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Mir geht es rein um das H auf dem Kennzeichen. Rein symbolisch, mit persönlichem, emotionalen Wert.
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Wieso eigentlich? Aus Meiner Sicht fährt man das H für die anderen spazieren. Du weißt doch, dass Dein Klassiker in einem sehr gut erhaltenen Zustand und in Würde gealtert ist. Wieso solltest Du Dich einem behördlich auferlegten Regelwerk, das von Theoretikern geschrieben wurde, unterordnen? Die gesetzlich festgelegten Kriterien bestimmen doch nicht ob Du einen schönen, gut erhaltenen Oldtimer fährst, sondern nur ob das Fahrzeug ein H spazieren fahren darf, weil es eben diese festgelegten Kriterien erfüllt. Im schlimmsten Fall würde man ein patiniertes Fahrzeug seiner Historie berauben, indem man es neu lackiert.
Manchmal kommen Leute und wünschen eine H-Abnahme, weil sie das Fahrzeug verkaufen möchten. Wenn es sich um einen seltenen Oldtimer handelt, der auch problemlos die Kriterien für die Annahme erfüllt, rate ich den Kunden davon ab. Denn, wenn ein Sammler oder Liebhaber das jeweilige Model sucht, kennt er/ sie ohnehin die Schwachstellen. Ein Kenner lässt sich folglich nicht von dem H blenden, sondern weiß wo man reinleuchten und drücken muss um morsche/ korrodierte Stellen aufzuspüren.
Somit würde ein Fahrzeug, das vor dem Verkauf eine H-Abnahme bekommt, lediglich Laien beeindrucken, die darauf vertrauen, dass durch die Abnahme ein makelloser Zustand garantiert würde. Und genau deshalb machen sich viele Prüfer ins Höschen, wenn eine H-Abnahme gewünscht wird und verlangen einen Oldtimer im Jahreswagen-Zustand.
In Deinem Fall, wäre es ratsam einen weniger zugekniffenen Prüfer mit der Abnahme zu beauftragen, aber wofür? Würdest Du Dein Auto erhabener betrachten wegen dem zusätzlichen Buchstaben?