Ja, die Strommessung scheint noch zu funktionieren, aber der Abgleich des Nullpunktes ist daneben. Die Batterie wird ja nicht wirklich leer, oder?
Dadurch, dass die Strommessung Ströme aus und in die Batterie messen muss, also zwei Richtungen, bei 0A der Ausgang des Stromsensors bei halber Betriebsspannung liegen, also normal 1.65V oder 2.5V.
Von da aus addiert oder subtrahiert er nach seiner Messverstärkung dann Strom-proportional Spannung, z.B. 20mV pro A.
Die Sensor-Spannung ist dann 2.5V+(Strom*20mV/A). Bei +50A zB dann 2.5V+50A*0.02V/A=1.5V. Bei -50A dementsprechend 2.5V+-50A*0.02V/A=3.5V.
Der Prozessor, der das misst, muss dann eine 0V-Referenz haben, die passt. Sprich, wenn der Sensor bei 0A exakt 2.55V ausgibt, muss der Prozessor hinterlegt haben 2.55V=0A.
Wenn der Prozessor aber 2.51V=0A hinterlegt hat und 2.55V am Sensor sieht, rechnet er Ausgangsstrom = (Sensorspannung - 2.51V) / 0.02V/A = 0,04V/0,02V/A = 2A, obwohl in Wirklichkeit 0A fließen.
Der Abgleich wo 0A ist muss für jeden Sensor gemacht werden, weil durch Serienstreuung halt einer bei 2.54V steht, und der nächste bei 2.46V.
Den Abgleich muss man bei dir anscheinend neu machen und hinterlegen, damit der Sensor wieder richtig ausgewertet wird...wobei die Frage bleibt, warum sich das verschiebt.
Die Strommessungen in BMS sind idR Shuntbasiert, da ist wenig drin das ohne Defekt plötzlich einfach so einen Offset erzeugt.