Gestrandet in Nordspanien - Ideen zur Selbsthilfe?

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  • Nussfjord vielen Dank für den Tipp mit Bodo, ich werde ihn zeitnah kontaktieren.

    Es ist also deiner Meinung nach unwahrscheinlich, dass „einfach nur“ der Akku defekt war, weil er zuvor zu stark entladen wurde?


    Das aktuell verbaute Ladegerät ist ebenfalls von Fraron. Auch wenn ich keine Typennummer herausfinden kann… Auf der Rechnung der Werkstatt, die uns das Ladegerät 2020 eingebaut hat, steht nur „Westfalia Austauschkit 12V / 20 Ampere“.

    Da bleibt wir wohl nichts anderes übrig, als diese Werkstatt (Cartec in Köln Poll) nochmal aufzusuchen und zu bitten, dass sie die Funktion des Ladegeräts überprüfen.

    Ich hab das gleiche Ladegerät und da hört man auch den Lüfter relativ laut wenn es mit 20A lädt, das nervt mich auch ziemlich. Das war mir der leeren GelBatterie bei mir auch schon so, wenn es im Bus warm war. Das Ladegerät muss über die Schalter an der Seite ggf. noch für die neue Batterie (LiFePo4?) umgestellt werden. Wie genau sollte in der Anleitung vom Ladegerät stehen. Das aber nur am Rande und hat nix mit dem Lüfter zu tun.

  • Es ist also deiner Meinung nach unwahrscheinlich, dass „einfach nur“ der Akku defekt war, weil er zuvor zu stark entladen wurde?

    Natürlich nicht. Es ist nichtmal gesagt, dass die alte Batterie wirklich defekt ist. Klar hat sie gelitten, aber dürfte immer noch funktionieren.

    Und eine defekte Batterie führt nicht zu den Problemen. Umgekehrt: die Probleme führen zu einer defekten Batterie! Oder auch zu einem defekten Ladegerät?

  • Ich habe heute Morgen das dritte Mal die Batterie prüfen lassen. Einmal vor dem Urlaub in einer Oldtimer Werkstatt auf der Route, einmal in Spanien vom „ADAC“ und jetzt nochmal in der Werkstatt, die den Anlasser getauscht hat. Jedes Mal die gleiche Aussage: „Die ist hinüber“.

    Gleichzeitig funktionieren Wasserpumpe und Licht einwandfrei, wenn sie dran ist, nur die Kühlbox macht Probleme. Wie soll ich sie denn noch prüfen, wenn nicht in einem Fachbetrieb? || Und wie herausfinden, ob mit dem Ladegerät etwas nicht stimmt? Es ist immerhin „nur“ fünf Jahre alt.

    Okay, ich sehe es ein. Ich werde das Problem aus der Hand geben müssen. Ich weiß nicht mehr wo oben und unten ist.. :/

  • Ich hab das Teil hier. Allerdings hab ich die Gelbatterie bereits ausgebaut im Keller liegen. Im Ruhezustand werden mir 12,39V angezeigt. Für alle weiteren Werte müsste ich sie wieder einbauen. Herzlichen Glückwunsch, mein Mann bringt mich um ^^

  • Ne, eher „Kannst du mir diesen Hinkelstein von Batterie wieder in die Grube wuchten, von dem ich dir seit drei Wochen erzähle, dass er kaputt ist?“ :D

    Mal sehen, alleine schaffe ich das auf jeden Fall nicht. Das Ladegerät ausbauen und Spannung messen (ich komme sonst nicht an den Ausgang) habe ich mir aber für morgen vorgenommen… vielleicht kommt da ja schon irgendwas absurdes raus..

  • Also bist du jetzt in der "Zivilisation"?

    12,39V hören sich erstmal gut an.

    Ich hab jetzt nicht alle Details dieses Threads im Kopfm, aber zu prüfen wäre:

    - Spannung an der Batteire mit Ladegerät und Landstrom

    - Spannung an der Batterie via Lima

    (aber wurde sicher schon irgendwo gesagt...)

  • Wem mache ich hier was vor, eine gute Nachtschicht hat noch niemandem geschadet und morgen früh hab ich auch nicht mehr Ruhe. War gerade nochmal kurz am Bus :D

    Ich habe jetzt das vermessen, was ich schnell herausfinden konnte. (Da die alte Gelbatterie aktuell im Keller steht, wird das ein Projekt für die nächsten Tage.)

    Die Spannung der neuen Lifepo4 liegt im Ruhezustand bei 13,28V. Wenn das Ladegerät läuft, messe ich an den Polen 13,5V, ca. fünf Minuten später 13,6V.

    Das Ladegerät habe ich aktuell folgendermaßen eingestellt: Batterietyp: AGM, : 13,2V (kleiner geht nicht).

    Das ist jetzt erst mal nicht GANZ schlecht, oder? Müsste es nicht leicht höher sein?
    Mit Lichtmaschine kann ich erst morgen messen, da mache ich jetzt sonst alle wach :rolleyes:

  • Nach deiner Aussage ob des Schwefelgeruches dachte ich erst an einen Plattenschluss/Zellenschluss, der bei Gel eher nicht vorkommt, aber sich da auch Schlamm am Boden ansammeln kann. Dann hätte deine Gelbatterie aber 12,xx-2.4 V, also etwa 10.xx V. OK bei Gel ein wenig mehr. Aber das trifft bei deiner Gelbatterie nicht zu, da du ja die volle Spannung drauf hast. Somit ist sie mechanisch noch in Ordnung. Chemisch gesehen kann sie aber tot sein, was bedeutet, dass die Bleiplatten, welche ja die reaktive Oberflächen der Batterie sind, mit Sulfatkristallen zugesetzt sind. Dann liefert sie die Leistung nicht mehr, bei Plattenschluss gilt sie eben als eine 10.xx V-Batterie, und wird dann mit 13.7 V vom Lader deutlich überladen.

    Das passiert aber auch nur, wenn sie öfters tiefentladen wurde. Der Duft des Eau de Vulkan kam daher eher wirklich davon, dass sie überladen wurde, und überkochte. Daher kann es wirklich am Ladegerät gelegen haben.

    Es kann sein, dass zwar der Lader durch einen von Fraron ersetzt wurde, aber der Temperatursensor an der Batterie noch vom alten Lader ist (nicht kompatibel zum Fraronlader?), oder der Lader wirklich einen weg hat. Zweiteres glaube ich eher nicht.

    Leider kenne ich die Temperaturkennlinien der zwei Thermosensoren nicht, weiss auch nicht, was der Lader annimmt, wenn der Temperatursensor gar nicht angeschlossen ist, oder einen Kabelbruch/Kurzschluss hat.

    Aber dieses Thema werfe ich jetzt mal in den Raum.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

    2 Mal editiert, zuletzt von thommi (23. August 2025 um 23:47) aus folgendem Grund: Rechtschraipfäler ausgemerzt

  • Wow, hier überschlagen sich die Ereignisse und es passt witzigerweise genau zu deiner Theorie, thommi:

    Als ich gerade das Ladegerät ausgebaut habe, um an den Ausgang zu kommen, hat es immer wieder ausgesetzt. Nachdem ich alle Kabel geprüft habe, habe ich festgestellt, dass das Kabel vom Temperatursensor diesen Wackelkontakt verursacht. Ich habe es herausgezogen (ist ja bei lifepo4 eh Wurscht, oder?) und das Gerät läuft normal. Könnte es also eventuell sein, dass das Ladegerät aufgrund des wackeligen Temperatursensorkabels die alte Batterie gebraten hat??? 8| fühle mich wie Inspektor Poirot und Miss Marple in einem..

  • fühle mich wie Inspektor Poirot und Miss Marple in einem..

    :iek: AAAArghhh, ich hasse die, weil die dauernd das Krimrverseuchte TV-Programm noch schlimmer machen, obwohl ich sie vorher mochte. Aber nicht als Dauerfeuer.

    Nichts für ungut :kuschel:war nur eine natürliche Reaktion :D

    Ja, kann tatsächlich der Grund sein. Ob es bei LFP wurscht ist, kann ich dir nicht sagen. Im Prinzip ja, was die Ladekennlinie betrifft. Ob es bei LFP-Einstellung die Ladung bei <0 °C verhindert, weiss ich nicht, sollte dann aber das in der LFP eingebaute BMS (Batteriemanagementsystem) verhindern.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

  • Mein Tipp: Fahr bei Gelegenheit nach Rüthen zum TCA965 . Der kennt sich super mit dem CE aus (hat glaube ich den CE vom Kressman auch in Schwung gebracht, wenn ich mich recht erinnere), hat mir seinerzeit auch alles gemacht an meinem CE. Ist nen Netter, kennt ALLES beim T4, ist zuverlässig und macht sogar faire Preise. Hat alles. „Hand und Fuß“, was der macht, der pfuscht nicht!

    Dann haste endlich Ruhe (dein Mann auch)🤗

  • Falls Du Dich aus lauter langer Weile mit der Gel-Batterie beschäftigen möchtest ... so kannst Du sie selber prüfen (ohne sie einbauen zu müssen):

    - Batterie voll laden ... Spannung merken ... 12h stehen lassen ... Spannung merken.
    - großen, bekannten Verbraucher anschließen (z.B. Scheinwerferbirne mit 55W ... oder zwei mit 110W)
    - Uhrzeit des Einschaltens merken
    - solange leuchten lassen, bis die Spannung auf 11,8V abgefallen iat
    - verflossene Zeit ausrechnen und Verbrauch ausrechnen

    Einmal editiert, zuletzt von yellowone (24. August 2025 um 11:28)

  • fühle mich wie Inspektor Poirot und Miss Marple in einem..

    Sorry, die haben nachgedacht und erst was unternommen wenn sie sicher waren.

    Ich habe heute Morgen das dritte Mal die Batterie prüfen lassen. Einmal vor dem Urlaub in einer Oldtimer Werkstatt auf der Route, einmal in Spanien vom „ADAC“ und jetzt nochmal in der Werkstatt, die den Anlasser getauscht hat. Jedes Mal die gleiche Aussage: „Die ist hinüber“.

    Von welchem Akku schreiben wir? Ich dachte in Spanien ging es um den Starter Akku (wg Anlasser)

    Mal sehen, alleine schaffe ich das auf jeden Fall nicht. Das Ladegerät ausbauen und Spannung messen (ich komme sonst nicht an den Ausgang) habe ich mir aber für morgen vorgenommen… vielleicht kommt da ja schon irgendwas absurdes raus..

    Bist Du sicher dass das Fraron LG ohne Akku betrieben werden kann ohne Schäden zu verursachen?

    dass das Kabel vom Temperatursensor diesen Wackelkontakt verursacht. Ich habe es herausgezogen (ist ja bei lifepo4 eh Wurscht, oder?)

    Du weißt nicht ob der Temperatursensor notwendig ist und entfernst ihn einfach?

    Ich klinke mich hier jetzt aus, bei LiFePO4 und Fraron kenne ich mich nicht aus
    und (elektrisch) original ist bei dem CE so gut wie nichts mehr.

    Nur noch ein Hinweis:
    Wenn ein elektrisches Gerät nach dagegenklopfen wieder funktioniert .................

    ............. ist es nicht repariert
    ............. ist es ein dringendes Anzeichen den Fehler zu suchen und zu beheben.

  • Sorry, die haben nachgedacht und erst was unternommen wenn sie sicher waren.

    Du, ich verstehe die unnötige Süffisanz und das von Oben-Herab hier nicht. Eigentlich habe ich die Kultur im Forum immer anders wahrgenommen. Von mir war das eigentlich nur als humorvoller Kommentar gemeint und wollte mich selber nicht so ernst nehmen.

    Von welchem Akku schreiben wir? Ich dachte in Spanien ging es um den Starter Akku (wg Anlasser)

    Ich spreche an dieser Stelle NICHT vom Starter Akku. Dass der hier keine Rolle spielt, habe ich wohl verstanden.

    Du weißt nicht ob der Temperatursensor notwendig ist und entfernst ihn einfach?

    Ich bin mir ziemlich sicher. Aber ich halte mich nicht für unfehlbar. ;)

    Bist Du sicher dass das Fraron LG ohne Akku betrieben werden kann ohne Schäden zu verursachen?

    Nein, aber hab ich da irgendwas von gesagt? Ich habe gesagt, dass ich die Spannung am Ausgang des Ladegeräts messen will sowie an den Polen. Damit möchte ich herausfinden, ob auf dem Weg irgendwo was verloren geht, das halte ich für eine sinnvolle Herangehensweise.

  • Try and error ist eine durchaus nachvollziehbare und auch gängige Reparaturmethode von Laien, auch schon in Zeiten vor Foren.

    Kann gut gehen, kann aber auch richtig teuer werden. Man darf gespannt sein.

  • Die technisch wichtigen Funktionen des Temperatursensors sollte bei einer vernünftigen LiFePo das integrierte Batteriemanagementsystem übernehmen (Trennen von Be- und Entladung, wenn bestimmte Temperaturen über- oder unterschritten werden). Es kann aber sein, dass dein Ladegerät ein Signal vom Temperatursensor erwartet und ohne Signal entweder gar nicht, oder nur auf Sparflamme lädt. Beides (Funktionen des BMS der LiFePo und Notwendigkeit des Temperatursensors) sollten in den jeweiligen Anleitungen stehen.

    Ansonsten finde ich es nicht unplausibel, dass der Wackler im Temperatursensor zur Geruchsentwicklung geführt hat. Eigentlich sollte der Ladestrom runtergeregelt werden, wenn's der Batterie zu warm wird (wie zum Beispiel auf dem Campingplatz in der Sonne am Landstrom hängend mit Vollgas am Laden). Wenn das nicht passiert, kann's riechen. Wie du das mit einfachen Mitteln testen kannst, ob die Batterie das überlebt hat, wurde oben ja schon schön geschrieben. Oder du gibst sie einfach in die Entsorgung weil du eh einen Nachfolger hast und sitzt in der Zeit lieber was in der Sonne und liest ein Buch :)

    Um einer Reparatur von E153 wirst du aber scheinbar nicht drum rum kommen, zumindest wenn du die bestehende Camping-Elektrik des CE weiternutzen möchtest. Da hat entweder ein Kabel einen Wackler (das kannst du vielleicht selbst finden und lösen) oder ne Lötstelle ist hinüber (das würde ich dann zu einem Fachmann geben, Platine löten ist kacke wenn man es nicht kann).

    Ich halte trial and error ansonsten für eine durchaus akzeptable Art der Fehlersuche. Zumindest bei 12V, wo jetzt keine unmittelbare Lebensgefahr besteht. Ich wette, die meisten hier, die jetzt ihr Fachwissen netterweise teilen, haben aus ihrem Lernprozess auch schon die eine oder andere Platine auf dem Gewissen und öfters eine gewischt bekommen. Entweder man akzeptiert ein bisschen Verlust auf dem Weg, oder man immer lässt alles von anderen machen und lernt es nie. Ich zumindest hab aber noch nie irgendwas gelernt, ohne unterwegs auszuprobieren und Fehler zu machen.