Frage zur CEE Außensteckdose ... Sinn / Unsinn / Zweck des FI-Schalters

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  • Einen schönen guten Abend ....

    Mein T4 ist als Wohnmobil angemeldet. Ich nutze ihn dafür aber nicht, sondern fahre ihn als Alltagsfahrzeug ... Und deswegen war mir die Außensteckdose herzlich egal. Sie war alt und gebrochen. Der alte Kabelsalat, der im Innenraum daran angeschlossen war, war wirklich nur noch Salat. .... und auch hinüber und ist jetzt auch mittlerweile nicht mehr da. ... Dem TÜV vor zwei Jahren war das ziemlich egal. Jetzt bin ich bei einem anderen TÜV, dem das gar nicht mehr so egal ist. ?(^^

    Ich musste eine neue Außensteckdose besorgen. Eine CEE Dose. Habe ich schon besorgt und montiert. Was anderes kam nicht in Frage, weil das so soll. Dazu einen zweipolig schaltenden Sicherungskasten, sprich: Einen Sicherungskasten, der auf Phase UND Neutralleiter schaltet. Inklusive Fehlerschutzschalter.

    >> Dadurch, dass die Sicherung auf beiden Leitungen schaltet, wird die Belegung der CEE Dose hinsichtlich Phase (braun / schwarz) und Neutralleiter (blau) ziemlich egal . UND das ist jetzt mal eine doofe Frage, falls es jemand weiß :) >>> Wenn es eh egal ist, an welche Pole der CEE Dose Phase und Neutralleiter angedrahtet werden, WARUM dann überhaupt eine CEE Dose? /// Denn DAS ist ja gerade der CLOU einer CEE Dose, nämlich, dass sie verpolungssicher konzipiert ist ( gegenüber einer normalen Schuko Dose )

    Viele Gedanken ...Vielleicht fällt dem einen oder anderen dazu ja was Nettes ein.

    Liebe Grüße Michael

  • Vielleicht weil die DIN VDE 0100-721 das so fordert?
    Nämlich Stecker nach DIN EN 60309-2.

    Adapterleitungen von einem Schukostecker auf eine blaue CEE-Wechselstromkupplung sind aufgrund der fehlenden Phasensicherheit nicht normkonform.

    Weil in der Praxis diese aber oftmals dennoch eingesetzt werden, hat das DIN die allpolige Trennung, also einen allpolig schaltenden FI-LS vorgeschrieben.
    So lautet zumindest die Begründung für die Vorschrift.

    ..

    „Stillstand ist Rückschritt ! Es ist Zeit für neue Projekte“

    Axel Barisch

    Einmal editiert, zuletzt von axelb (20. Dezember 2025 um 23:50)

  • ...., hat das DIN die allpolige Trennung, also einen allpolig schaltenden FI-LS vorgeschrieben.

    Ja.

    Am Schluss ist die schicke blaue Dose nur für den TÜV & für den deutschen Ordnungsgeist interessant, aber nicht für die Wirklichkeit. Klar. Ordnung und Struktur hat schon was. Ich kann das schon verstehen. Das ganze Wunschdenken scheitert aber wie immer an der Realität. ... Köstlich ✨😛

    Einmal editiert, zuletzt von Micha v d D (21. Dezember 2025 um 03:22)

  • Die Belegung des CEE Steckers bzw. der Dose ist mitnichten egal. Wenn der PE ( also Schutzleiter) auf 6 Uhr Position ist dann wird der N ( blau) auf 12 Uhr und L ( braun, schwarz oder grau)auf 9 Uhr angeschlossen. Somit ist die Phasenlage immer eindeutig und kann nicht vertauscht werden. Im Wohnwagen/Wohnmobil braucht es trotzdem eine zweiphasige Sicherung, weil man ja im Fahrzeug wieder nur Schukosteckdosen hat. Praktisch zwar bedeutungslos, weil wenn am Eingang die Sicherung auslöst und L wegschaltet ist ja das ganze Fahrzeug stromlos, aber es ist nun mal Norm. Wahrscheinlich eben wegen den Deppen die immer noch an die Stromsäule auf dem Campingplatz mit einem Adapter gehen, dann mit ihrer ( nicht mal ganz ausgerollten) Kabeltrommel zum Fahrzeug, nur um dort mit dem nächsten Adapter dann wieder in die CEE Einspeisung zu gehen.

    Es gibt übrigens im Germany schon Plätze die erlauben keine Adapter mehr. Auch die berühmt/ berüchtigten Schuko- Abzweiger am Einspeisestecker sind dort nicht mehr erlaubt. Mit den Dingern bin ich ja noch vor der Wohnwagensicherung, also voll Vertrauen zur Sicherung des Campingplatzes.

  • Wenn der einphasige Sicherungsautomat den Nullleiter unterbricht, steht die Phase am Gerät an, obwohl dieses aus ist. Gegen Erde dann gibt es dann einen gezwitschert. Der Autowagen ist auch noch durch die Reifen isoliert und ein möglicher Etdungsfehler ist dann noch fataler, wenn man den Erdschluss über den Körper beim Einstieg herstellt. Bei feuchtemgut leitenden Untergrund kann das letall enden

  • Die Belegung des CEE Steckers bzw. der Dose ist mitnichten egal. Wenn der PE ( also Schutzleiter) auf 6 Uhr Position ist dann wird der N ( blau) auf 12 Uhr und L ( braun, schwarz oder grau)auf 9 Uhr angeschlossen.

    Hatte ich nur irgendwo gelesen, dass die Belegung egal wäre ... und hatte mich ja gewundert.

    Danke dafür, dass das offensichtlich eine Falschinformation war ! 👍

    Wenn ich also > außen < vor meinem T4 stehe, und den Dosendeckel aufmache. dann ist unten die Erdung, klar, die mit der Karosserie verbunden ist, und links oben dann Phase braun / schwarz / grau und rechts oben Nullleiter blau ?

    Ich knipse noch ein Foto vom zweipolig schaltenden Sicherungskasten und der Verdrahtung darin. Vielleicht mag das einer begutachten.

    Mich würde ja interessieren, wie sich die Länder dieser Welt darauf geeinigt haben, (auch) ihre inländischen Steckerverbreitungszonen diagonal parallel geradlinig abzugrenzen :nixpeil:

    Das ist doch symbolisch gemeint auf der Karte! ^^ Da gelten eben verschiedene Normen. Bei uns Typ F & C. Obwohl mir das mit den Haushaltsgeräten ohne Erdungsanschluss, wovon es ja genug gibt, die aber trotzdem dann `irgendwie` geerdet sind .. schon oft unverständlich war.

    3 Mal editiert, zuletzt von Micha v d D (21. Dezember 2025 um 11:36)

  • Micha v d D die Haushaltsgeräte ohne separatem PE Anschluss sind garnicht geerdet. Die Gehäuse sind so ausgeführt das es nicht möglich ist das, selbst wenn im Inneren die Phase irgendwie gegen das Gehäuse kommt, das Gehäuse selbst unter Spannung steht. Kann man jetzt geteilter Meinung drüber sein, ist aber so.

    Selbst ein extra Leiter für PE ist nicht zwingend notwendig. Der Hausanschluß bei mir z.B. besteht nur aus 4 Adern, dreimal Phase und einmal Null. Die Null ist dann im Sicherungskasten auf N und PE geklemmt und erst ab dort sind die PE Leiter grün/gelb. Das Haus ist 1993 gebaut und als wir in 2021 diesen super Smartzähler bekommen haben hab ich den Elektrickser der das gemacht hat extra nochmal gefragt. Ja ist zulässig war die Antwort, gut dann ist da eben so.

  • Ja, Danke für die guten Beiträge. 💥

    Hier habe ich mal das Foto von meiner neuen Sicherungsbox. Das habe ich von Camping Wagner: >> Votronic RCBO 16-30 Mini Fehlerstromschutzeinrichtung.<<

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    Strom-Eingang ist unten rechts. Strom-Ausgang ist unten links / geht dann direkt zur Steckdosenleiste, die man da sieht,

    Einmal editiert, zuletzt von Micha v d D (21. Dezember 2025 um 13:33)

  • Micha v d D die Haushaltsgeräte ohne separatem PE Anschluss sind garnicht geerdet. Die Gehäuse sind so ausgeführt das es nicht möglich ist das, selbst wenn im Inneren die Phase irgendwie gegen das Gehäuse kommt, das Gehäuse selbst unter Spannung steht. Kann man jetzt geteilter Meinung drüber sein, ist aber so.

    .

    Leider jabe ich schon 2 mal das Gegenteil erlebt.

    Das letzte mal mit meinem 10A Kraftwerk Autoladegerät welches genau die Garantie überlebt hat.

    Strom auf dem Blech Gehäuse. Eigentlich dachte ich das Geräte mit Metallgehäuse immer 3 adrig angeschlossen werden müssen...

    In meinem Bus arbeiten nur 68 Pferde und ein Esel ! Also laaaaangsaaam.
    Edit: 1 Esel noch da. Pferde wurden etwas aufgestockt ;)

  • Nicht, wennb ein CE drauf klebt ... China Equipment

    Wenn CE drauf klebt dann sind noch ganz andere Sachen möglich, nicht nur Blechgehäuse ohne Erdung. Das Problem ist nur das man ja kaum noch ohne ChinaEdition auskommt. Wenn schon mal nicht Made in PRC dann sind die Komponenten von dort.

    Ich hab z.B. eine Netzteil was Made in UK ist, bzw. sein soll ( steht jedenfalls drauf) das Ding soll 12V 30 A abliefern. Tut es auch, aber erst nachdem ich es geöffnet und eingestellt habe. Im quasi Auslieferungszustand waren es nämlich schlappe 32V. Das hätte mir meine Sirokko Werkstattheizung auf Dauer bestimmt übel genommen. Bei offenem Gerät mal die einzelnen Bauteile genauer betrachtet. Auf 95% steht? Na was wohl?

  • >> Dadurch, dass die Sicherung auf beiden Leitungen schaltet, wird die Belegung der CEE Dose hinsichtlich Phase (braun / schwarz) und Neutralleiter (blau) ziemlich egal . UND das ist jetzt mal eine doofe Frage, falls es jemand weiß :) >>> Wenn es eh egal ist, an welche Pole der CEE Dose Phase und Neutralleiter angedrahtet werden, WARUM dann überhaupt eine CEE Dose? /// Denn DAS ist ja gerade der CLOU einer CEE Dose, nämlich, dass sie verpolungssicher konzipiert ist ( gegenüber einer normalen Schuko Dose )

    Da gabs schon öfter Diskussionen dazu - unter anderem auch hier mit (wie ich meine) guten Argumenten:

    hemisoft
    8. Juli 2021 um 15:09

    Eine CEE-Dose hat gegenüber einer Schuko-Dose noch andere Unterschiede - nicht nur die Verpolungssicherheit. Die CEE-Dose ist von Haus aus auch verriegelbar und feuchtigkeitsdicht (sowohl beim Betrieb als auch wenn sie nicht genutzt wird). Dazu kommt noch, dass die Steckverbindungen bei CEE ggü Schuko eine größere Kontaktfläche haben und damit mehr Reserven bei Verschmutzung oder Verschleiß.

    Gruß, Jörg

  • Die blaue ist eben der kleine Bruder der roten.Und da ist es alles logisch.Es ist eine genormte stabil Variante für grobmotoriker.Und wenn ich die weltweiten Steckersysteme sehe, bin ich froh das sich jemand was dabei gedacht HAT.

    WIR Deutschen sind halt DIN verwöhnt.

    Hast du dir mal Gedanken zu ausländischen Nummerschildlogiken gemacht?

    Brauchst du nicht,das ist nämlich völlig Planlos.

  • Danke für den Link zu der anderen Diskussion. Da war ich gerade fleißig am lesen.

    Das Thema ist kein einfaches. Und man nähert sich dem Ganzen wohl eher nach und nach. Zumindest habe ich auch dank Youtube schon viel begriffen. Und meine Sicherung ist auch zweipolig abgesichert. Die FI auch, glaube ich, werde da nochmals nachlesen.

    Und denkt daran: Auch Powerbanks, also die großen mit 230V Steckdose haben gewöhnlich keinen FI-Schalter. Da gibt´s aber welche zum Dazwischenschalten.

  • Hier habe ich mal das Foto von meiner neuen Sicherungsbox. Das habe ich von Camping Wagner: >> Votronic RCBO 16-30 Mini Fehlerstromschutzeinrichtung.<<

    Das mit den verzinnten Kabelenden in der Klemmleiste und ich denke auch im FI selber ist nicht gut so. Da gehören Aderendhülsen drauf. Dass es so nicht dauerhaft Kontaktsicher.

  • Und denkt daran: Auch Powerbanks, also die großen mit 230V Steckdose haben gewöhnlich keinen FI-Schalter.

    Das ganze Leben ist voller Risiken und endet ganz sicher mit dem Tod.
    Keiner von uns kommt lebend hier raus ... sagte mal Anthony Hopkins ... und recht hat er
    Ich weiß sehr gut, dass das Leben endlich ist, denn der Jahrestag an dem meine Liebste Susanne ihr irdisches Leben vollendet hat, nähert sich mit großen Schritten, zum ersten Mal.

    Man kann sich gegen alles Mögliche zu schützen versuchen, und das wird oft auch klappen und man ist froh über den vorab installierten Schutz.

    Letztlich könnten wir auf vieles aber auch verzichten, wenn wir nur sicherstellen täten, aufmerksamer zu sein.
    Vieles an Schutzmechanismen ist der Tatsache geschuldet, dass angestrebt wird jegliches Risiko auszuschließen.
    Das wird dann ganz einfach zur Vorschrift, und fertig ist die Laube;
    nur damit bloß keinem womöglich eine Unterlassung nachgesagt und derjenige in die Haftung genommen werden kann.

    Ein wenig mehr an gesundem Verstand hat mMn noch nie geschadet.
    Aufmerksamkeit für das eigene Handeln sollte wieder die Regel sein, aber auch die Übernahme von Eigenverantwortung.

    Meines Wissen werden diese 230V-Motorheizungen (diese "Tauchsieder") ja nach wie vor vertrieben und eingebaut und da gibt es auch keine FI-Schutzschalter, obwohl auch diese Systeme eine Schukosteckdose zum Anschluß eines Innenraum-Heizlüfters ergänzend im Portfolio haben.

    Sowas war der Beginn meines eigenen Landstromausbaus meines Busses, und ich habe die (gepanzerten) Kabel einfach ordentlich und nach Vorschrift verlegt.
    Erst mit dem Einbau der California-Ausstattung wurde auch der vorgesehene FI/LS integriert, war dann ja auch ein geeigneter Platz dafür vorhanden.

    Vorschriften, Regeln, Normen sollte man kennen und dann selber entscheiden was man aus diesen "Empfehlungen" macht.

    :my2cent: und :santa2:

    ..

    „Stillstand ist Rückschritt ! Es ist Zeit für neue Projekte“

    Axel Barisch

    2 Mal editiert, zuletzt von axelb (26. Dezember 2025 um 19:01)

  • Blechgehäuse ohne Erdung

    Das ist OK so, nennt sich dann Schutzklasse II. Dass das Gehäuse nicht mit PE verbunden ist, ist in Ordnung, WENN die Innenverdrahtung doppelt isoliert ist.
    Das wird oft mit zusätzlichen Schläuchen über den Leitern oÄ. umgesetzt. Ob das Gehäuse Blech oder Kunststoff ist, ist dann gleich.

    Auch Powerbanks, also die großen mit 230V Steckdose haben gewöhnlich keinen FI-Schalter. Da gibt´s aber welche zum Dazwischenschalten.

    Das macht auch wenig , an der Powerbank einen FI zu installieren.
    Die Powerbank hat keine eigene Erdung, stellt also ein isoliertes Netz zur Verfügung. Falls einer von den Leitern berührt werden sollte, entstünde kein Fehlerstrom, den ein FI abschalten könnte.
    Auch ein zusätzlicher FI, der in die Powerbank eingesteckt wird, würde nie auslösen - nicht mal wenn man beide Leiter gleichzeitig anpackt, und sich damit grillt.

    Gegen Berührung des aktiven Leiters könnte man nur schützen, wenn man die Powerbank mit einem Pol erdet, und dann einen FI nachschaltet.

    Sinnvoller wäre es aber vielleicht sogar, ein IT-Netz zu bauen - sprich, die Powerbank isoliert zu lassen, aber auf der Verbraucherseite zu erden.