Umbau T4 Multivan Zweitbatterie Ladebooster Solar Wohnraumstrom

Bitte bei Problemen mit dem Forum das Endgerät und Version angeben!
  • Liebes Forum,

    dies ist mein erster Beitrag, also seid etwas gnädig mit mir.

    Ich bin seid kurzem Besitzer eines T4 Multivan 2,5 TDI Erstzulassung 2003.

    Der Bus soll Stück für Stück umgebaut werden um damit zu campen und auch autark stehen zu können.

    Aktuell verbaut ist: Trennrelais ab Werk, Zweitbatterie Exide EB740 12V, 2x12V Stecker im Fahrgastraum.

    Zur Campingnutzung ist aktuell geplant:

    - Stromversorgung über Zweitbatterie unter dem Fahrersitz, laden der Batterie über die LiMa und perspektivisch auch PV-Anlage.

    - Darüber betreiben eines Spannungswandlers für Wasserkocher, (ggf. Kochfeld), Kühlbox, Kaffemaschine, Laptop etc.

    - ggf. auch Nutzung von Landstrom, ich würde das Ganze aber primär davon unabhängig planen wollen.

    Ich habe mich nun recht viel recherchiert und da ich absoluter Stromlaie bin wende ich mich hier ans Forum.

    Meine Überlegung bisher war:

    - Ladebooster statt Trennrelais für effektives Laden der Zweitbatterie

    - Wechsel der Zweitbatterie für eine passende LiFePo-Batterie und Betreiben eines 24V Netzes im Fahrgastraum (habe gelesen, dass dies vorteilhaft ist ggü. 12V bzgl Stromstärke, Kabeldurchmesser etc.)

    - Spannungswandler 220V mit 3000 oder 4000W


    Offene Fragen für mich:

    1) Ist es möglich/sinnvoll über die 12V Starterbatterie und LiMa eine 24V-Batterie über einen entsprechenden Ladebooster verbinden? Oder machen 2 verschiedene Spannungen der Batterien das System zu komplex?

    2) Was muss ich beachten wenn dort später PV-Strom eingespeist werden soll bzw. brauche da am sinnvollsten schon einen speziellen Booster?

    3) Gibt es Sinus-Spannungswandler, die ich über das aktuelle 12V-Netz betreiben kann, der aber auch langfristig an der 24V Batterie betrieben werden kann?

    Vielen Dank schon Mal im Voraus, fehlende Infos reiche ich gerne nach! :)

  • Hallo nankir,

    für welche Anwendungsfälle brauchst du einen 230 V - Wechselrichter? (Was soll wie oft und wie lange dran betrieben werden?)

    - Ladebooster statt Trennrelais für effektives Laden der Zweitbatterie

    Du kannst die Zweitbatterie (vor allem wenn es noch keine LiFePo, sondern eine konventionell Bleibatterie ist - aber auch mit LiFePo bis ca 100Ah Kapazität (etwas mehr passt auch noch) problemlos mit einem Trennrelais laden - den Booster brauchst du nur in ganz bestimmten Anwendungsfällen / Fahrprofilen. Schau dir dazu gerne mal diesen Beitrag an und entscheide dann, ob der Ladebooster überhaupt Sinn macht:

    hemisoft
    24. Januar 2022 um 09:01

    1) Ist es möglich/sinnvoll über die 12V Starterbatterie und LiMa eine 24V-Batterie über einen entsprechenden Ladebooster verbinden? Oder machen 2 verschiedene Spannungen der Batterien das System zu komplex?

    Das ist extrem aufwändig und fehleranfällig - vor allem was eine ggf später mal notwendige Fehlersuche oder Umbau/Erweiterung des Bordnetzes betrifft. Mein Tipp: mach es (2 Spannungen im Bordnetz bzw 2 getrennte Bordnetze) nicht, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Ein eigenes 24V Bordnetz macht nur Sinn, wenn es weiter verzweigt ist oder immens hohe Leistungen transportieren muss. Wenn du nur zwischen einem Wechselrichter und der Zweitbatterie eine Verbindung mit hoher Leistung hast, dann geht das auch mit 12V und entsprechend dicken Leitungen.

    3) Gibt es Sinus-Spannungswandler, die ich über das aktuelle 12V-Netz betreiben kann, der aber auch langfristig an der 24V Batterie betrieben werden kann?

    Bestimmt gibt es so was - aber brauchst du das überhaupt? - Siehe meine Eingangsfrage.

    Gruß, Jörg

  • - Darüber betreiben eines Spannungswandlers für Wasserkocher, (ggf. Kochfeld), Kühlbox, Kaffemaschine, Laptop etc.


    Diese Anhäufung von Stromfressern ist nur dann sinnvoll, wenn Du praktisch Vollzeit an Landstrom hängen kannst und willst - oder einen Diesel-Generator dabei hast.
    Für den Betrieb aus Batterien - egal ob Blei o. Lithium, egal, ob 12V o. 24V - ist das Unsinn.

    Für mobilen Batteriebetrieb lautet die eigentlich Frage: Was brauche ich WIRKLICH an elektrischen Verbrauchern - und wie kann ich deren Strombedarf maximal minimieren.

    Erst danach macht man dann die Installationsplanung.

  • Stimme den Vorrednern vollumfänglich zu.

    Um herauszufinden, was Du wirklich brauchst:

    • wie ist Dein typisches Bewegungsprofil? Wie lange stehst Du an einem Ort? Wie oft hast Du Landstrom zur Verfügung? In Kombination mit Deinem typischen Tagesverbrauch an Strom ergibt sich daraus die nötige Batteriekapazität.
    • brauchst Du wirklich einen Frequenzrichter? Ich würde es in der ersten Ausbaustufe ohne probieren und schauen, ob es wirklich zu starke Einschränkungen verursacht. Vieles kann über 12V oder USB betrieben werden (Kühlschrank, Laptop, Ladegeräte)

    Liebe Grüße

    Roland

  • Zur Campingnutzung ist aktuell geplant:

    - Stromversorgung über Zweitbatterie unter dem Fahrersitz, laden der Batterie über die LiMa und perspektivisch auch PV-Anlage.

    Das klingt absolut sinnig! Unter dem Fahrersitz ist der Platz aber natürlich begrenzt, aber einige Ah haben da schon Platz.

    Darüber betreiben eines Spannungswandlers für Wasserkocher, (ggf. Kochfeld), Kühlbox, Kaffemaschine, Laptop etc.

    Wasserkocher ist ein enormer Stromfresser, da wird keine Batterie lange halten. Kochfeld ist genauso krass, da ist bei noch so großer PV nach einem Tag Ende.

    Kühlbox, Kaffeemaschine, Laptop kann alles pber 12 V betrieben werden.

    - ggf. auch Nutzung von Landstrom, ich würde das Ganze aber primär davon unabhängig planen wollen.

    Deine Überlegungen schreien nach Landstrom! ;)

    Wie die anderen auch schon schrieben, ist eine 24V-Anlage neben der 12V kompliziert und bringt nicht wirklich nennenswerte Vorteile. Wenn Du ohne Gas auskommen möchtest, dann bist Du entweder bei Landstrom oder Du brauchst einiges an Batteriekapazität und eine extrem starke PV.

    Ein guter Gaskocher kostet keine 50 Tacken und Du sparst Dir hunderte Euro fpr die Elektrolösung ;)

  • Also Wasserkocher funktioniert auch problemlos ein Treffenwochenende und länger autark ohne Landstrom mit einer 100Ah LiFePO4. Und nur 50W PV (waren 100 kommen nur noch 50 raus)

    Verabschiedet euch doch mal von alten Vorstellungen, was Energiekapazität betrifft.

    Mit einer 300Ah Batterie sollte auch elektrisch kochen drin sein, wenn man nach wenigen Tagen weiter fährt oder viel Solar hat.

    🏳️‍🌈

    Solange alle Beteiligten damit Einverstanden und zurechnungsfähig sind, sollen sie doch machen, was sie wollen!

    Danke und Gruß

    Mein Bus Umbauthread

  • Mit einer 300Ah Batterie sollte auch elektrisch kochen drin sein, wenn man nach wenigen Tagen weiter fährt oder viel Solar hat.

    Da bin ich bei dir - würde aber den Weg zu ner separaten 24V - Anlage dennoch nicht gehen bzw empfehlen. Das ist nicht notwendig.

    Die notwendigen Ströme lassen sich im Bus (kurze Leitungswege) auch mit 12V handhaben und man braucht den zusätzlichen Aufwand (was Anzahl Batterien, PV-Regler, Ladetechnik, Systemmonitoring und Stromverteilung betrifft nicht). Das kostet alles nicht nur Geld, sondern auch Platz und Zuladung - und beides ist irgendwann im Bus knapp. Vor allem besteht später auch immer die Gefahr, dass man mal die 12V und 24V Leitungen versehentlich zusammenbringt - ob man das selbst ist, ne Werkstatt oder ein Nachnutzer ...

    Gruß, Jörg

  • Vielen Dank für euer zahlreiches Feedback.

    Bewegungsmuster: 2-4 Nächte Standzeiten, dazwischen Fahrten zwischen 100-500 km.

    Für die erste Stufe geht es erstmal darum Kühlbox, Handys, Licht, Laptop zu laden.

    - Also Kombination so wie ab Werk verbaut macht erstmal Sinn, ggf. Nachrüstung Ladebooster. Diesen Sommer bleibt die verbaute Batterie drin, ich hatte gedacht bei PV dann eine LiFePo-Batterie mit möglichst großer Kapazität, wahrscheinlich dann um die 100 Ah unter dem Sitz zu verbauen.

    - Umbau auf 24V Wohnstrom erscheint nicht sinnvoll

    - sinnvoll ist es möglichst alle Verbraucher auf 12V laufen lassen, da effizienter als Stromwandler immer mitzubetreiben

    - ich komme bei einem Verbrauchsrechner von Camperpedia auf maximal 50 Ah/Tag

    - perspektivisch soll eine Heckküchenkonstruktion eingebaut werden, so wie ich hier jetzt lese ist Kochen/Wasser kochen elektrisch sehr aufwändig und lässt sich mit Gas einfacher realisieren. Gekocht wird ohnehin soweit wie möglich außerhalb des Busses bzw. Am Heck.

    Für mich ginge es dann erstmal darum einen Spannungswandler anzuschließen für normale Verbraucher wie Kamera, Laptop die nicht über USB zu laden sind oder ein spezielles Netzteil haben.

    Wenn dort jetzt weder Kochfeld, noch Wasserkocher angeschlossen werden, reicht ein Inselwechselrichter mit 1500W Dauer- und 3000W Spitzenleistung sicherlich aus oder?

    Muss beim Einbau etwas spezielles beachtet werden? So wie ich es verstehe klemme ich ihn einfach an die Batterie.

    Gibt es außerdem etwas zu beachten wenn dort mittelfristig eine neue Batterie, PV-Wechselrichter und eine PV-Anlage angeschlossen werden sollen?

    Braucht es einen Tiefentladeschutz an der Zweitbatterie?

    Danke für eure Hilfe :)

  • Wir haben eine 280AH LiFePo Bordbatterie und einen 1500W Wechselrichter. Wir kochen damit auch. Auch nutzen wir die Steckdosen für Toaster etc. Aber das macht nur alles Sinn, wenn das restliche Setup passt. Da sind wir auch noch am experimentieren. Wir haben 300W Solar. 150 fest auf dem Dach, 150 als Koffer. So holst du relativ viel Energie wieder rein. Aber Wetter muss passen. Zudem stehen wir meist nur 2-3 Tage und fahren dann auch wieder. Da kommt der Ladebooster ins Spiel. Und natürlich hast du ja an Stellplätzen bzw. Campingplätzen oft den Landstrom im Preis inbegriffen. Da laden wir über Landstrom die Batterie auch wieder. Gibt ja mittlerweile Kombigeräte ( unseres ist von Ective ). Aber bedenke, der ganze Spaß kostet richtig Geld. Gerade bei den Wechselrichtern.

    Gruß Tony

  • Bewegungsmuster: 2-4 Nächte Standzeiten, dazwischen Fahrten zwischen 100-500 km.

    ...

    ich komme bei einem Verbrauchsrechner von Camperpedia auf maximal 50 Ah/Tag


    Dann hast Du also Strom für einen Nacht - und die 1-3 weiteren Tage bleibt die Kühlbox aus.

  • Für mich ginge es dann erstmal darum einen Spannungswandler anzuschließen für normale Verbraucher wie Kamera, Laptop die nicht über USB zu laden sind oder ein spezielles Netzteil haben.

    Eigentlich geht mittlerweile alles via USB, wenn die Ladebuchsen dafür ausgelegt sind und ausreichend Ampere liefern. Auch der Laptop regelt ja wieder runter auf 12 V. - Wechselrichter habe ich gerade erst verbaut, wofür wir den aber überhaupt brauchen, wissen wir noch nicht genau.

    Wenn dort jetzt weder Kochfeld, noch Wasserkocher angeschlossen werden, reicht ein Inselwechselrichter mit 1500W Dauer- und 3000W Spitzenleistung sicherlich aus oder?

    1500W sind schon ordentlich viel ;)

    Muss beim Einbau etwas spezielles beachtet werden? So wie ich es verstehe klemme ich ihn einfach an die Batterie.

    Kabeldurchmesser und Erdung sind wichtig! Hier steht schon eine ganze Mange dazu: Angebot Aldi Spannungswandler, 1000W, reine Sinus von 429 auf 99 Eur - Seite 7 - Auktionen / ext. Angebote - T4Forum.de

    Gibt es außerdem etwas zu beachten wenn dort mittelfristig eine neue Batterie, PV-Wechselrichter und eine PV-Anlage angeschlossen werden sollen?

    Kommt auf die Batterie an. PV-Wechselrichter, wenn Du schon einen drin hast? PV-Anlage kann getrennt betrachtet werden, der Regler muss halt zur Batterie passen, die modernen haben damit aber in aller Regel keine Probleme und lassen sich umschalten oder erkennen automatisch.

  • Hallo und frohe Ostern! :)

    Ich versuche mal an diesen Thread anzuknüpfen, um keinen neuen zu eröffnen. Es geht wieder um das Thema Ausbau Zweitbatterie und Ladebooster.

    Ich habe mich viel belesen und bin gerade dabei folgendes umsetzen zu wollen:

    - 100 Ah LiFePO4 Batterie als Ersatz für die nicht mehr funktionale 75 Ah Blei-Zweitbatterie, später eine zweite baugleiche 100 Ah unter den Beifahrersitz

    - dafür Einbau eines Ladeboosters, um die Ladeströme bei leerer Zweitbatterie regulieren zu können (ich weiß, dazu gibt es verschiedene Meinungen ob nötig oder nicht) und Ausbau des werksseitigen Batterietrennrelais

    - Austausch des 6 mm2 Kabels von Starter- zu Zweitbatterie für höhere Ströme (max. 40A Dauerstrom)


    Jetzt bin ich nach Ausbau des Fahrersitzes und der alten Zweitbatterie auf folgende "Probleme" gestoßen:

    1) das Kabel von Starter- zu Zweitbatterie läuft nicht wie in einschlägigen Ausbaueinleitungen, Videos etc. unter dem Teppich im Kabelkanal Richtung Armatur sondern verschwindet direkt in der Karosserie. Ich kann nicht ausmachen, ob Zugang von unter dem Fahrzeug möglich ist. Im Kabelkanal läuft aktuell D+ und die Verkabelung der Sitzheizung

    2) das verlegte Kabel erscheint mir für 6 mm2 recht dick (4,4 mm Durchmesser (s. Foto) bevor es ins Trennrelais J7 geht, danach 4,0 mm Durchmesser. Von der Starterbatterie kommend hat das Kabel, wenn ich es richtig ausgemacht habe 6,4 mm Durchmesser. Es ist das einzige Pluskabel das sichtbar und direkt in den Kabelkanal Richtung Spritzwand geht

    Kann es sein, dass in dem Modell BJ 2003 dickere Fahrzeugleitungen zur Zweitbatterie verbaut wurden? Wenn es bereits 10 mm2 sind und zusätzlich der Zugang so erschwert ist, wäre es vielleicht sinnvoller das vorhandene Kabel zu nutzen statt komplett neu zu verlegen?

    Ich bin für jeden Input und Einschätzung der verlegten Kabel dankbar. Ich hoffe die Fotos helfen beim Verständnis!