Eine Frage zum Thema Hund im Bus

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  • Hallo in die Runde,

    leider fährt unser Hund (10 kg, sonst sehr kompatibel) nicht so gerne Bus wie wir😏. Wir haben schon unterschiedliche Liegeplätze ausprobiert, aber so richtig konnten wir keine Begeisterung hervor rufen. Grundsätzlich geht es, aber man sieht ihr die Anspannung schon an

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen und vielleicht einen Tipp? Vielleicht ohne chemische Keule…🐶

  • Ja, ihn einfach auch mal im Bus ruhen lassen, ohne rumzufahren.

    Z.b. beim chillen im Garten den Buss mit offener Türe daneben. Ist dann oftmals ein gern genommener Schattenspender...


    Und: kein Zwang beim z.b. einsteigen!

  • Hat er n bestimmtes Bett/Decke oder sonstwas?

    Meiner liegt sehr gerne da, wo man ihm seinen Platz (mit Decke o.ä.) zuweist...


    Von Leckerli zum einsteigen halte ich ned sooo viel, der lernt den Zusammenhang sehr schnell....

    Einmal editiert, zuletzt von LuftiT3 (24. Mai 2026 um 12:56)

  • Kauft eine Hindebox etabliert sie zu Hause als seinen Platz, an dem er schläft, zur Ruhe kommt, Kausavhen fressen soll...etc...

    Ort sollte ruhig und in einer Ecke zb im Wohnzommer sein, wo man auch zur Ruhe kommen kann.

    Schickt ihr immer wieder mal grundlos in diese Box, bis es Alltag für ihn ist

    beginnt dann die Box zu schliessen, zb wenn ihr ihn mit seinem Kaiknochen dorthin geschickt habt.

    Dann verändert den Standort der Box, bis er überall gern in die Box geht.

    Dann packt ihr die Box in den Bus und sichert diese bitte.

    Die ersten Male wird der Hund nur reingeschickt....dann wird irgendwann auch zugemacht, dann wird irgendwann die Tür geschlossen....

    Und wenn das alles stressfrei geht, fahrt ihr die erste Runde , im Idealfall so lange bis der Hund friedlich in der Box ruht.

    Wichtig ist wirklich das vorher als angenehmen Ort zu etablieren.

    Ein Hund sollte IMMER im Auto gesichert mitfahren, je kleiner desto leichter fliegt er schon beim Bremsen oder Abbiegen unsanft durchs Auto und wenn das das passiert, fahren sie nicht mehr gerne mit

    Einmal editiert, zuletzt von Du Kathi (24. Mai 2026 um 13:28)

  • Unser fährt gerne in einer Box die er auch Zu Hause als Rückzugsort hat. Dort gibt es immer mal wieder ein Leckerchen zum drin kauen. In der Box fährt er auch wenn diese auf den Fahrradanhänger geschnallt wird. Das wichtigste ist aber einen spannenden Ausflug aus Hundesicht zu unternehmen. Dann steigt er freiwillig sofort ein sobald er Aktivität für Unternehmung spürt. Gleiches im Bus wo er dann gerne auf den Vordersitzen liegt damit er auf jeden Fall mitkommt.

    Ein toller Liegeplätze ist auch mit dem Körbchen im Beifahrer Fussraum. Das ist der etablierte Rückzugsort beim Campen.

  • Meiner hat ein "Bett" in einer Ecke (direkt hinter dem FS). Da liegt sie gerne.

        

    Winter Sommer

    Wir haben das aber auch im Welpenalter schon eingeübt.

    Im großen Camper ist sie super ruhig-sobald der Motor läuft, liegt sie im "Bett"...

    Im T4 kommt sie manchmal (selten) vor und steht zwischen den Vordersitzen-ich denke sie mag das weil: sie kann aus dem Fenster schauen, sie kann sich links und rechts "anlehnen", und natürlich: sie ist bei den "Menschen". Im "großen" ist mehr Platz, da fühlt sie sich wohl stehend eher "exponiert".

    In meinem Haushalt gibt es außer dem T4 nur Oldtimer

    :aetsch:

    Einmal editiert, zuletzt von FranzBus (24. Mai 2026 um 15:04)

  • Danke für eure Hinweise, dann versuche ich mal viel umzusetzen. Die Box könnte aus Platzgründen schwierig werden, steht aber mit den Kuschelsachen auf der Ideenliste. Hund und Box immer gesichert, sowieso.

    @ URSUS: Wenn ich anfange zu singen, fährt der Hund nie wieder mit😂😂

  • Wir haben zwei Shibas und trotz selber Rase ein komplett anderes Verhältnis zum Auto fahren. Macht aus dem Bus einen Rückzugsort und vor allem Tepich oder dicke Decke unten rein das dämmt und stumpft ab. Bei uns will eine immer oben raus gucken da steht die immer offene Box auf der Rückbank (befestigt) und die Zweite will zwingend runter in die Ecke, die Box steht hinterm Fahreesitz. Wie gesagt beide Boxen seitlich immer offen.

    Bye Maik
    [b]

    ...schreib dich nich ab - lern Ostdeutsch

  • So unterschiedlich sind die Fellnasen. Unsere wird ganz panisch wenn wir den Bus packen, dann hat sie Bedenken, dass sie nicht mit darf. Im Bus steht ihre Box, in die sie dann freiwillig reinspringt uns sich dann auch recht wohl fühlt.

  • Du Kathi hat sehr gute Vorschläge gemacht. Im Auto gehts dann genauso kleinschrittig weiter, folgendes gilt auch ohne Box und Ja, ich weiß dass das eine langwierige Liste ist aber: das lohnt sich.

    Grundlage für dieses Training: der Hund war Gassi, ist mental und körperlich ausgelastet, hat keinen Durst. Ein bisschen Appetit ist aber von Vorteil, denn über Futter wird Oxitocin ausgeschüttet, das heißt es macht den Hund glücklich. (Das gilt zumindest für die meisten Hunde, am Ende wisst ihr selbst am besten, womit euer Hund sich am besten locken und motivieren lässt)

    Ihr lasst den Hund erstmal nur einsteigen und wieder aussteigen. Die Erwartungshaltung dass dann die unangenehme Autofahrt folgt, muss erstmal "gelöscht" werden. Wenn das problemlos läuft arbeitet ihr an der Dauer. Also dass er auch mal länger im Auto bleibt. Total positiv, gern wird da eine Mahlzeit eingenommen im Bus. Also der Hund, du musst nix essen. ;)

    Wenn das klappt, wird die Tür mal geschlossen. Und wieder geöffnet, ohne los zu fahren. Das Geräusch der zuklappenden Tür muss der Hund nämlich auch aushalten ohne negative Verknüpfung. Aussteigen könnt ihr bei der Gelegenheit auch auf Kommando üben. Du beendest die Übung, nicht der Hund durch rausrennen aus dem Bus. Wenn es ihn gar nicht mehr stresst, dass die Tür geschlossen ist, kann man mal den Motor an machen. Bleibt er entspannt, gern auch mal etwas laufen lassen. Wieder beenden. Wichtig: immer aufhören wenns am schönsten ist, wir suchen NICHT die Belastungsgrenze des Hundes. Packt er das gut, fahrt ihr eine kurze Strecke. Den meisten Hunden, die Probleme beim Autofahren haben, wird schlecht. Also sucht euch eine Strecke ohne viele Kurven, bremst an Kreuzungen sanft ab und beschleunigt sanft. Dann macht ihr was schönes. Ein Ausflug an den See oder was auch immer eurem Hund Freude bereitet, die erste Fahrt sollte nicht unbedingt zum Tierarzt gehen, außer er liebt den Tierarzt ;)

    Kurz grundsätzlich: ich weiß, dass viele Menschen Boxen schlimm finden aber wer, wenn nicht Busfahrer, haben Platz dafür im Auto?
    Der Hund ist in der StVO Ladung, die als solche gesichert gehört und das geht nunmal am besten in einer stabilen, geeigneten Box. Es gibt da auch "hübsche" Chrashtestvideos zu... Wenn der Hund diese Box auch zuhause als Safespace kennen gelernt hat, ist das sogar win win denn er hat gelernt: dieser Ort ist das beste was es gibt. Viele Hunde stresst es nämlich auch, zuviel Platz zu haben... Bonus: sollte der Hund jemals in eine Klinik stationär müssen, stresst ihn eine Box nicht noch zusätzlich zum Klinikalltag. Im besten Fall kommt das ein Hundeleben lang nie vor aber im schlimmsten Fall habt ihr ihn unnötig auf diese Situation vorbereitet.

    EDIT: sollte der Hund nicht selbst ins Auto springen können, lohnt sich eine Rampe. Einfach damit er nicht vom reinheben überrumpelt wird und das Gefühl hat, er ist Herr der Situation. Das kann man auch ganz hübsch aufbauen, indem man Leckerli drauf legt.

    Ein Bus ist nie fertig.

    Gehört zur Familie: der Dicke (95er AAB, LR, TraPo Kombi) und

    der Kleinwagen (96er ACV, KR, Kombi), Zugpferd vom geliebten Gatten.

    Einmal editiert, zuletzt von BP3099 (25. Mai 2026 um 09:52)

  • Danke für die ausführlichen Tipps!!! Einen ganzen Teil üben wir schon, aber wahrscheinlich ist es wie immer: konsequent bleiben (Mensch und Hund😉). Übelkeit spielt da wohl keine Rolle, in unseren anderen Auto ist das ganze auch kein Problem, nur im Bus ist es ihr offensichtlich unangenehm.

    Wird üben weiter… üben, üben, üben😉

  • Dann ist der Bus vielleicht zu groß. Zu viel Bewegungsmöglichkeiten stressen manche Hunde. Da hilft eine Box oder wenigstens das anbinden an einem festen Platz. (bitte an einem geeigneten, gut passenden Geschirr, der Hund soll bei einer Bremsung ja nicht stranguliert werden)

    Ein Bus ist nie fertig.

    Gehört zur Familie: der Dicke (95er AAB, LR, TraPo Kombi) und

    der Kleinwagen (96er ACV, KR, Kombi), Zugpferd vom geliebten Gatten.

  • ihr müsst das womöglich länger praktizieren als,euer Hund schon die unangenehme Erfahrung im Bus gemacht hat, das muss euch bewusst sein.

    Manche Hunde sind durch positive Verstärkung leicht zu motivieten, andere müssen ganz banal mehr positiv/neutrale Erlebnisse gemacht haben, als negative bis das quasi überschrieben ist.

    Der Hund orientiert sich einfach am Erlebten, und da hat er nit seiner Stressreaktiondstrategie ja gut überlebt, jetzt muss er erst ein (in der Box)Zurruhekommen lernen und dann die Möglichkeit haben mit dieser neuen Strategie auf die bekannte Situation anders zu reagieren...

    Bleibt dran, kleine Schritte die ALLE konsequent aushalten und mitmachen können und dann nichmal 10 Wiederholungen bis der nächste Schritt kommt😉

    Ihr schafft das!

  • Ich will hier keine Zahl nennen weil ich kein Freak sein will. Ich habe schon sehr vielen Hunden das Auto fahren "beigebracht" oder ihnen dabei geholfen wenn's schwierig war. Bei wenigen gelingt das nie aber aus deinen Schilderungen scheint es nicht dramatisch zu sein.

    Alles gute Tipps!

    Noch etwas von mir dazu: wenn du dich unnatürlich, besorgt etc. verhältst wenn's ums Auto fahren geht überträgt sich das auf deinen Hund. Auch plötzliche Freude Initiativen finden manche Hunde schon "verdächtig".

    Drum kann ich nur noch raten immer authentisch zu sein.

    Familienbande mit T4

  • ... wer, wenn nicht Busfahrer, haben Platz dafür im Auto? ....

    Mit dem Vergleich zu normalen PKW hast du natürlich recht.

    Es kommt halt auf die Größe des Hundes an:

    für unseren ist eine "tierwohlkonforme" Box so groß, dass sie gefühlt den halben Laderaum im T4 einnimmt.

    (wir haben eine, die hat ungefähr das Format einer gut gepolsterten Waschmaschinen-Verpackung...)

    In meinem Haushalt gibt es außer dem T4 nur Oldtimer

    :aetsch: