Moin,
Vorweg: KI-Kurzfassung siehe ganz unten. Leider sind viele nicht bereit, längere Texte zu lesen...
ich habe vor einer Weile die Ölwannendichtung und den Ölkühler an meinem ABL getauscht, weil er halt überall recht siffig und ölig war und man nicht genau gesehen hat, wo es her kommt.
Da ich die Ölwannendichtung vor ein paar Jahren schonmal getauscht habe, das aber anscheinend ja nicht viel gebracht hat, habe ich sie dieses Mal beidseitig dünn mit Motorsilikon versehen.
Zum Tausch der Dichtung (Schwallblech) musste ich die Servopumpe samt halter abnehmen, den Ansaugstutzen der Ölpumpe abnehmen, und letztendlich auch die Ölpumpe komplett ausbauen. (wer hat diesen Mist erfunden, es ging wirklich nicht anders!)
Danach bin ich ca. 800 KM gefahren, alles völlig unauffällig. Allerdings hat mich dann letzten Mittwoch bei einer längeren Bergabfahrt plötzlich die Kühlwasserleuchte angeblinkt (Kühlmittelstand gering).
Als ich dann die Musik pausiert habe, habe ich gehört, dass er auch irgendwie auffällig Tackert, Drehzahlabhängig, halbe Kurbelwellendrehzahl.
Erster Gedanke: Fu..., der neue Ölkühler isses nicht, vermutlich jetzt Kühlwasser im Öl. Also direkt raus gefahren, Haube auf. Kühlmittelstand war ein gutes Stück unter min, aber nicht "weg".
Ölmessstab raus - alles tutti. Genau so voll wie nach dem Einfüllen. Auslaufen tut auch nichts.
Das Tackern kommt von Fahrtrichtung rechts, hört sich aber nicht wirklich mechanisch an.
Ich bin also weiter gefahren und siehe da, das Geräusch ist wieder weg.
Jetzt ist es seit dem so, dass es mal kommt und mal geht. Meistens kommt es nach langen Bergauffahrten (Öl heiß) und anschließendem wieder runter Rollen mit weniger Drehzahl.
Was dazu allerdings wieder nicht passt: Am Wochenende war ich längere Zeit auf der Autobahn unterwegs. Dann ging es in der Autobahnabfahrt direkt auf einen Feldweg, den ich dann so 5 Minuten entlang getuckert bin. Da war Ruhe.
Auf dem Heimweg war dann auch wieder komplett Ruhe, bis kurz vor Ankunft zuhause. Kurz vorm Ort fing er wieder im Schubbetrieb das Tackern an.
Als er zuhause im Hof immer noch weiter geklackert hat, hab ich das Motorstethoskop geholt und mal abgehört. Setzt man an der Rechten Einspritzdüse an, hört man, dass die eine etwas härter Klingt als die anderen drei.
Mehr konnte ich damit nicht finden. Einspritzdüsen kann man wohl ausschließen, weil das Geräusch unabhängig von der Gasstellung und Last ist. Wenn er tackert, dann tackert er immer. Lediglich bei höheren Drehzahlen hört er langsam wieder auf.
Meine BEFÜRCHTUNG: Ich habe den O-Ring am Ansaugstutzen der Ölpumpe nicht ersetzt, weil ich natürlich keinen neuen da hatte. Was ist, wenn er da leicht undicht ist und etwas Luft saugt und daraufhin der Öldruck unzureichend ist?
Aber warum erst nach ca. 800 km? Und warum sollte das Geräusch dann auf dem Rückweg nicht direkt nach der Autobahnabfahrt beim durchrollen einiger Ortschaften kommen, sondern erst nach einer halben bis dreiviertel Stunde Landstraße?
Noch andere Ideen, was das sein könnte? Zufall, dass jetzt ein Hydrostößel langsam Probleme macht? Das Zeug ist ja auch alles schon 352.000 km gelaufen.
Ich möchte halt sehr gerne verhindern, dass ich die verklebte Ölwanne nochmal runter nehmen muss
Zudem müsste ich am Freitag mit dem Bus ins weit entfernte Saarland.... Auf der Autobahn war ja alles einwandfrei, würdet Ihr fahren?
Gruß Thomas
Zusammenfassung:
Spoiler anzeigen
Nach Tausch von Ölwannendichtung und Ölkühler am ABL (inkl. Ausbau der Ölpumpe) ist nach ca. 800 km erstmals ein drehzahlabhängiges Tackern aufgetreten, hauptsächlich nach längeren Bergauffahrten bzw. bei heißem Öl im Schubbetrieb. Gleichzeitig blinkte einmal die Kühlwasserleuchte wegen niedrigem Stand, Öl selbst sieht aber normal aus und verliert auch nichts.
Das Geräusch kommt eher von der rechten Motorseite, ist mal da und mal weg und verschwindet bei höherer Drehzahl oft wieder. Mit dem Stethoskop klingt die rechte Einspritzdüse etwas härter als die anderen, Einspritzdüsen selbst erscheinen aber eher unwahrscheinlich, da das Tackern unabhängig von Last und Gasstellung auftritt.
Verdacht aktuell: eventuell zieht der alte O-Ring am Ansaugstutzen der Ölpumpe minimal Luft, da dieser beim Zusammenbau nicht erneuert wurde. Andererseits passt das Fehlerbild zeitlich nicht wirklich dazu. Möglich wäre auch ein langsam sterbender Hydrostößel bei inzwischen 352.000 km.
Frage daher: Kennt jemand das Fehlerbild bzw. würdet ihr mit dem Bus noch eine längere Autobahnfahrt antreten?