T4 AAB Bj.94 lautes Klacken auf Korsika

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  • Hallo liebe T4 Gemeinde, vielleicht könnt Ihr uns unsere Heimfahrt von Korsika ermöglichen:)

    Mein erster Thread zum Thema T4-Reperatur, geschrieben aus dem Urlaub in Korsika.

    Seit gestern ertönt aus unserem AAB T4 mit 360tkm ein lautes Klacken vom Motor.

    Das Klacken ist relativ plötzlich aufgetreten, nachdem wir gestern eine intensive Stadtfahrt hatten. Als die Babsi (der T4) nach dieser Fahrt wieder gestartet wurde, fing das Klacken nach etwa 5km an und ist jetzt chronisch.

    Das Klacken

    -ist beim Start eher leise und wird nach zwei Minuten, sowie zunehmender Drehzahl lauter (bis 1500/min geht's es noch, darüber möchte man lieber nicht weiterfahren, wirklich laut)

    -ist scheinbar lastunabhängig: tritt mindestens genauso laut im Leerlauf und bei Motorbremse auf

    -lässt sich nicht genauer Orten, als dass es aus dem Motor kommt

    -ändert sich nicht wirklich mit gezogener Kaltstarthilfe

    -ändert nichts am Fahrverhalten

    Was wir bereits getan haben:

    -Vakuumpumpe aufgeschraubt und Öl aus dieser abgelassen. Ja es war Öl drin! Wir haben ca. 15ml heraus bekommen. Abbauen und komplett reinigen konnten wir sie wegen einer extrem festen M13 Mutter bisher nicht. Hinter dem Pumpendeckel konnten wir Öl aus dem Kolbenhub durch ein Ventil ablassen. Als auch mit drehen der Kurbelwelle kein weiteres Öl mehr austrat, haben wir alles verschraubt. Enttäuschender Weise verblieb das Klacken nach einer Probefahrt identisch. Wir glauben nicht, dass es jetzt noch die VP ist, weil das Bremsverhalten normal ist und das Klacken sehr gleichmäßig mit der Drehzahl ist und sich nicht nach einem losen Stössel anhört. Sicher sind wir uns nicht.

    -einen zu frühen Förderbeginn schließen wir wegen dem lauten Klacken bei Leerlauf/Motorbremse aus (richtig?)

    Wissenswertes zum Bus:

    -Zahnriemenwechsel vor 80tkm (bald fällig)

    -Keilriemen quietscht manchmal beim Anfahren

    -"normaler Ölverlust", etwa 0,2l/1000km

    -springt eigentlich nicht schlecht an

    -qualmte einmal schwarz aus dem Auspuff bei langer, starker Steigung, sonst nicht.

    Nach der nächsten Probefahrt würde ich ein "Video vom Klacken" machen und hier posten.

    Vielleicht könnt Ihr Veteranen uns helfen, wir haben Angst mit dem Motor den Heimweg anzutreten. Die Fähre geht am Donnerstag, morgen besuchen wir einen wohl begabten Schiffsschrauber nebenan, der sich vermutlich mit alten Dieseln auskennt...

  • Danke soweit!

    Wie haben den Nocken-ZR gerade von oben geprüft. Gespannt wird der scheinbar durch Auslenkung der Kühlmittelpumpe. Laut "So wird's gemacht" Buch gibt es die Spannrolle erst ab ab 1/95. Laut selbigem ist der ZR stramm genug, wenn er sich nicht um mehr als 90° mit den Fingern verdrehen lässt. Das ging bei unserem auch nicht. Wir glauben nicht, dass es der ZR ist. Der ZR für die Einspritzpumpe fühlt sich ähnlich an.

  • Ölstand geprüft?

    ….. soooo issss esss…..


    :opa: :opa: :high5:

    Beste Grüße aus der schönsten Stadt der Welt Hamburch :brd:

    Hakki


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  • Das Klacken

    -lässt sich nicht genauer Orten, als dass es aus dem Motor kommt

    Wie ist die Frequenz des Klackens. Nehmen wir an Leerlaufdrehzahl ist 850 U/Min.

    14x pro Sekunde wäre Drehzahl Kurbelwelle

    7x pro Sekunde wäre Drehzahl Nockenwelle

    Das hilft vielleicht bei der Eingrenzung. Ein Problem im Bereich Schwungrad (ZMS verbaut?) oder Schwingungsdämpfer wäre auch denkbar. Letzteren kann man ja einfach bei laufendem Motor mal anschauen.

    "Der 2,4l SD (Saugdiesel) Motor im VW T4 trägt stolz die Motorkennbuchstaben AAB. Leider ist dies keine Ratingkennzahl für das Abgasverhalten." 🔗

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  • Wenn es wirklich nicht die Vakuumpumpe ist die auf die Ventile des 1 Zylinder drückt, … dann wäre meine Vermutung liegt es an den Stößeln .
    Um das zu prüfen müsste aber der Kopf aufgemacht werden und runter, weil die unter der Nockenwelle liegen. Erst wenn die Nockenwelle runter ist, kommt man an die 10 Tassenstößel ran. Dafür muss auf OT gestellt werden. Beim raus nehmen darauf achten, dass sie exakt wieder dort hin kommen wo sie raus genommen werden.

    ….. soooo issss esss…..


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  • Eventuell eine klemmende/defekte Einpritzdüse?

    … dadurch entsteht aber kein klackern. Eher Leisungsverlust und Rußbildung anders.

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  • Danke Euch!

    Morgen gehts weiter mit der Fehlersuche.

    Schätzung mit Metronom: Klacken ist nur halb so oft wie Motordrehzahl -> Nockenwelle, vllt. also Hydrostößel... da wäre ein Tausch hier Vorort kaum möglich. Ist das fahren mit defektem Stößel ein NoGo? Laut "So wird's gemacht" sind die hauptsächlich zur Geräuschunterdrückung verbaut. Ist natürlich schwer eine sichere Diagnose zu stellen ohne alles zu öffnen.

    Bremsen im Leerlauf hat keine Veränderung des Klackens zur Folge, checken wir morgen aber auch nochmal.

  • Guten Morgen

    Das Klacken hat definitiv die Frequenz der Nockenwelle und reagiert definitiv nicht auf die Bremse.

    Hier ein kurzes Video aus dem Motorraum:

    Klacken im Leerlauf

    Evtl. läuft es auf ADAC Pannenhilfe hinaus. Wenn wir uns von einer Werkstatt bestätigen lassen, dass wir nicht weiterfahren können, ist das vllt. eine Option.

    Falls es die Hydrostößel sind, könnte man es vllt. riskieren ans Festland zu fahren.

    Sind weiterhin für jeden Tipp dankbar:)

  • Wenn es klar von der Nockenwelle kommt, kann man auch die vier Schrauben mal lösen, den Ventildeckel abnehmen und den Motor von Hand drehen. Dabei die Nocken auf Beschädigung prüfen und auch mal fühlen ob ein Hydrostößel locker ist o.ä.

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