Eberspächer Airtronic D2 Steuergerät

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  • Hallo,

    Ich habe eine defekte Eberspächer Airtronic D2 (252069) mit einer Moduluhr E111.
    Auf der Moduluhr wird der Fehlercode AF:09 angezeigt.
    Laut der Fehlerliste ist der Fehlercode ein ADR Fehler.
    Ich habe mir Eberspächer telefoniert und erfahren, dass wohl das Steuergerät defekt sein muss, da mein Bulli kein ADR hat bzw. kein Gefahrentransporter ist.
    Die von ihm vorgeschlagene Inoffizielle Lösung PIN 13 auf Masse zu legen hat nicht geholfen.

    Hatte jemand das gleiche Problem und kann bestätigen, dass es am Steuergerät lag?
    Kann ich mein Steuergerät irgendwo reparieren lassen oder es womöglich selbst reparieren, oder muss ein Ersatzteil her?

    Zur Info:

    Vorab hatte ich bereits die gelühkerze + Sieb getauscht, den Lüftermotor und den Kombiführer gecheckt. Die Steuerspannung der Moduluhr liegt auch an, an der Uhr sollte es also auch nicht liegen. Den Wiederstand der Kraftstoffpumpe habe ich gemessen, der ist I.O., die Funktion selbst habe ich aber nicht getestet.
    Das Relais hört man beim Einschalten klicken, sonst passiert aber nichts. Der Lüfter bleibt aus und auch sonst regt sich nichts. Ich wäre dankbar für Tipps und Hinweise!

    LG aus Münster

  • Bestand der Fehler schon immer, bzw hast du die Uhr angeschlossen, und seitdem funktioniert das nicht mehr?

    Hat die Uhr einen 12-poligen Steckanschluss?


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

  • Der Fehler besteht seit Kauf des Bullis,
    habe die Standheizung noch nicht betrieben.
    Ja die Uhr hat einen 12-Pol Stecker.
    Hier der T4 Wiki Eintrag dazu.
    Die Diagnose habe ich wie dort beschrieben durchgeführt sowie auch das Löschen / Entsperren.

    Diagnoseuhr – T4-Wiki
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  • Da sollte zwischen Pin 4 und Masse eine Verbindung bestehen, um das ADR zu deaktivieren.

    Klick

    Ist zwar für die Uhr für Wasserstandheizungen, sollte aber auch für deine Uhr gelten, denn das Pinout ist das selbe, nur das die Pins für den Drehregler unbelegt sind.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von thommi (28. August 2025 um 19:03)

  • Pin 13 auf Minus zu legen war eher kontraproduktiv, denn das erzwingt die ADR-bedingte Abschaltung, wenn ich das in der Reparaturanleitung  Seite 23 richtig verstanden habe. ADR-Abschaltung ist da unglücklich gewählt, denn es stellt sich die Frage, ob die ADR-Abschaltfunktion abgeschaltet (deaktiviert) wird, oder die Heizung wegen der ADR-Funktion abschaltet.

    Lege lieber mal Pin 14 über einen Angstwiderstand mit 1 kOhm auf Masse und versuche es erneut. Pin 13 von der Masse trennen.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

  • Danke für den Tipp, das werde ich versuchen.
    Hier noch ein Plan der aktuellen Verdrahtung (Bild 1).
    Die Verdrahtung weicht z.T. von Schaltplänen ab, die im online gefunden habe (Bild 2), ggf. ist die Verdrahtung auch nicht korrekt?


    Bild 1 - Istverdrahtung

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    Bild 2 - Beispielschaltplan Handbuch

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  • Die Brücke zwischen 3 und 4 an der Uhr brauchst du nicht. Die ist eigentlich für Dauerbetrieb ohne Zündung, was aber schon durch den Schalter zwischen Pin 10 und 11 gegeben ist. An Pin 3 gehört der Thermosensor hin, welcher bei dir an Pin 9 hängt. Der andere Pol des Sensors gehört auf Pin 5.

    Ich finde es übrigens klasse, wie schön du den Schaltplan farblich gekennzeichnet hast. Ist viel übersichtlicher :thumbup:


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

  • Ich frage mich, was der Ursprung der jetzigen Verdrahtung sein könnte.
    Speziell der Steckverbinder für den Thermosensor macht mich stutzig. Die zwei Adern (grau und braun) sind fest verbunden und lassen sich nicht wie die der anderen Stecker tauschen. Die graue Ader führt zur Steuereinheit, als müsse es so. Wirkt also erstmal nicht so, als hätte sich da jemand vertan, ich finde aber keinen Plan der dazu passt.
    Ganz merkwürdig..

  • Meine Vermutung hat sich bestätigt, hab noch folgendes entdeckt für den Raumtemperaturfühler:


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  • Da hast du wieder recht. so weit habe ich in dem Reparaturhandbuch gar nicht runtergescrollt. Der macht auch Sinn, denn er soll ja die Heizung drosseln, dass der Bus nicht zur Sauna wird.

    Ich wähnte den als Aussentemperatursensor, um die Aussentemperatur an der Moduluhr oder ggfs Fernbedienung anzuzeigen. Das gilt für den Sensor 2.15.9.

    Aber was meinst du mit fest verbunden (grau braun)? Kurzgeschlossen ohne Sensor dazwischen?

    Kontrolliere mal in der Störungssuche Seite 26 die angegebenen Werte bei der Störung 061.

    Die Brücke zwischen Pin 3 und 4 kannst du auftrennen, dass du sie später ggfs wieder verbinden kannst, oder ist die sehr kurz? Die brauchst du normalerweise nicht, da du ja den Schalter zwischen Pin 10 und 11 hast, der den selben Zweck erfüllt.

    Hat aber mit dem ADR-Fehler so nichts zu tun, da muss u. U. das Steuergerät wirklich nachgelötet werden, oder es kann auch ausreichen, dass du die ganzen Stecker am Steuergerät mal aussteckst, mit Kontaktspray behandelst, und wieder einsteckst.


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  • Ja ich hatte das auch erst übersehen, in dem Dokument stehen auch einfach sehr viele verschiedene Varianten / Moduluhren etc., da verliert man schnell den Überblick, was für einen relevant ist.

    Mit fest verbunden meinte ich eigentlich nur, dass die Kabel (grau / braun) fest an dem Stecker (S4) hängen. Bei den anderen Steckern lassen sich die einzelnen Verbindungspinne theoretisch herausnehmen, die sind nur eingerastet, bei S4 allerdings nicht, die Verbindung ist fest. Daher könnte ich mir nicht vorstellen, das dies nicht original ist.

    Die Brücke zwischen Pin 3 und 4 kann ich trennen, da sind wie gesagt wie ausrastbaren Pins im Einsatz, das probiere ich noch.
    Mit dem Kontaktspray ist auch noch ne gute Idee, das werde ich auch testen.

    Ich hatte schon versucht das Steuergerät zu öffnen um nach kalten Lötstellen o.Ä. Ausschau zu halten, ich habe es aber nicht auf bekommen, ich glaube es ist geklebt. Oder weiß jemand, wie ich das öffnen kann?

  • Das wäre sehr cool,
    ein Ersatz-Steuergerät ist nämlich Schweine teuer, wenn man überhaupt eins findet..

    Das Reinigen der Kontakte und öffnen der Brücke zwischen Pin3 und Pin4 hat leider nichts verändert. Der Widerstand scheint auch i.O.

  • Hast du mal geschaut, ob AF 09 der einzige Fehler ist? Frage mal Fehler nach der Anleitung Seite 20 gezielt ab, ob da nicht noch mehr vorhanden sind.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

  • Ja das habe ich auch schon versucht, es ist der einzige Fehler.
    Ich denke das Steuergerät ist einfach defekt, so ja auch die Aussage von Eberspächer.

  • Wenn es so antwortet, dann nicht unbedingt. Es gibt da noch eine Möglichkeit, welche nicht unbedingt zuverlässig ist. Steuergerät ausbauen, die Pins mit Streichölzern einigermassen fixieren, und mit dem Lötkolben mit hoher Leistung voll auf die Pins des Steuergerätes draufhalten, bis die Wärmeleitung über die Pins die Lötstellen im Steuergerät zum schmelzen bringt. Das Problem ist, dass du da kein Feedback bekommst, ob die Lötstelle wirklich schmilzt, und die Steckkontakte sehen danach schlimm aus, da das Plastik schmilzt. Ich kann nur sagen, dass das bei den vergossenen Steuergeräten der Wasserheizungen schon funktioniert hat.

    Hattest du dein Steuergerät mal ohne Verbindung zur Heizung in der Hand? Wie hat es sich angefühlt?

    Hat es sich angefühlt, als wäre die Platine innen vergossen, oder fühlte es sich eher so an, als wäre es hohl?

    Mal am Gehäuse klopfen. Ich kenne das Steuergerät nicht, ob es nur im Gehäuse verschraubt ist, oder eben auch vergossen, also in Aspik..

    Hast du eine Möglichkeit, irgendwo mit einem Schraubendreher anzusetzen, um die Dose zu öffnen?

    Es kann dir aber auch passieren, dass du Probleme bei der HU bekommst, da deine Heizung über zehn Jahre alt ist, das solltest du auch mal im Hinterkopf haben.

    Die sind zwar auch in kleinen Räumfahrzeugen, oder in Baumaschinen oft im Winter in Dauerbetrieb, bei Campern, welche mal über Silvester ein paar Tage auf dem Campingplatz sind, nur ab und an mal, aber Eberspächer macht da keinen Unterschied. Die wollen keine Toten, welche durch ihre Heizung gestorben sind,, und da gehen sie bei den alten Heizungen schon ein relativ hohes Risiko ein, Sicherheit auf zehn Jahre zu garantieren.

    Das Risiko dess CO-Eintrages durch eine defekte Dichtung der Brennkammer ist sehr gering, aber möglich, aber Eberspächer möchte das ausschleissen, soweit es irgendwie geht. Die machen da keinen Unterschied, wie lange die Heizung lief.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von thommi (30. August 2025 um 21:26)

  • Ja ich hatte das Steuergerät schon in der Hand und war erst der Meinung es wäre leicht zu öffnen, da es außen vier Halteklips hat. Es scheint aber zusätzlich verklebt zu sein, ich konnte es nämlich trotz gelöster Klips kein Stück öffnen, auch nicht mit Schraubenzieher als Hebel.
    Schrauben sind auch keine zu sehen, die Kabel sind durch einen Gummiartigen Block unterhalb ins Steuergerät eingeführt, da lässt sich leider nirgendwo ein Lötkolben ansetzen. Sehr schade, ich bin immer ein Fan davon Dinge zu reparieren.

    Aber die gute Nachricht: Ich habe jetzt ein günstiges Teilespendergerät für 150€ gefunden mit dem Nachfolgersteuergerät (225101003001). Damit werde ich es nochmal testen.

    Danke für den Hinweis bezüglich HU, das hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm..
    Ich hatte tatsächlich vor ein paar Wochen erst HU, da wurde es zum Glück nicht bemängelt. Bis 2027 habe ich also zumindest erstmal Ruhe, der Kauf lohnt sich also denke ich. Ggf. Habe ich dann ja weiter Glück.
    Ich werde mir aber sicherheitshalber einen CO2 Detektor montieren.