herausnehmen und einfach so lassen. Der Multivan ist wohl von Werk aus bereits sparsam isoliert und das reicht mir.

    Wenn möglich??? auf die originale Bodenplatte einfach dann darauf ein 2mm dickes Vinyl Laminat verlegen. Für die Befestigung von Längsbett , Küchenmodul und Seiten stauraum etc. teil, die bereits vorhandenen Bodenschienen etc. benutzen. Wenn das ausreichen kann? Das ist meine Frage, ob das denn wohl sicher genug ist, auch für den Tüv? Ich habe mal ein photo gefunden von der Original Bodenplatte, welche die horizontalen Befestigungsmlglichkeiten zeigt.

    Und im Falle eines Falles…mit was für schrauben könnte ich vielleicht auch noch an anderen Stellen die Befestigung noch verstärken? Auch wenn diese nicht mit dem Bodenblech verbunden sind? Sondern nur in diese relativ dünne vorhandene Bodenplatte+2mm Laminat reingeschraubt sind. Verstehe, dass das nix halten kann und rausreisst… Aber es wären ja eher sekundäre Befestigungen, um Vibration etc. etwas zu minimieren und zwischen den Hauptbefestigungen zu verbinden, wenn das Sinn macht ?!

    Bin dankbar schon mal klar zu werden, wenn das so…gar nicht geht…und originale Bodenplatte muss raus! Aber wenn das auch anders geht, dann wäre ich erleichtert :)

    Auf den im netz gefundenen photos sieht man die nackte Wahrheit und die spärlichen sicheren Besfestigungspunkte auf der Bodenplatte. Wollte auch die Verkleidung so lassen, aber vielleicht kommt man ja trotzdem an die Gurthalter ran?!

    Ebenso ein photo Beispiel von einem möglichen Längsbett und Seiten stauraum, was dann ca. so aussehend dann einbauen möchte. Ebnso käme dann noch das Modul hinter Fahrersitz für kühltruhe und ausziehbarem Tisch für den Dreh beifahrersitz.

    Ich muss im Mai zum Tüv und hoffe bis dahin alles so zu haben, wie es dann in den Fahrzeugschein neu neingetragen werden soll. Also habe wenig Zeit… leider.

    hmm und nochmals hmm und Danke ❣️

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  • du kannst doch die Befestigungen des Multiboards hinten nehmen. In der Mitte.m die von den Sitzbankschienen und wenn die eh raus ist: können die seitlichen Bügel wo die Lehne einrastet auch raus: schon hast du da jeweils 2 Möglichkeiten incl. Gewinde in den Seiten.

  • Was ist der Vorteil der Eintragung als Wohnmobil?

    Ansonsten ist der Einbau doch Ladung, die gesichert werden muss. Sollte plötzlich doch der Wusch nach mehr Persontransportkapazität entstehen, lässt sich "Ladung" einfach wieder gegen Sitze tauschen

    Denke bei Womo Eintragung in D an die notwendigen Voraussetzungen wie Kocher und diese neue merkwürdige Zwangsbelüftung. Ich denke es ist am besten vorher mit drr abnehmenenden Stelle den Umbau abzustimmen.

  • Ich würde mir auch überlegen ob sich eine "WoMo" Eintragung lohnt. Meiner war vorher ein LKW und da war die Versicherung deutlich teurer, daher habe ich ein WoMo draus gemacht. Auch wollte ich vermeiden das es Stress mit der Zulassung gibt wenn ein Pilzdach und ein fester Einbau die Nutzung als LKW eigentlich unmöglich macht. Ich würde mir das mal genau ausrechnen ob es finanzielle Vorteile bringt. Dazu kommt das die WoMo Zulassung immer merkwürdiger wird. Jemand schrieb mal das ein Ceran-Kochfeld gefordert wurde, dazu Zwangslüftungen... In einem PKW kannst du mehr oder weniger machen was du willst. Echter Vorteil.

    Es ist ja nicht Verboten als PKW auf einen Camping- oder Stellplatz zu fahren während "WoMo" Parkverbote eben auch für T4 WoMos gelten. Und davon gibt es in Tourismusgebieten immer mehr.

  • Hallo,

    Die möchte ich eigentlich so belassen, aber darauf einen schöneren und leichter zu reinigenden Belag haben.

    Dann musst du was dünnes drauf legen - ggf Vinyl oder Bodenteppich (es gibt ja auch Bodenteppich ohne Borsten). Es gibt auch Vinyl-Fließen die du verlegen kannst - die müssen aber verklebt werden.

    Wie dick ist die original Bodenplatte? Ist darunter Holz und wieviele mm?

    ca 12 mm Holz - an manchen Stellen etwas dünner.

    Kann man da etwas reinschrauben, ohne durchs Bodenblech zu müssen?

    Nein - das wird nicht stabil genug. Im Falle eines Unfalls reist die Schraube aus. Du musst für schwerere Einbauten durch die Bodenplatte nach außen und dort eine große Unterlagsscheibe oder eine Blechplatte / Flachstahl unter die Mutter der Schraube legen. Am Besten gehst du in die Querholme, die auch die Gegenplatten der Sitzbefestigungen halten - dann bist du auf der Sicheren Seite. Die Punkte findest du wenn du hier in der Forendoku (Link siehe oben) nach "Sitzvariationen" suchst.

    Kann das erweiterbar ausziehbare Längsbett und der gegenüber liegende Stauraum mit Waschbecken an den vorhandenen Sitzbank Verankerungen sicher befestigt werden?

    An den Haltepunkten der Sitze kannst du Einbauten sicher befestigen - das sind die stabilsten Befestigungspunkte die du da hinten finden kannst.

    Gruß, Jörg

  • Moin und Merci. Ja, diese Gedanken kenne ich und richtig. es ist bereits als Womo eingetragen.

    Ebenso wird und muss es in einem anderem Land angemeldet werden. Dort müsste ich für den „Tüv“ alle 2 jahre alles immer wieder zurückbauen etc. Auch dann versicherungstechnisch ein Problem.

    Zwangsbelüftung und ceran kochfeld hatte ich auch mal irgendwo gelesen. werde den Tüv wohl mal anrufen und mich in dieser Richtung schlauer machen. Im Falle verschraub ich temporär so ein mobiles Kochfeld. Habe für die beiden Seitenfenster diese metall Belüftungsdinger (komm jetzt nicht auf den genauen Namen) zum einklemmen und Vorder Fenster haben diese Wind/Regenabweiser, die man immer einen Spalt auflassen kann.

    Und mit den Womo parkverboten…oi…ich versuche den T4 äusserlich möglichst stealth zu belassen. Jedoch, sollte es zu einer Kontrolle kommen…bin ich dann wohl geliefert…Risiko ist das halbe Leben.

    Danke für grünes Licht mit den bereits vorhandenen Ösen, Schienen und Befestigungs tipps. Wenn das ausreicht, ist das schon mal eine Sorge weniger.

    Was meint ihr zu meiner Idee 2mm Laminat auf die Bodenplatte drauf? Schwimmend und gehalten dann von den darauf an Schienen&co befestigten einbauten?

    Ihr merkt, ich will da nicht riesig gross mit einer neuen Bodenplatte, Isolierung etc. rumwerkeln.

    Viele gute Gedanken und Austausch 🙏 Ich werde vor allem alles vorher erfragen und abstimmen mit dem TÜV. Das könnte Ärger ersparen.

    Danke für alle weiteren Gedanken und Tipps ❣️

    Einmal editiert, zuletzt von Delfi (22. März 2025 um 11:29)

  • Oh und lieber Jörg!

    Lese jetzt gerade mal richtig deine Nachricht, sorry 🤧 ….ganz super vielen vielen Dank ❣️

    Das hilft mir konkret weiter für die Befestigungen.

    Ich werde mal in diese Richtung schauen, was den Bodenbelag angeht. Werde das wohl so machen.

    Einmal editiert, zuletzt von Delfi (22. März 2025 um 11:34)

  • Was meint ihr zu meiner Idee 2mm Laminat auf die Bodenplatte drauf? Schwimmend und gehalten dann von den darauf an Schienen&co befestigten einbauten?

    Kannst du machen - Holz-Laminat sollte irgendwie zum Holzboden entkoppelt werden - sonst kann es sein, dass es Wellen wirft (durch die Stellen an denen es zusammengepresst wird durch die Einbauten) oder klappert ... es gibt Laminat das schon ne weiche Trennschicht nach unten hat - das ist dann aber keine 2 mm dick. 2mm Laminat ist halt auch sehr Bruchemfindlich falls mal ein Topf drauffällt ... Vinyllaminat geht natürlich auch gut - ist aber auch gleichzeitig ne Dampfsperre (wäre nicht so meins).

    Gruß, Jörg

  • Moin,

    Ich möchte ja keine schlechten Ratschläge geben...vielleicht habe ich was überlesen.

    Wer weiß denn wie das Wohnmobil einmal ausgesehen hat?

    Meine Camper würden beim TÜV noch nie auf "Wohnmobil" kontrolliert. Das steht im Fahrzeuschein und das Fahrzeug sieht danach aus. Die eingebauten Sachen sollten einfach gut eingebaut sein. Wenn ich das nicht selber kann, hole ich jemanden da zu.

    Ich habe PVC auf den Holzboden gelegt. Laminat ist mir als Holzwurm zu flatterig, Massivholz zu riskant. Wenn der Wasser zieht ;(

    Der Deutsche fährt nicht wie andere Menschen, er fährt um Recht zu haben.

    (Kurt Tucholsky)

    4 Mal editiert, zuletzt von TwinPeaks (22. März 2025 um 17:21)

  • Moin,

    Ich möchte ja keine schlechten Ratschläge geben...vielleicht habe ich was überlesen.

    Wer weiß denn wie das Wohnmobil einmal ausgesehen hat?

    Meine Camper würden beim TÜV noch nie auf "Wohnmobil" kontrolliert. Das steht im Fahrzeuschein und das Fahrzeug sieht danach aus. Die eingebauten Sachen sollten einfach gut eingebaut sein. Wenn ich das nicht selber kann, hole ich jemanden da zu.

    Ich habe PVC auf den Holzboden gelegt. Laminat ist mir als Holzwurm zu flatterig, Massivholz zu riskant. Wenn der Wasser zieht ;(

    Meins wurde seinerzeit fotographisch dokumentiert