Beiträge von simond

Bitte bei Problemen mit dem Forum das Endgerät und Version angeben!

    In der Schifffahrt ist ein Diesel-Elektrischer Antrieb schon seit langem Gang und Gäbe. Die Vorteile liegen auf der Hand: ein Elektromotor schafft wesentlich mehr Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich, ein Akku in der Größe ist nicht realisierbar- also wird er über einen Generator erzeugt. Der verbraucht VIEL weniger als ein großer Motor.

    In der Schifffahrt kommen dieselelektrische Antriebe nur zum Einsatz, wenn:

    - besondere Anforderungen an Geräusch / Vibrationen gestellt werden, also Passagierkomfort auf Kreuzfahrern

    - Bauraum Beschränkt ist (z.B. Tunnel-Querstrahlruder)

    - z.B. Ruderpropeller (Azimith-Thruster) benötigt werden (wobei diese auch über Hydraulikmotoren betrieben werden können)

    Dabei werden die Generatoren über Mittelschnelläufer angetrieben.


    Wenn möglich, werden jedoch langsamlaufende 2-Takt-Dieselmotoren benutzt, die laufen am effizientesten (spez. Verbrauch von weniger als 170...180 g/kWh) und treiben den Propeller direkt ohne Getriebe an (oft um die 120 Umdrehungen/min). Strom für den Bordbetrieb wird dabei übrigens über einen Wellengenerator direkt an der Propellerwelle erzeugt.

    Grüße
    Simon

    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-ver…nken-li.2214550

    Die ganze Konstruktion bricht also zusammen, wenn der Strompreis SINKT ? ... aber war das Ziel der Energiewende nicht gerade ein SINKENDER Strompreis :nixpeil:
    Die Vision war ja sogar: am Ende würde Strom überhaupt nichts mehr kosten, weil "Die Sonne schickt keine Rechnung"

    Insgesamt sinkt der Strompreis und das ist eine gute Nachricht, die auf niedrige Stromgestehungskosten erneuerbarer Energien zurückzuführen ist.

    In dem Artikel steht, dass die Finanzierungslücke an alten Verträgen liegt. Wenn die auslaufen und die garantierten Einspeisevergütungen nicht mehr gezahlt werden müssen fallen diese Kosten nicht mehr an.

    Gibt es hier noch etwas zum Thema, was noch nicht erwähnt wurde?

    :cop:

    Bestimmt!

    Da sich das als Androhung zur Schließung des Themas liest, möchte ich mich vorher noch für die Diskussion bedanken. Jeder sitzt gewissermaßen in seiner Blase und hier haben wir gut diskutiert.

    Ich für meinen Teil habe ein paar Argumente besser verstanden, bin jedoch nach wie vor davon überzeugt, das der Weg weg von Verbrennungsprozessen gut und richtig ist.

    Danke!

    mal lädst Du daheim (muss nicht Solar sein, kannst auch nen dynamischen Stromtarif abschließen)

    So langsam kriege ich einen Hals ... kommt endlich aus Eurer Wohstandsblase raus und begreift, das Eure Ratschläge für die weit überwiegende Zahl der Menschen (in D und in der Welt) nicht umsetzbar sind . egal, wie doll sie es gern möchten: sie können es einfach nicht.

    :aufreg:

    Du hast recht, noch ist das nicht für alle umsetzbar, ich habe etwas zu salopp formuliert. Sorry. Bei den Eigenheimbesitzern kann man die Aussage so stehen lassen. Neubauten haben (zumindest in den Städten) Tiefgaragen, welche, zumindest theoretisch, mit Ladeanschlüssen ausgestattet werden können. Diejenigen die ihr Auto am Straßenrand parken müssen von städtischer Seite versorgt werden. Da ist noch einiges aufzubauen, aber unmöglich ist es nicht!

    Und ich frage mich das schon lange, warum ihr die noch fahrt.

    Weil auch der T4 seine Daseinsberechtigung hat. Ich habe nicht gesagt, dass das E-Auto immer und überall die bessere Wahl ist. Wenn ich mich recht erinnere, hat das auch niemand anders hier behauptet. Aber das E-Autos Verbrennern in Sachen Effizienz und komplexität des Antriebs überlegen sind wurde hier schon mehrfach diskutiert.

    Unser T4 wird z.B. selten bewegt, der Alltag geht hier per Fahrrad und ÖPNV. Deshalb werde ich z.B. auch (Stand jetzt) kein E-Auto kaufen/leasen, weil ich denke, dass ein zusätzliches E-Autos vermutlich nicht umweltfreundlicher ist. Ich schreibe übrigens hier, da es in anderen Regionen sicherlich anders ist. Da muss, neben der weiterentwicklung von Eantrieben, der ÖPNV / Carsharing / Rufbus / Anrufsammeltaxt / etc. ausgebaut ggf. auch von staatlicher Seite unterstützt werden.

    20,5 A X 0,60 Cent = 12,30

    Du vergleichst Äpfel mit Melonen.

    0.60 € / kWh vielleicht der Preis am Autobahn-Schnelllader, aber es wird ja nicht immer nur genau die eine Strecke gefahren. Dazu kommt Stadtverkehr, mal Landstraße, mal lädst Du daheim (muss nicht Solar sein, kannst auch nen dynamischen Stromtarif abschließen) mal bei günstigen Ladestationen...

    Dann den Mittelwert ziehen.

    wir Menschen sollten auch versuchen, unsere Überheblichkeit, alles verändern zu können, abzulegen.

    Ich glaube ich verstehe, was Du sagen möchtest, aber wir haben es auch geschafft, die Welt zur jetzigen Situation hin zu verändern.

    Klar, in ein paar hundert Jahren oder tausend Jahren wird es die Menschheit nicht mehr geben, die Erde wird sich weiterdrehen und die überlebenden Lebewesen entwickeln sich weiter. Aber diejenigen Menschen (unsere Kinder, teilweise vielleicht auch wir?), die in der Übergangszeit leben, werden es schwer haben mit Unwetter, Wasserknappheit, Klimawandel klarzukommen. Ihnen wird es weniger gut gehen als uns heute.

    Einzelne können nicht verändern bzw der Beitrag einzelner ist zu unbedeutend. Klimaschutz kann nur kollektiv gelingen. Und da ist es an der Politik die entsprechenden Regeln und Rahmenbedingungen zu schaffen (edit: und es ist an den Bürgern mitzuziehen). Auch international.

    Um nicht zu pessimistisch abzuschließen: Beim FCKWs hat es auch geklappt. Ich denke und hoff das das beim Klimaschutz auch gelingt!

    Stellst Du Dir diese Fragen auch selber?

    Ich hoffe mal, dass das jeder hier tut.

    Für mich ist wichtig:

    - Hat der Autor bzw die veröffentliche Stelle ein finanzielles Interesse am Thema? Wenn ja, weitere Quellen suchen bzw die angegebenen Quellen weiter verfolgen

    - Gibt es überhaupt weitere Quellen

    - Skeptisch sollte man sein, wenn sich die Quellen im Kreis gegenseitig referenzieren und die eigene “Bubble” nicht verlassen

    - Ist der Schreibstil neutral oder werden Stilmittel benutzt um zu beeinflussen oder Emotionen zu erzeugen

    etc.

    Gibt auch gute Zusammenfassungen / Hinweise dazu im Netz zu finden

    Schönen Gruß!

    Egoisten verhindern dies nachhaltig mit unsinnigen Vergleichen wie dem China-Vergleich weiter oben.

    Man muss dazu stehen können...:devil:

    Besser, als dauernd den großen Klimaprediger spielen und dann nen T4 fahren:tear:

    Nicht alles ist schwarzweiß. Was Funktionierendes gegen was Neues auszutauschen ist energie- und ressourcentechnisch selten sinnvoll. Ich tausche auch nicht meinen Kühlschrank gegen einen effizientreren aus, wenn er noch funktioniert. Auch meine Gasheizung würde ich nicht tauschen, wenn sie noch gut laufen würde (im Februar hatten wir es eine Woche kalt). So ist es auch mit dem T4. Die wenigen Kilometzer die ich den im Jahr fahre hole ich mit einem Elektroauto beim momentanen Stand der Technik nicht rein.

    Es gab dabei immer wieder Leute, die auch schon früh auf die Folgen der Industrialisierung hinwiesen. Der schwedische Forscher Svante Arrhenius hat bereits 1902 hierzu Artikel publiziert, 1912 gabs im Magazin "Popular Mechanics" bereits Artikel über den Treibhauseffekt. Da aber die fortschreitende Industrialisierung zum Einen viel Geld versprach, und sich die Lebensbedingungen und -erwartungen durch ihre Errungenschaften für viele Menschen sprunghaft verbesserten (Fortschritte in der Medizin, Kunstdünger - welcher zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion führte) wurden Bedenken hinweggewischt.

    Gant interssant ist in dem Zusammenhang, dass Exxon 1982 die CO2 und Temperaturentwicklung ziemlich genau vorhergesagt hat: https://insideclimatenews.org/wp-content/upl…ouse-Effect.pdf

    Siehe auch hier nachträgliche Vergleiche: https://www.forbes.com/sites/ianpalme…om-40-years-ago, https://www.science.org/doi/10.1126/science.abk0063

    Außerdem: Eine Öl- oder Gasheizung wird auch alle 20 - 30 Jahre ersetzt

    Jetzt auch mal: woher hast du die Quelllenangabe?

    Zum einen aus der persönlichen Erfahrung bei mir (18 Jahre alte Viessmann und die reparaturen häufen sich) und in der Verwandschaft, aber auch z.B. hier:

    https://www.baunetzwissen.de/altbau/fachwissen/heizung-lueftung/lebensdauer-von-haustechnikkomponenten-2333439

    Wie lange hält eine Heizung? – Alle Fakten über die Lebensdauer von Heizgeräten
    Wie lange hält eine Heizung? Das hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Wir klären Sie auf, wann ein Wechsel lohnt >>
    www.thermondo.de

    laut Habeck kostet es den Privathaushalten bis 2030 rund 56 Milliarden umd diesen Wäremepumpenquatsch umzusetzen.

    Wo hat Herr Habeck diese Zahl genannt? Hast Du da eine ernstzunehmende Quelle? Danke. Ich finde da auf die Schnelle nur die "Junge Freiheit", die keine ausreichenden weiteren Quellenangaben liefert.

    Außerdem: Eine Öl- oder Gasheizung wird auch alle 20 - 30 Jahre ersetzt und kostet dann entsprechend (zwar nicht sowiel wie eine Wärmepumpe, aber kostet dennoch). Darüber hinaus spart eine Wärmepumpe im Betrieb Geld (sogar bei meinem alten, "ungeeigneten" Haus, siehe mein Post weiter oben). Je niedriger die Vorlauftemperatur der Heizung desto höher die Einsparung.

    Bestes Beispiel: Das Heizungsgesetz. Da wird nicht nach dem Sinn gefragt, gut laufende, sparsame Heizungen aufgrund ihres Baujahres zu verbieten und durch weniger effiziente oder gar ungeeignete zu ersetzen. Das thema Wärmepumpe, Eignung für Bestandsimmobilien wie Fachwerkhäuser, Stromverbrauch, Rohstoffe für Stromerzeugung dürfte hinreichend bekannt sein.

    Soweit ich weiß darf jedermann seine existierende Heizung weiter betreiben. Niemand wird gezwungen eine funktionierende Heizung zu ersetzten. Wenn Du eine Informationen hast, bitte ich um eine entsprechende Quelle.
    Das Verbot von Ölheizungen kam übrigens schon von der Vorgängerregierung. Das Gebäudeenergiegesetz ist gar nicht so schlecht wie dargestellt. Nur die Kommunikation war ein Desaster.

    Meine Familie und ich stehen gerade auch davor eine neue Heizung zu installieren. Wir waren unschlüssig, ob Gas oder Wärmepumpe. Da die Quellen im Internet leider nicht immer objektiv sind habe ich selber gemessen. Im Gaszähler dreht sich ein Magnet, mit einem Magnetometer an einem Raspberry Pi habe ich den Verbrauch kontinuierlich gemessen und mit der jeweiligen Außentemperatur ins Verhältnis gesetzt:

    image.png


    Daraus kann ich den mittleren Wärmeenergiebedarf des Hauses berechnen und mit meiner Heizungskennlinie, der Temperaturstatistik für Hamburg und dem Wirkungsgrad/COP einer Wärmepumpe (aus der Literatur entnommen, Quelle kann ich nachreichen, habe ich gerade nicht hier) die Ersparnis/Mehrkosten je nach Strom-/Gaspreis berechnen:

    image.png


    Fazit: Die momentane Einsparung hält sich für uns in Grenzen, aber da die Betriebskosten nicht höher sind und ich eher steigende Gaspreise erwarte wird es eine Wärmepumpe.

    Zur Einordnung/Info: Der Gasbedarf beträgt zwischen 21000 kWh/a und 24000 kWh/a. Das Haus ist von 1907 mit Anbauten aus den 1950ern und 1970ern und Dach von 2006. Die Dämmung des 1950er-Anbaus ist schlecht, und eine Gaube ist schlecht gedämmt. Da gehen wir noch ran. Der Rest ist glaube ich OK.


    Zappelstrom der "alternativen" Quellen. Viel mehr Justierungen durch Neztbetreiber erforderlich.

    Ja, es werden andere Mechnismen implementiert, aber wo ist da das Problem? Siehe z.B. https://energiewinde.orsted.de/trends-technik…ie-energiewende
    Als Verbraucher wirst Du da keine Last mit haben.

    Differenz der Strompreise, wenn wir auf das Ausland angewiesen sind und kaufen müssen oder sogar draufzahlen, wenn wir mittags überschüssigen Strom ins Netz einspeisen. Nachbarländer haben das als Geschäftsmodell erkannt. Wir zahlen immer nur für die Ideologie.

    Abschalten und Rückbau von Kraftwerken, ohne Alternativen zu schaffen

    Es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele.

    Bitte nenne mal Quellen dazu, dann gehe ich gerne darauf ein.

    Als weiteren Punkt möchte ich anfügen, dass bei Wind und Solar ein Großteil der Wertschöpfung und dazugeghörige Arbeitsplätze in Deutschland liegen. Beim Import von Öl und Gas liegt viel der Wertschöpfung im Ausland.

    Schönen Gruß
    Simon