Anlasser: lohnt sich das Instandsetzen noch?

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  • Hallo zusammen,

    beim AAB meines Sohnes war es diese Woche so weit: beim Startversuch ging gar nichts mehr, nur noch das klacken des Magnetschalters war zu vernehmen. Kam angeblich aus heiterem Himmel, bis zuletzt war alles okay. Nach genauerem Nachfragen hat es sich beim Starten dann doch „ab und zu“ mal ein bisschen anders angehört, aber seit dem ersten Mal (vor Monaten) habe sich das Ganze „stabilisiert“.

    Der Tausch ging dann völlig unkompliziert über die Bühne, aber eine der drei Inbusschrauben war eine Zitterpartie, der Innensechskant war nicht mehr als solcher zu erkennen, ging gerade so. Ganz klare Empfehlung: legt euch die drei Schrauben auf Lager, wenn ihr den Anlasser wechselt. Ich hab jetzt als Notlösung eine Stehbolzen gesetzt und finde das für die Montage sogar besser.

    Jetzt aber meine eigentliche Frage: macht es Sinn, den Anlasser nochmals instand zu setzen? Mir sind da so viele Späne entgegengekommen, dass ich nicht mal sicher bin, ob es alle betroffenen Teile gibt. Anbei ein paar Fotos - bin gespannt auf Eure Kommentare!

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    Liebe Grüße

    Roland

  • Ich habe den ja jetzt nicht direkt vor mir auf dem Tisch, aber ich glaube, das sieht schlimmer aus, als es ist. OK, die Welle ist etwas in Mitleidenschaft gezogen worden, aber eigentlich sind da ja nur die Lager kaputt. Ich glaube, ich würde die Welle minimal abziehen, dass hervorstehende Grate weg sind, neue Lager einsetzen, und die Kohlen, oder die ganze Kohlenplatte noch neu machen.

    Der Anlasser ist ja nur immer kurz in Betrieb. Bei dem auf den Fotos ist wahrscheinlich das Ritzel nicht mehr zurückgegangen, und die die daraus resultierende Drehzahl durch die grosse Schwungscheibe war auf Dauer zu viel für die Lager.

    Wenn man hier so liest, wie gut die neuen Anlasser sind, wäre eine Revision schon in Betracht zu ziehen.

    Wenn allerdings Lagerteile in den Anlasser gekommen sind, und die Wicklungen beschädigt haben, dann ganz klar einen neuen verbauen.

    Edit: OK, dass der schon mal revidiert wurde, habe ich nicht gewusst.


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

    Einmal editiert, zuletzt von thommi (27. September 2025 um 19:07)

  • Vielen Dank für die schnellen Antworten!

    brilltech Woran erkennt man, das der schon revidiert wurde? Wenn der Aufwand sich auf 2 Lager und Kohlen beschränkt, dann wäre das überschaubar.

    thommi das Ritzellager scheint ein Nadellager gewesen zu sein, bei dem die Wälzkörper direkt auf der Welle laufen. Keine Bedenken?

    Liebe Grüße

    Roland

  • Exchange auf dem Typenschild spricht für einen revidierten Anlasser.

    Nadellager direkt auf der Welle... OK, das ist ein Argument. Ich persönlich würde es ob der wenigen Umdrehungen pro Jahr riskieren, da man den schnell ausgetauscht bekommt, aber mein Untertitel ist eben auch "Schmerzbefreiter Busfahrer"


    Alle sagen, "das ist unmöglich". Einer hatte das nicht gewusst, und es dann gemacht.

  • Kurze Rückmeldung: ich habe mal testweise ein passendes Nadellager über die Welle geschoben und den Lauf getestet - ist alles andere als gut. Ich lasse das mit der Überholung, das wird nix mehr mit der eingelaufenen Welle.

    Vielen Dank an alle für die Beteiligung an der Diskussion!

    Liebe Grüße

    Roland