Hier wird häufig viel zu wenig Aufmerksamkeit den defekten Teilen gewidmet, was ich auch nachvollziehen kann, wenn man den Schock mit Motoraufbau erstmal verdauen muss. Wenn er dann wieder läuft, sollte man mal in Ruhe in die Tiefe gehen und bis dahin die Teile vom Riementrieb aufbewahren. Wir haben hier so, viel Experten aus verschiedenen Fachrichtungen für die Analyse der Schadensbilder.
Deshalb finde ich es nochmal wichtig die Art der Defekte zu sammeln, um dann über mögliche Ursachen zu diskutieren. Die Suche nach Herstellern hilft zwar auch, kann aber auch bei Änderung der Bestandteile (Litens Rollen jetzt aus Romania, diese müssen nicht schlechter sein als aus Canada) auch nicht verlässlich sein. Der Riemen selbst reist ja eigentlich immer als Folge von etwas, was es herauszufinden gilt, um dann spezifisch Vorsorge treffen zu können.
Bei der Spannrolle z.b müsste man sehen, welcher Anschlag gebrochen ist, wie die Bruchfläche war oder die Spannfeder. Bei Abrieb ist die Frage nach der Rollengeometrie oder den Abdeckungen zu stellen. Bei der Wapu nach Gängigkeit, Spiel, Undichtigkeit usw. Dann kann man ev bestimmte Punkte in sinnvolle Kontrollen umsetzen.
Wie gut oder schlecht muss z.B ein Lager sein, wenn mal angenommen 100tkm bei im Mittel 50 km/h = ca 2000 Betriebstunden aushalten muss. Das erscheint mir jetzt erstmal nicht besonders viel, auch wenn für die Lager Umdrehungen die Durchmesser von Antriebsrad zu Lager und die Motordrehzahl mit der Belastung wichtig sind.