Hallo liebes Forum,
fahre seit jetzt über 10 Jahren meinen geliebten roten T4 Transporter mit dem 2.5 TDI ACV.
Habe den Wagen damals von einem Freund übernommen, der den Wagen 1997 neu gekauft hatte.
Der Wagen wird und wurde eigentlich immer Langstrecke gefahren und hat inzwischen stolze 450tkm auf der Uhr.
Seitdem ich den Wagen habe wird er fast nur für Urlaubsfahrten genutzt (Ist zum Camper umgebaut). So sind in meinem Besitz nur ca. 60-70tkm zusammen gekommen.
So wie viele von euch betrachte ich aber das Fahrzeug als mein Hobby. Hege und pflege ihn und habe es über die Jahre durch ständige Verbesserungen und Reparaturen dazu gebracht, dass ein Außenstehender Laie kaum den Unterschied zu einem Neuwagen sehen würde.
Auch technisch ist er 1a. Fast alle Verschleißteile, außerhalb des Motors, habe ich inzwischen erneuert. Ich möchte ihn gerne so lange es geht behalten.
Der Motor hat Kraft wie eh und jeh, verbraucht kaum messbar öl, manchmal schaffe ich Verbräuche von <6 Litern. Klingt und fährt super.
Jetzt zum Problem:
Die Werte der Leerlaufruhereglung machen mich leider wahnsinnig.
Als ich den Wagen vor über 10 Jahren übernommen habe, waren die Werte (Wenn ich mich noch richtig erinnere) zunächst recht unauffällig, wurden dann aber irgendwann etwas schlechter.
Anfangs dachte ich noch: Na klar! Das liegt bestimmt an den alten Düsen. Die kann man ja mal machen.
Also schickte ich die Düsen vor 6 Jahren zu Dieselsend und lies sie mit neuen Firad Düsenspitzen bestücken.
Daraufhin änderte sich zwar das "Bild" der Leerlaufruheregelung, aber es war nicht wirklich gut.
Einzelne Zylinder wurden schon damals mit Werten <-1mg/h angezeigt.
Damals habe ich auch die Kompression gemessen. Das Ergebnis im Kalten war unauffällig.
Habe die Düsen nochmal prüfen lasse und in der Reihenfolge, anders verbaut. Keine große Veränderung.
Grundsätzlich sind bei mir alle angezeigten Werte (Zylinder 1,2,4,5) immer negativ.
Zylinder 3 scheint also irgendwie Superkräfte zu haben und ist mit Abstand der Stärkste.
Mit der Zeit verschlechterten sich die Werte allmählich weiter, bis sie im letzten Jahr ungefähr so aussahen: -1,25, -0,66, -1,05, -1,62
Damit wollte ich mich dann nicht mehr zufrieden geben. Da ich sowieso wieder den Zahnriemen wechseln musste, habe ich die Einspritzpumpe, bei einem auf Motorentechnik und Dieseltechnik spezialisierten Unternehmen, abdichten und überholen lassen.
Die Pumpe kam anfangs auf einen Prüfstand wo festgestellt wurde, dass der Innendruck am unteren Ende der Toleranz läge. Da die Pumpe auch neu abgedichtet werden sollte, wurde sie zerlegt und neu montiert. Auch verschlissene Innenteile sollten ersetzt werden, sollte hierbei was gefunden werden. Anscheinend war aber alles i.o.. Die Pumpe wurde wieder montiert (ohne neue Teile) und es wurde ein neuer Druckregler (am Rücklauf, für den Innendruck) verbaut.
Danach ging die Pumpe wieder auf den Prüfstand und wurde eingestellt. Ich habe kein Protokoll gesehen aber auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass nun alle Werte innerhalb der Toleranz liegen würden.
Motiviert baute ich mein Gates Zahnriemenkit ein, montierte einen neuen Corteco Schwingungsdämpfer, verbaute neue INA Hydrostößel, neue Wellendichtringe, neue Rollen für den Keilrippenriemen und startete den Motor.
Ergebnis nach dem Einstellen des FB und längerer Probefahrt: -1,9, -0,94, -1,72, -2,3.
Na toll. Ergebnis nochmal schlechter. ![]()
Also habe ich gestern Abend nochmal die Düsen von Zylinder 1 und 3 untereinander getauscht. Also eine Düse des (laut Werten) schwachen Zylinders gegen die des Stärksten.
Wieder gab es keine große Veränderung. An den Düsen liegt es somit, anscheinend, nicht.
Kann mir aber auch nicht vorstellen, dass es der Motor selber ist. Als ich die Nockenwelle und die Lagerböcke vor ein paar Tagen in der Hand hatte: Da ist nirgends (für mich) erkennbarer Verschleiß. Trotz der hohen Laufleistung. Der Motor wurde eben, auch vom Vorbesitzer, sehr gepflegt.
Und warum sollten dann alle Zylinder verschlissen sein und nur Zylinder 3 hat allem getrotzt und ist viel besser dran als die Anderen? Bei der Kompressionsmessung (vor 6 Jahren) konnte ich keine großen Unterschiede sehen...
Kann es sein, dass es immer noch die Pumpe ist? Ist es möglich, dass sie auf dem Prüfstand gut läuft aber mit montiertem, gespanntem Riemen auf die Welle eine radiale Kraft bekommt, sodass sie dann plötzlich ungleichmäßig einspritzt?
Hab gestern noch den G28 geputzt, den NHG gemessen (115Ohm). Achja, das ZMS ist auch vor ein paar Jahren neu gekommen. Ohne Keilrippenriemen laufen lassen bringt auch keine Änderung.
Der NHG ist ja recht hochohmig und der Förderbeginn springt, beim Einstellen, relativ stark. (um ca. 10-15 Einheiten). Kann ein schlechter NHG sich auf die Leerlaufruheregelung so auswirken?
Ich bin mit meinem Latein jetzt echt am Ende. Könnte jetzt nochmal eine andere ESP verbauen aber das ist auch ein ganz schöner Aufwand. Oder ich muss einsehen, dass die Motormechanik/Ventile doch irgendwas hat.
Gleich werde ich nochmal den Geberring durch das Loch vom G28 begutachten. Aber das ist dann auch mehr eine Verzweifelungstat.
Bin also für jede weitere gute Idee wirklich dankbar.
Vielen Dank und schönes Wochenende euch ![]()
Gregor