Beiträge von JackN

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    Das wollte ich noch grad hinzufügen, das Problem ist ja nicht nur die Stromerzeugung, sondern auch das Transferieren von a nach b. Und d haben wir - auch ganz extrem dank Söder und Konsorten - extreme Defizite in D. Die großen Stromerzeuger haben sich ihren Kuchen aufgeteilt, und wollen nicht, dass auf einmal "von woanders "u.U. billiger geliefert werden könnte. Auch der Grund Solar zeitweilig abzuschalten - nicht die Netzüberlastung ist da oft das Problem, sondern dass eben für die Einspeisung der Netzbetreiber die Vergütung zahlen müsste. Also wird die Einspeisung gerade dann, wenn die Anlagen Höchstleistung liefern, mit einem Hinweis auf angebliche Überlast abgeschaltet.
    Hier sehe ich gesetzlichen Regulierungsbedarf, der vorgibt, dass Strom aus erneuerbaren Energien wann vorhanden vorrangig genutzt werden MUSS.

    Dazu bundesweite Regelungen, es kann nicht sein dass in den nördlichen Bundesländern Abstände für Windräder von 100-200m zu Gebäuden gelten, und Bayern hier 2KM durchsetzen will und einfach keine Genehmigungen ausstellt. Und dann noch aufgrund von Brauchtumskacksoptikscheisse Solaranlagen auf Dächern in den Dörfern verbietet.
    So zurückgeblieben kann man doch echt nur sein wenn man schon mit einem Fuß im Grab steht. Sorry, aber das regt mich echt maßlos auf.

    9 Monate im Jahr autark sind doch ne gewaltige Ersparnis gegenüber 12 Monate Dreck in die Luft jagen?
    Verstehe nicht warum man da so einen zynischen Kommentar drunter packen muss. Vielleicht haben sie im Herbst/Winter ja zusätzlich Windkraft am Start :P
    Oder nutzen halt anderweitig erzeugte Energien, wobei man - je nach PV - selbst im Winter gar keinen schlechten Ertrag hat.

    Das mit dem E-Antrieb in der Gesamtbilanz nicht umweltfreundlicher als ein Diesel hab ich jetzt aber noch nicht mitbekommen - woher kommt das Narrativ jetzt?
    Wie auf den vergangenen Seiten schon mehrfach festgestellt wurde ist die Energie, die aufgewendet wird, damit ein Liter Kraftstoff überhaupt erst bei der Tanke ankommt, nicht unerheblich. Wird aber eben selten mit betrachtet. Dafür wird den Elektro-Tankern immer wieder der ach-so-umweltfeindliche Strommix vorgeworfen, bei dem wir auch festgestellt haben, dass dieser in D über die letzten Jahre bedeutend mehr Zuwachs an regenerativen Energien bekommen hat.
    Die Geschichte mit dem Akku ist dank neuer Materialien auch nicht mehr so haltbar, demgegenüber werden immer mehr seltene/teure Materialien in den Abgasbereinigungsanlagen der Verbrenner verbaut. Vom restlichen Aufwand einen Verbrennermotor herzustellen, und dann noch die Schmierstoffe und Filter, sowie Zubehör (Kerzen, Zündspulen), die der im Laufe seines Lebens verbraucht mal abgesehen.

    Siehe übrigens auch mal "who killed the electric car", ein Film über den GM EV1, ein Elektro-Pionier, den ich mir heute so 1zu1 zurückwünschen würde (vielleicht mit etwas moderneren Akkus). Wurde von GM eingesammelt und verschrottet damit sie keine Ersatzteile vorhalten mussten - gegen den Willen der Leasingkunden und potentiellen Käufer. Über die gesamte Lebenszeit wurde aktiv von Händlern und GM selbst Front gegen das Fahrzeug gemacht, was nur existierte, um die Emissionsgesetze in Teilen der USA zu befrieden. Als die gekippt wurden wurde alles eingestampft und weiter auf (in der Produktion billigere) Verbrenner gesetzt. Gegen den Willen derer, die so ein Fahrzeug leasen/fahren durften. Quasi jeder hätte es GM abgekauft, wenn sie es erlaubt hätten.

    Was die Medien angeht: Gedruckt wird, was sich verkauft.

    Und das mit den Windrädern hab ich auch noch nicht verstanden. Spielst Du gerade auf das Thema Entsorgung nach Ende der Laufzeit an? Das ist ne Sache an der eine ganze Branche gerade mit Recyclinglösungen arbeitet, weil es ja nicht nur Windräder, sondern alle möglichen Dinge aus Kompositmaterialien betrifft. Aber was die reine Energieerzeugung angeht sind Windräder kein Stück schlechter als Erdgas, ihr CO2-Ausstoß im Betrieb ist... null.


    Ältere Menschen sind leider auch sehr empfänglich für Bauernfängerei. Sehe ich in der eigenen Verwandschaft, wenn ich mal wieder Rechner säubern darf, weil sie im Internet auf irgendwas geklickt haben, was ihnen gesagt hat, dass ihr Rechner mal dringend eine Sicherheitsüberprüfung bräuchte oder sie einen Virus hätten... Und das breitet sich dann auf andere Dinge aus: "Aber in der Sendung XYZ haben sie gesagt..." "und ich hab im Internet geguckt und da stand das auch" - ja, wenn man direkt nach der Behauptung aus dem TV 1zu1 sucht, dann findet man eben auch genau diese Zeilen wieder, und Seiten die diese wiederkauen/bestätigen.

    Das kritische Suchen nach Quellen, das Einordnen dieser Quellen, das alles bekommen die älteren Herrschaften - bildungsübergreifend - in der Regel nicht auf die Reihe. Das bekommen aber auch viele jüngere nicht hin.

    Da möchte ich Dir teilweise widersprechen, gerade bei der Projektplanung geht man inzwischen oft dazu über, ersteinmal ein minimum viable product ans Fliegen zu bekommen und dann später Features hinzuzufügen. Das Wasserfallmodell, bei dem man erstmal in ewigen Sitzungen alles bis ins Ende durchplant, führt gerade in der IT oft nur dazu, dass am Ende Prozesse umgesetzt werden, die in der Realität schon seit Jahren überholt sind, und die Software direkt nach ihrer Einführung erstmal aufwändig umgebaut werden muss, damit sie überhaupt zur inzwischen veränderten Realität der Firma passt.
    Ab einer gewissen Größe von Firmen trifft man allerdings immer wieder auf diese Einstellung, wir nennen das auch "agil wie die Ever Given - wir blockieren mal alles!" :D
    Beispiel: Wenn ich Dir nicht sagen kann welche Software in 2 Jahren, wenn ein Managementsystem eingeführt wird, an dieses angeflanscht wird weil die entsprechende Software in den Abteilungen sich mit Projekten immer wieder ändern kann, dann kann ich auch nicht dafür statisch Schnittstellen planen. Was ich planen kann ist ein Team parat zu haben, was mir diese Schnittstellen dann, wenn sie gebraucht werden, schnell aus dem Boden stampfen kann, weil das Know-How dafür vorhanden ist.

    Sich um Dinge Gedanken zu machen ist nicht verkehrt, keine Frage. Wir sind in D aber auch Meister im "Totdenken", und echt im Hintertreffen wenns ums "einfach mal machen" geht.
    Ich hab meiner Frau auch gesagt, dass ich den Bus-Ausbau gerne komplett im voraus plane, wenn wir vorher nen Laserscanner kaufen und den Innenraum komplett abscannen, damit wir ein maßstabsgetreues 3D-Modell mit allen Maßen haben. Aber der Innenraum ist so schief, schräg, abgerundet und co, dass ich ansonten da keinen Sinn drin sehe, irgendwas genau vorzuplanen. Man guckt grob wo was hinkommt, platziert die Dinge, die unverrückbar sind, und der Rest wird mit Pappschablonen am Objekt abgemessen und ans Grundgerüst gespaxt.

    Das Problem ist da eher, dass die Leute die Auswirkungen kaum noch am eigenen Leib erfahren werden. Wer von denen, die gegen E-Mobilität und erneuerbare Energien wettern, ist denn bitte 20 Jahre oder jünger?
    Das ist eher das Gejammere der älteren Fraktion, die dann auf gar keinen Fall auf irgendwas verzichten wollen, und für die es nicht sein kann, dass sie in irgendetwas Abstriche machen müssten gegenüber den 2 Generationen vor ihnen.
    "Nach mir die Sintflut" ist da der Leitgedanke bei vielen, leider.

    Darum sag ich ja auch immer wieder, dass die Einführung entsprechender Techniken einen sofort greifbaren positiven Effekt haben muss. Wenn das E-Fahrzeug 25% mehr kostet als derselbe Wagen als Verbrenner, dann werden sich die Leute das immer wieder mit einem "so viel fahr ich ja gar nicht als dass sich das irgendwann lohnt" schönreden, warum sie den Aufpreis nicht zahlen wollen. Oder geben lieben das Geld aus um eine Fahrzeugklasse höher einzusteigen (ungeachtet der Folgekosten, aber hey, mehr BremmBremm, Nachbar neidisch machen).
    Hast Du Fahrzeuge die dasselbe kosten, aber bei denen der E-Wagen einfach kostenmäßig weniger verbraucht, dann würden viel mehr zugreifen, selbst mit geringerer Reichweite.
    Siehe Norwegen, wo sie auf E-Fahrzeuge einfach mal die (hohe) Steuer weggelassen haben, wodurch der E-Golf dasselbe kostete wie der Einstiegs-Benziner. Was haben die Leute da wohl gekauft? Spoiler: Nen Auspuff hatte es nicht.

    Wankel REX war ein Produkt der Abgasnormen. Zu der Zeit wurde ein REX meines Wissens nicht wie ein reiner Verbrenner behandelt und konnte somit viel mehr Dreck rausblasen. Die Hoffnung auf Bauraum und Gewichtseinsparung wurde am Ende eliminiert da ein REX besondere Anforderung an die Geräuse und Vibrationen hat - oder findet ihr es toll in der 30er Zone Ortsgebiet mit 5000u/min dahinzufahren? :P

    Der Wankel iat da leider genau eine ziemliche Brülltüte und drüber raus muss er zur Schmierung wie ein 2 Takter Öl verbrennen. Was ich grade herausfinden konnte weniger als ein normaler 2-Takter und Mazda missbraucht hierfür anscheinend Motoröl das man halt offiziell oft prüfen und auffüllen muss.

    Der elektrische Audi A1 wurde ja mit Wankel REX gebaut (Prototypen), nur wurde das Projekt vor Marktreife eingestampft.

    Der MX30 REX ist von Ende letzten Jahres, und der Range Extender in der Kiste ist tatsächlich sehr leise (bei langsamer Autobahnfahrt sind schon die Windgeräusche lauter als der REX). In der Stadt soll das Ding ja optimalerweise nie laufen, da sollte via Akku gefahren werden - so zumindest der Plan der Kiste.
    Den BMW i3 gabs ja auch mit REX, der wurde aber durch einen zu kleinen Benzintank zur Nullnummer gegenüber dem Stromer mit größerem Akku.


    pero-bus genau das was Du beschreibst hatten ja der BMW i3 und auch jetzt eben der MX30.
    Das Problem: Der rein elektrische Antrieb spart keine Energie über Gewicht, das was vorher der größere Akku (i3/MX30) wog wieden jetzt die Verbrenner+Tank-Komponenten, die immer mitgeschleppt werden. Der i3 krankte dazu dann an einem (zu) kleinen Tank, der in einigen Ländern noch künstlich kastriert wurde, damit der Wagen als E-Fahrzeug galt und nicht als Verbrenner. Beim MX30 wurde das wohl ignoriert, aber der Wankel frisst eben als Dauer-Generator auch in seinem optimalen Drehzahlband über 7L/100km. Was eindeutig zuviel ist, auch wenn er recht leise säuselt (trotz nur einem Rotor - den Einzylinder, der so leise ist, will ich sehen ^^ ).

    In der Theorie ist das ein spannender Antrieb, und viel spannender als alle Hybride wie i8 oder Koenigsegg Gemera und co. Aber eben bislang scheinbar noch nicht zuendegedacht, sondern eine Feigenblatt-Lösung gegen Reichweitenangst.

    Ja, das hast Du Recht.
    Bezüglich Zukunft beim Motor, spannend find ich dass Mazda den Wankel als Range Extender im MX30 ja wieder aufleben ließ. Hab grad ein Video über die Fertigung der Motoren gefunden, ist doch recht viel Handarbeit dabei.
    Dank des kleinen Wankel, der nur als Range Extender fungiert, kommt der rein elektrisch angetriebene Wagen auf über 600km maximale Reichweite bis der Benzintank dann auch leer ist.
    Rein elektrisch sinds zwar eher so 100, aber das bedeutet, dass man a) keine unnötig große/schwere Batterie mit sich rumschleppt und b) kurze Strecken durchaus rein mit Strom absolvieren kann.
    Dafür schleppt man dann den Motor immer unnötig mit, aber wenigstens ist so'n Wankelchen recht kompakt mit nur einer Scheibe.

    Edit: Grad gesehen dass er wenn der Akku leer ist wieder 7,5 Liter/100km säuft um das in Strom umzuwandeln. Also wiedermal nix mit Range-Extender :(

    kann ich absolut zustimmen. Auch das mit den Überlegungen was-wäre-wenn. Allein der Gedanke: Was wenn man sowas als Alleinverdiener stemmen muss und dann krank wird - Krankengeld 68%, da wirds allein mit der Bedienung von Krediten für einige schnell richtig knapp.
    Oder: Wie sieht es aus wenn doch noch Nachwuchs unterwegs ist und ein Gehalt teilweise in der Zeit wegfällt? Oder man bei einem Altbau in Eigenregie nicht mehr so viel Arbeitsleistung selbst erbringen kann?
    Natürlich kann man nicht immer nur vom worst case ausgehen, wohl dem der aber zumindest mal drüber nachgedacht hat was-wäre-wenn und dem dann etwas gelassener ins Auge schauen mag.


    Speed Freak ich drück Dir die Daumen dass das mit dem Rücken was wird. Am Ende ist Gesundheit durch nix zu ersetzen. Auch ein Grund warum ich durchaus überlege im Alter die Stunden eher zu reduzieren, die Zeit gibt einem keiner zurück.

    Die Anlage da oben hat bereits einen 15KW Speicher dabei. Der ist im Preis mit drin.
    Installation plus Anschluß durch Elektriker kosten nach einigen Myhammer-Angeboten die ich gefunden hab ab ca. 2000-2500€. Geht auch günstiger wenn man etwas Eigenleistung mitbringt und nach Absprache z.B. vorher Kabelkanäle verlegt usw... (hier vor Ort hat z.B. ein Elektriker an einem Tag 6 Anlagen angeschlossen, da war von den Besitzern alles nach seinen Vorgaben vorbereitet bis auf die Kabel die in den Schaltschrank gingen - kostete dann irgendwas bei 300€ pro Anlage und gut wars. Für ihn guter Stundensatz, für die Leute ne feine Sache).

    Bezüglich Ansparen: Ich gehe mal von 24 Monaten aus, wenn man in der Zeit auf andere Dinge (Urlaub, größere Anschaffungen) verzichtet.

    Haustür mit drei Riegeln entspricht allerdings keiner gehobenen Sicherheitsklasse. Was für die Versicherung gilt ist ja eines, was aber tatsächlich auch länger als 5min gegen nen Schraubendreher besteht was anderes. RC5 und aufwärts hab ich eher so im Preisbereich 3000€ und höher (ohne Einbau) im Kopf. Und ja, es gibt günstige Haustüren. Ebenso Fenster, vermutlich hättest Du das sogar noch günstiger bekommen wenn Du es drauf angelegt und die alten Dinger selbst aufm Hänger beim Wertstoffhof entsorgt hättest (Bauschutt ist allerdings teurer geworden, das stimmt). Aber im Zweifelsfall gibts auch da wieder Schwachstellen - ist die Haustür gut gesichert, aber die Terassentür hat nen Holzrahmen, dann hilft ein Stemmeisen und ein kräftiger Ruck in der Regel dort um schneller (und oft ungesehen) reinzukommen.
    Ziel ist es aber ja von vornherein einem Einbrecher zu signalisieren: Du brauchst hier zu lange, lohnt sich nicht, geh zum Nachbarn :D


    rolex Mit 2200 Netto und zwei Kindern hätte ich nie im Leben an den Erwerb eines Hauses gedacht. Wie soll das um Himmels willen bitte gehen? Keine Chance, jedenfalls nicht in dem Umfeld hier. Der Grund für den Hauserwerb fernab der Arbeitsstätte lag darin, dass eine größere Wohnung in halbwegs-ÖPNV-Nähe bereits einen vierstelligen Betrag kalt gekostet hätte. Teilweise, je nach Zustand/Neuheit der Bude, wäre da bereits das von Dir angegebene Nettogehalt für 100m² Wohnraum fällig gewesen.

    Mit einem Gehalt in der Höhe hättest Du allerdings auch keinen Kredit bekommen. Und das galt auch vor 40 Jahren. In der Siedlung, in der meine Eltern ein günstiges Häuschen mit städtischer Hilfe bauten (Bauland gabs so für die Hälfte, weil Stadteigentum, dafür konnte man nur zwischen zwei Typenhäusern wählen) hat keine einzige Familie ohne zwei Jobs gebaut. Niemand. Und selbst dort haben - Anfang der 80er Jahre - viele eine Einliegerwohnung in die Bude mit reingebaut (zumindest ne separate kleine Küche mit großem Wohn-/Schlafzimmer und eigenem Bad) für nen Großelternteil, der dazuzog, und dafür was für die Grundkosten beigesteuert hat. Respektive der Rest hat erst mit einem Erbe der älteren die Häuser abbezahlen können, oder konnte beides nicht und hat sich dann in Schulden von der Bude getrennt (bzw. wurde durch die Bank von der Bude getrennt).

    Was hier verpennt wurde ist nachhaltiger sozialer Wohnungsbau (siehe Schweden). Gleichzeitig wurde ein Traum vom Eigenhaus generell suggeriert, der aber nur für einen Bruchteil der Bevölkerung heutzutage noch zu stemmen ist. Ich denke, dass man dann als Besitzer eines solchen Eigenheims, sich des Privilegs wesentlich deutlicher bewusst sein sollte, aber auch der Verpflichtungen, die so eine Immobilie mit sich bringt.
    Das alte Quartettspielen (Mein Auto, mein Haus, meine Yacht) klappt nicht mehr - das ist finanziell einfach nicht drin (ohne Jackpot im Lotto).


    Bezüglich Gesamtkosten hat ansonsten Speed Freak alles gesagt. Als Mieter hast Du natürlich das Problem der steigenden Mieten, was Du durch steigende Gehälter kompensieren musst. Bietet Dir Dein Arbeitgeber das nicht, dann bist Du irgendwann gezwungen zu wechseln.
    Als Eigenheimbewohner hast Du - eine gute Finanzplanung vorausgesetzt - einmal einen hohen Start-Einsatz gehabt für die Kaufnebenkosten und den Eigenanteil. Den aufzubringen ist die größte Hürde (und erfordert eine lange, lange Durststrecke mit viel Verzicht). Ab dem Punkt aber, wo Du anfängst die Raten abzuzahlen, hast Du kalkulierbare monatliche Kosten, die über die Laufzeit gleich bleiben (je nachdem wie man abgeschlossen hat über 15-20 Jahre).
    Dafür bist Du dem Spielball aller anderen Kosten ausgesetzt: Grundsteuerreform, Nebenkosten die zu 100% auf Deine Kappe gehen Straßensanierungen (an denen die Anwohner je nach Region ja beteiligt werden), usw...

    All das bringt einen natürlich dazu sich damit auseinanderzusetzen, wo man langfristig Kosten einsparen kann. Und da klingelt es bei erneuerbaren Energien eben gewaltig.
    Ist dasselbe wie bei vielen Dingen, z.B. Fassadenfarbe: Die teurere rechnet sich, wenn sie 25% mehr kostet, aber doppelt so lange hält. Usw... man muss aber jedes Mal die Erst-Investition schlucken können.
    Sparen kann man dann anderweitig: defekte Türen durch gebrauchte ersetzen, Schalterblenden aus den Kleinanzeigen, etc... der ganze Kleinscheiss summiert sich auch gewaltig.


    Das ist aber alles nur was für Leute, die eben Dinge wir Urlaub hinten dran stellen können. Wir waren in den Jahren, in denen wir den Bus haben, 2x auf "großer Tour", sprich anderthalb Wochen unterwegs. Mehr nicht, sonst nur mal n verlängertes Wochenende. Für mehr war aufgrund von Eigenleistung und Arbeit keine Zeit.
    Wer die Kröte nicht schlucken kann, für den ist ein eigenes Haus glaube ich auch nicht das Richtige. (persönliche Meinung)


    Ich weiss, dass meine Ansichten über viele Dinge ein wenig radikal klingen, und sich teilweise wie das Zerstören von Träumen anhören. Ich bin aber - auch finanziell - oft genug mit Karacho auf die Fresse gefallen dass ich inzwischen halt sehr überlege bevor ich irgendwas angehe, und ich denke dass daraus ein etwas bitter-zynischer Realismus resultiert.

    JackN ich stelle immer wieder fest, dass du keinerlei Verständnis darüber hast, wie es ist mit wenig bis gar nichts auskommen zu müssen.

    Sei froh, dass es so ist. Aber vielleicht sprichst du mal mit Leuten, die nicht in deinem jetzigen Bekanntenkreis verkehren.

    Du, ich hab mal so wenig Kohle gehabt, dass ich monatelang von Billigtoast mit Billigkäse und Pfefferminztee (50er-Beutelpack) für n bisschen Geschmack leben musste. Das gabs morgens, mittags, abends - ab und an mal mit etwas Glück nen Rest von nem Kumpel vom Mittag, um etwas Variation reinzubringen.

    Meine Aussage bezog sich rein auf Leute, die bereits ein Haus mit Grund als Eigentum haben. Und diejenigen sollten sowieso in der Lage sein, eine Summe wie die von mir da oben genannte in absehbar kurzer Zeit anzusparen. Denn bei einem Haus kann es immer zu unvorhergesehenen Kosten kommen. Lass mal n paar Bäume auf Deinem Grundstück morsch werden, so dass sie gefällt werden müssen, weil sie z.B. die Straße gefährden. Da bist Du ruck-zuck n paar Tausender los, wenns ne Drittfirma machen muss.
    Heizung kaputt? Kannst nicht selber machen? Tja...
    Dach undicht? Kellerwand undicht? Selten unter nem fünfstelligen Betrag zu erledigen.
    Alleine eine neue Haustür kostet ja schon einiges, wenn die auch nen minimalen Einbruchsschutz und Klimawerte mitbringen soll.
    Ich hab haufenweise Häuser gesehen, die für nen Appel und n Ei weggegangen sind - eigentlich nur noch zum Umschubsen - weil die vorherigen Bewohner mit dem, was so ein Haus an Verpflichtungen mit sich bringt, schlichtweg überfordert waren. Für einige Leute ist Mieten einfach der bessere Weg, das ist gar nicht böse gemeint - aber ich hab auch Verwandte die aufgrund ihres Jobs so wenig Zeit "daheim" verbringen, dass sie selbst sagen: bei nem Haus bräuchten sie Gärtner, Putzfrau und Mülldienstleister, die die Tonnen rausstellen. Können und wollen die sich gar nicht vorstellen.

    Das ich in meiner Kein-Geld-Phase auch keine Möglichkeit gehabt hätte an sowas zu denken ist ja was anderes. Ich hab selbst aber z.B. über 10 Jahre auf jeden Urlaub verzichtet, um eher Anschaffungen wie Möbel, (gebrauchte) KFZ und Ähnliches vorzunehmen. Dinge, die mir langfristig was helfen.
    Und da wäre (für mich) z.B. ein Balkonkraftwerk weit, weit, weit vor nem Billigflug in ne zweifehlhafte Touristenabsteige angesiedelt.
    Das Schöne ist: Selbst wenn man später mal die Möglichkeit zu nem eigenen oder gemieteten Haus hat ist das ja nicht rausgeschmissenes Geld. Unsere alte Solaranlage vom Busausbau 1.0 läuft grad auf dem Gartenschuppen und versorgt da als Inselanlage mit den alten Bus-Akkus und Mini-Wechselrichter die Ladegeräte für unsere Akkus für Garten und Heimwerken, sowie unseren Mähroboter.

    Mach flott den Schrott! :D

    PeMu und yellowone Ich wiederhole es gerne gebetsmühlenartig: Die Preise für Solar und Speicher sind gewaltig in den Keller gefallen.
    Die Platten werden immer effizienter, man bekommt also auch im Winter genug rein, damit das Haus vielleicht nicht vollständig autark sein kann, aber schon die Kosten stark abgemildert werden. Von Frühling bis Herbst ist man mit vielen Anlagen auf null Verbrauch aus dem Netz.
    Siehe mein Beispiel von oben. Hier mal n aktuelles Angebot: https://www.mydealz.de/deals/solarway…lterung-2317663 (der Wechselrichter kann mehr als 12KW, aber da nicht alle Platten immer optimal beschienen werden skaliert man den WR i.d.R. etwas niedriger als die Leistung, die die Platten maximal können)

    Und solche Angebot hauen die Reseller derzeit im Wochentakt raus. Ja klar, wer meint ein E-Auto täglich über den Hausspeicher VOLLladen zu können, der träumt. Keine Frage.
    Wer aber mal daran denkt die eigene Stromrechnung rabiat zu senken UND dann am Wochenende den Effekt mitnimmt, dass das v-E-hikel daheim noch "kostenlos" Saft in den Tank bekommt, der freut sich.
    Und die preisliche Einstiegshürde für solche Systeme wird halt immer niedriger.

    Dieses mit "kann sich niemand leisten" , "noch ne halbe Million hier und da" finde ich absolut stammtischmässigen Käse.

    Das wurde von Terry Pratchett schon schön beschrieben:

    Boots theory - Wikipedia
    en.wikipedia.org

    Kurzfassung: Jeder braucht Stiefel an den Füßen. Ein gutes Paar Stiefel kostet 50 Dollar. Aber ein billiges Paar, welches für eine Saison knapp hält aber am Ende schon aufgibt und einem nasse Füße beschert ist für 10 Dollar zu haben.
    Der Knackpunkt: Die guten Stiefel halten auch 10 Jahre und mehr, aber die armen Leute können sich diese nicht leisten, brauchen aber neue Stiefel. Also gibt der Arme im Laufe von 10 Jahren doppelt so viel Geld für Stiefel aus wie der Reiche, aber hat trotzdem noch nasse Füße.

    So ist das leider auch mit vielen anderen Dingen. Bin ich arm, dann kann ich mir nur billige Nahrung kaufen, und nicht auf Nährwerte und Qualität achten. Selbstanbau wäre eine Alternative, dafür brauche ich aber erstmal wieder Land und Werkzeug / Beete usw...
    Habe ich Geld und eine Vorratskammer, dann kann ich auch höherwertigere Sachen, die sich länger halten, im Angebot auf Vorrat kaufen, und hab so z.B. bei nem richtigen Knallerangebot günstige Nudeln für n halbes Jahr im Einkaufswagen.

    Solar und Strom dasselbe, wobei hier grad eine "kleine Revolution" über Balkonkraftwerke (hab die ersten Preise unter 250€ für 800W gesehen) und generell günstige Solaranlagenpreise stattfindet (15KWp mit 15KW Speicher und Montagematerial nähern sich der 10.000€-Grenze - ist noch immer eine Stange Geld, aber wesentlich erschwinglicher als noch vor wenigen Jahren).

    Ich bin über den Rechner vom Spring jetzt etwas verwundert - das ist der von der Dacia-Seite?
    Nur 45km aus der Kiste rauszuwringen klingt für mich eher nach Spaß aufm Nürburgring, das schafft man ja sonst sogar aus einem Twizy :D Da gehe ich dann doch von einem Fehler auf der Webseite aus. Ein Renault Zoe, der zu gleichen (oder besseren) Konditionen zu haben war, schafft jedenfalls mehr.

    Das mit dem Laden an der Arbeitsstätte ist tatsächlich auch bei mir die Achillesferse, nur muss ich bei 110km Strecke (ohne Umweg wegen Streckensperrung) halt mit 250km Reichweite unter schlechten Bedingungen (Winter, viel Heizung, Licht usw...) rechnen. Dafür hab ich den Vorteil, dass ich daheim über PV zuladen kann, da ich nur ab und an im Büro sein muss.

    Ich denke auch dass es hier trotz allem recht zivil geblieben ist.
    Werde ja nicht müde zu sagen, dass die Anforderungen aller Leute halt unterschiedlich sind, und sich nicht alles für alle lohnt.

    Einzig bei einer Meinung bleib ich komplett: Einem Großteil der Menschen ist es nicht bewusst, was eigentlich für Kosten mit der Individualmobilität verbunden sind. Und nirgendwo wird dabei mehr selbst belogen, betrogen und schöngerechnet als bei Selberschraubern :D

    BMW bietet für die neuren Fahrzeuge explizit einen Tausch von Modulen an, zum Fixpreis. D.h. einmal Arbeitsleistung (Akku ausbauen und öffnen) und dann nur noch Zellen zusätzlich, die dank kleiner Einheiten gar nicht mal teuer sind. Das letzte, was ich gelesen hab, war irgendwas bei 900€ für Akku aus- und Einbau und Zellentausch und dann 300€ pro Zelle. Keine Ahnung wie viel Aufschlag da je nach Nähe der Werkstatt zu München noch draufkommt :D
    Aber da tut sich was.

    So langsam kriege ich einen Hals ... kommt endlich aus Eurer Wohstandsblase raus und begreift, das Eure Ratschläge für die weit überwiegende Zahl der Menschen (in D und in der Welt) nicht umsetzbar sind . egal, wie doll sie es gern möchten: sie können es einfach nicht.

    :aufreg:

    Du hast recht, noch ist das nicht für alle umsetzbar, ich habe etwas zu salopp formuliert. Sorry. Bei den Eigenheimbesitzern kann man die Aussage so stehen lassen. Neubauten haben (zumindest in den Städten) Tiefgaragen, welche, zumindest theoretisch, mit Ladeanschlüssen ausgestattet werden können. Diejenigen die ihr Auto am Straßenrand parken müssen von städtischer Seite versorgt werden. Da ist noch einiges aufzubauen, aber unmöglich ist es nicht!

    Das mit den Tiefgaragen ist leider nicht mehr überall der Fall. Hamburg hat sogar explizit das Bauen komplett ohne vorhandene Stellplatzmöglichkeiten in vielen Stadtteilen erlaubt und verweist auf den ÖPNV, während die Stellflächen an der Straße an private Parkraumanbieter verkauft und von denen (teuer) vermietet werden.

    Ansonsten hat das nix mit Wohlstandsblase zu tun yellowone
    Eher was damit, dass viele von uns jahrzehntelang über ihre Verhältnisse gelebt haben und das als normal empfinden. Und jetzt meckern, wenn dieser Wohlstand auf Kredit halt mal scharf angeschaut und mehr auf Nachhaltigkeit gedrängt wird.

    Ansonsten kostet ne Renault Zoe mit Mietbatterie (Miete kann übernommen werden) gebraucht ab 4000€ in fahrfähigem, unproblematischem Zustand (grad eben nachgeguckt). Wer sich das nicht leisten kann, der sollte vom eigenen PKW ggf. eh Abstand nehmen. Klingt böse, aber auch alles, was an Verbrenner günstiger auf dem Markt ist, ist für nicht-Schrauber ne tickende Zeitbombe. (bei der Zoe hat man immerhin beim alten Batterie-Mietmodell den Vorteil, dass man nen neuen Akku bekommt sobald dessen Leistung zu weit abgefallen ist)

    Ich bin dafür, dass ALLE ihre T4 sofort abtreten, die so vehement pro E rechnen und die Realität außer acht lassen und endlich in ihre heile Welt einziehen.

    Und ich frage mich das schon lange, warum ihr die noch fahrt.

    Nochmal....es wird nicht ein Szenario für alle funktionieren, es wird immer Kompromisse geben müssen.

    Sorry BP3099 :pinch:

    Wir fahren die, weil DU NICHT LESEN KANNST!

    Dutzende Leute vor Dir haben wiederholt gesagt, dass die E-Fahrzeuge für bestimmte Einsatzzwecke optimal geeignet sind. Niemand hat behauptet, dass sie für ALLE Einsatzzwecke optimal sind.
    Spoiler: Das sind die T4 eben auch nicht.
    Darum wird der bei uns z.B. nur noch für schwere Hänger und Urlaub verwendet. Alles andere wird mit anderen, sparsameren Methoden (u.A. Fahrrad wo es geht) abgefrühstückt.
    Ein T4 ist auch ein Kompromiss gegenüber einem großen Wohnmobil, in einiger Hinsicht. Erfüllt für viele hier denselben Zweck, aber anders. Genau dasselbe für Handwerker im Vergleich mit anderen Kleinbussen/Vans.
    Und - wenn wir mal ehrlich sind - bei dem Alter der T4 ist das Weiterfahren eh nur noch Liebhaberei, und nicht mehr rational erklärbar.