AXG Leistungs-/Drehmomentmangel beim beschleunigen, dann plötzlich volle Leistung da

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  • Hallo liebe Leute,

    Ich habe seit geraumer Zeit ein Problem mit meinem AXG. Er läuft, und das auch ganz ordentlich – aber gut reproduzierbar fehlt ihm vorübergehend Leistung/Drehmoment und zwar immer dann wenn man kräftig beschleunigen will (z.b. Überholvorgang). Dann beschleunigt er - aber gefühlt eher wie ein ACV bzw. sogar noch etwas weniger.

    Dabei hört man ein hochfrequentes zitterndes Quietschgeräusch, ein bisschen so wie von einer rostigen Kurbel nur schneller. Manchmal ganz kurz, manchmal länger – dann hört das urplötzlich auf, manchmal begleitet von einem kurzen sehr hohen Abfeifgeräusch und gleichzeitig ist schlagartig die volle Leistung da. Nicht immer bei der gleichen Drehzahl, fast immer im knapp oberhalb von 3000rpm. Aber dieses Zögern und dann schlagartig Freigeben der Leistung ist immer gleich. Je nach Gang und Geschwindigkeit ist der Unterschied im Anzug vorher/nachher natürlich auch unterschiedlich groß.

    Folgendes habe ich bereits alles ausprobiert: (ersetzt heißt Neuteil eingebaut)

    • Fehlerspeicher: keine Einträge, Messwertblöcke kommen mir auch plausibel vor
    • Dieselfilter ersetzt
    • Unterdruckschläuche ersetzt, Filter ersetzt
    • N75 ersetzt (Neuteilhersteller: Pierburg)
    • Stellglieddiagnose N75, der VTG-Hebel wird ca. 20mal ziemlich zackig aus dem Unterdruckvorrat hoch und runter bewegt
    • Druckdose ist dicht, hält Unterdruck
    • VTG Hebel (Druckdose ab) lässt sich leicht bewegen
    • DPF rausgenommen, versuchsweise durch „normalen Kat“ ersetzt
    • Turbo hat ca. 80tkm, die Ladedruckschläuche sitzen und sind nicht porös oder beschädigt – wenn das Quietschgeräusch einmal überwunden ist läuft er super, also wird dann wohl auch der volle Ladedruck anliegen
    • Fahrversuch mit abgeklemmten AGR- und Abstellklappen- Unterdruckleitungen (verschlossen)
    • neues AGR-Ventil im Ansaugtrakt eingebaut
    • tritt mit und ohne eingeschaltete Klimaanlage auf

    Hatte so was schon mal jemand? Habt ihr Ideen auf die ich noch nicht gekommen bin? Was würdet Ihr noch versuchen?

    Was mir noch im Kopf rumgeistert :

    • N18 (Problem tritt aber auch auf wenn Schlauch vom AGR Ventil abgezogen ist)
    • Mengenstellwerk in der Einspritzpumpe schwergängig, werde wohl mal den Blinkgeber Trick :) ausprobieren. Leider habe ich keine Möglichkeit ein PWM Signal zu erzeugen, wäre interessiert ob man damit am N146 das zitternde Quietschgeräusch erzeugen kann, das würde ich dann als sicheres Indiz ansehen
  • Das hatte ich am T3 tatsächlich mal, hatte allerdings keinerlei Auswirkung auf die Fahreigenschaften, dazu müsste die Lagerung schon ziemlich hinüber sein. Um das sicher auszuschließen müsste ich mal den Ansaugschlauch abnehmen und nach Schleifspuren im Verdichtergehäuse schauen. Und mal das Radialspiel an der Welle prüfen...und ob man es dabei zum Schleifen bringen kann. Schaffe ich vielleicht heute Abend.

  • Fehlerspeicher: keine Einträge, Messwertblöcke kommen mir auch plausibel vor

    also wird dann wohl auch der volle Ladedruck anliegen

    kommt mir plausibel vor...
    wird wohl auch passen...

    Ists I.O. oder nicht?

    Entsprechende Messwerte bei Messfahrt aufnehmen und hier passend formatiert hochladen.

    DPF rausgenommen, versuchsweise durch „normalen Kat“ ersetzt

    Ohne Abgasanlage gefahren?

    Software drauf?

    Viel Farbe verdeckt was sonst nur erschreckt 8)

    Braunen Rost schwarz gemacht - hat schon manchem eine Mark gebracht.

    Ich bin jung - da kann ich schonmal was falsches sagen! Du bist alt - das muss schon passen was du erzählst.

    T4 BJ.96 ACV Multi
    T3 BJ.80 CU Westi Lufti
    T4 BJ.97 ABL Cali Exclusive ->AXG -> soll Syncro
    T4 BJ.99 AJT Doka -> ACV

  • OK guter Einwand, Messwerte muss ich dann nochmal loggen und hochladen. Welche MWBs machen Sinn? Ich hatte mal MWB 03, 04, 06, 07, 08, 09, 10, 11 als relevant identifiziert.
    Gibt wahrscheinlich Beispiele hier wie die zu formatieren sind?

  • Den Flansch vor dem DPF hab ich mal um M10 Mutternstärke auseinander verschraubt also ca 8mm Spalt rundrum. Leider ohne eindeutiges Ergebnis, war mir einfach zu anders... sehr martialische Geräusche, aber auch irrer Anzug - aber wenns anders klingt fühlt sichs auch anders an... Ich gebe zu: Auspuffanlage ganz ab hab ich mich nicht getraut.

  • ich vermute Du meinst den Abgaskrümmer?

    Das würde ich sicher ausschließen. Es tritt nirgends Abgas aus, auch das typische stampfende Geräusch tritt weder bei kaltem noch bei warmen Motor auf.

    Sollte dort so viel Abgas verloren gehen dass er verzögert Ladedruck aufbaut (oder am Ansaugkrümmer Ladedruck verloren gehen) dann würde dieser Effekt sicher nicht schlagartig bei einer gewissen Drehzahl komplett aufhören. Es ist wirklich ein sehr abrupt einsetzender Effekt wo der Motor definitiv in Sekundenbruchteilen von einem Zustand in einen anderen wechselt. Wie wenn ein Schalter umgelegt wird und plötzlich endlich genug Sprit kommt.

  • Wie wenn ein Schalter umgelegt wird und plötzlich endlich genug Sprit kommt.

    Jupp bekannt. Deshalb die Meßfahrt mit dem Phänomen. idR sieht man am Log, dass kein Treibstoff freigegeben wird (ansonsten würde das Ding rußen wie ne Dampflok am Berg) und muss suchen welche Werte das veranlassen.

    Förderbeginn ungeregelt
    LMM Werte
    hier auch Ansteuerung Unterdruck - fällt der ab durch etwas anderes

    Hauptsache die Kiste fährt.

  • Das würde ich sicher ausschließen.

    Mein AXG hatte bei exakt deiner Beschreibung des Verhaltens genau das Problem. Ein Stehbolzen war ausgerissen, bei wenig Drehzahl hat er gezwitschert. Bei höherer Drehzahl, so ab 3k, nicht mehr.
    Warum kann ich nicht erklären.

    Ich denke, zumindest ein Blick kann nicht schaden. Bei mir wars der Bolzen in Fahrtrichtung ganz rechts, hinter dem kleinen Schutzblech.

  • Wie war denn beim VTG Stellgliedtest die Druckdifferenz?

    ähm... den Test hatte ich wohl übersehen. Was muss ich dabei für Werte beobachten? Nehme an bei laufendem Motor?

    Hast Du vermutlich beim N75 Test gemacht? VCDS>Motorelektronik>Grundeinstellung04>im Dropdownmenü Prüfung LDR auswählen. Druckdifferenz zwischen VTG auf/zu sollte mindestens 80mbar sein, besser deutlich mehr. Wenn sonst alle anderen Ursachen ausgeschlossen sind bleibt dann eigentlich nur noch defekte VTG Verstellung im Lader. Dann müßte aber auch bei der Logfahrt im Regelbereich der VTG Schaufeln der Ladedruck deutlich unter soll sein. Im oberen Drehzahlbereich spielen die ja keine Rolle mehr, da hat er dann trotzdem volle Leistung.

  • Da haben wir den Salat... habe Gruppe 011 recherchiert, das KI nervt dann mit Pieptönen und man bekommt die Drehzahl, ein Feld mit ein/aus, einen Absolutdruckwert und das Tastverhältnis angezeigt. Das Tastverhältnis wechselt zwischen 0% (1030mbar) und 99,6% (1000mbar). Bei Leerlaufdrehzahl. Diese hat sich auch gefühlt überhaupt gar nicht geändert.

  • wenn die Prüfung also bei Leerlaufdrehzahl erfolgen soll, bin ich weit von den genannten 80mbar entfernt. Die VTG Hebelei bewegt sich brav zwischen beiden Endpunkten hin und her. Wenn man den Schlauch der vom Turbo kommt mit der linken hand etwas zusammendrückt, merkt man das der Druck im Schlauch bei VTG Hebel unten sehr schnell abfällt, bei Hebel Hoch baut sich sehr schleppend etwas druck im Schlauch auf.