Beiträge von sortca46

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    Der vordruck soll am Ausrücklager anliegen nicht im Bremssystem. Dann schleift die Bremse….

    Falsch verstanden??????

    Ich hab von einer Trommelbremse gesprochen und dort ist, bzw. war es schon zur damaligen Zeit so das ein Vordruck anliegen musste/ sollte. Erst mit den heute üblichen Nachstellern war das dann nicht mehr nötig.

    Die Kombi aus vorn Scheibe und hinten Trommel stellte die damaligen Konstrukteure z.B. bei Einführung des Zweikreissystems vor ein Problem. Einerseits darf bei der Scheibe kein Vordruck anliegen, andererseits brauchten die bei uns damals üblichen Trommelbremsen mit den einfachen Nachstellern ( teilweise nicht mal automatisch z.B. bei Moswitsch, Wolga, Shiguli) eben einen gewissen Vordruck um Ansprechzeiten und Pedalwege so gering wie möglich zu halten. Der Ausweg bestand darin die Kreise nicht wie heute üblich diagonal aufzuteilen, sondern VA/HA. Was natürlich bei Ausfall des VA Kreises, sagen wir mal, suboptimal war. Aber egal..... wir konnten behaupten das wir eine Zweikreisbremsanlage haben.

    Gleichzeitig spielten hier auch noch Dichtheitsprobleme eine Rolle. Bei den damaligen RBZ der Trommelbremsen waren nämlich Topfmanschetten üblich, deren Dichtlippe eben nur bei einem gewissen Druck sicher an der Zylinderwand anlagen.

    Tech3 Hm???? Wie gesagt, ich hab das hilive mit meinem China Druckminderer an der Druckluft probiert. Ich traue dem Ding nicht so wirklich, was die Anzeige angeht. Wenn es z.B. 10 Bar anzeigt dann hab ich oben an den Druckluftkesseln 9 Bar am geeichten Manometer anliegen. Keine Ahnung wie groß der Fehler jetzt im Bereich unter 1 Bar ist.

    Mein Dealer meinte jedenfalls das Vordrücke um die 0,2 bis max 0,4 Bar wohl üblich sind. Nicht jetzt speziell beim T4, aber allgemein. Ich denke nicht das es viel mehr ist, rechne mal die Kraft aus die da bei ( sagen wir mal) 1 Bar schon auf den Kolben vom Ausrücklager wirkt. Soll ja schlussendlich nur bewirken das der Kolben dort bleibt wo er ist und dabei auch noch dicht bleibt.

    Ich denke mich zu erinnern das die Trommelbremsen beim 353er Wartburg mit 0,23 Bar beaufschlagt waren. Über die Dinger durfte ich meine Abschlussarbeit schreiben, ungezählte Stunden auf'm Prüfstand zugebracht ( ja sowas hatten wir damals auch schon) und wofür ?????? Für nix.

    Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist eine weitere Info von meinen VW Dealer die zur Annahme von Mühli passen würde.

    Er meinte nämlich das es möglich ist das bei fehlendem Vordruck Luft ins System gelangt. Der Vordruck sorgt nämlich auch dafür das die Dichtlippe im Drucklager an die "Zylinderwand" angelegt und somit dicht bleibt. Läßt der Vordruck, z.B. bei "lahmen " Ventil UND längerer Standzeit nach dann läßt die Dichtung nach und es kann Luft eindringen. Gerade im Winter herrscht auch hohe Luftfeuchtigkeit am Standplatz. Folge ist dann Rostbildung im Drucklager und damit Ausfall durch Undichtigkeit.

    Wie gesagt......alles nur Theorie aber möglich.

    Tech3 OK ich wollte ja eigentlich mich hier nicht mehr äußern, da ja im Allgemeinen die Meinung zu herrschen scheint das dieses Ventil nur für Leute eingebaut wurde die nicht kuppeln können. Aber es hat mir dann doch keine Ruhe gelassen. Ich war also diese Woche mal wieder bei meinem VW Dealer, auf'n Kaffee ( lag irgendwie am Weg) und hab mal mit ihm über die Funktion dieses Bauteiles gefachsimpelt. Kurz und gut......er meint weglassen oder durchbohren geht ja, aber nicht lange. Früher oder später ( wohl eher früher) kommt der Punkt wo man am Pedal pumpen muß um kuppeln zu können, weil......einfach kein Vordruck mehr vorhanden ist.

    Ich hab dann mal ein wenig gebastelt.

    Aus einem meiner hier rumliegenden AFK Getriebe den Zentralausrücker rausgeschraubt, ein gebrauchtes Ventil drauf und ein Kupplungsdruckrohr kpl bis zum Geberzylinder dran gebastelt. Das Ausrücklager gesichert, damit es mir nicht auseinander fliegt.

    Dann vorsichtig in das Druckrohr Luft rein gelassen. Das Drucklager kommt raus, jetzt Druckluft weg und???? Das Drucklager bleibt draußen. Ich kann es zwar eindrücken, es kommt aber sofort wieder raus. Also ist dort noch Druck drauf. Erst als ich das Entlüfterventil geöffnet habe blieb das Drucklager drin.

    Jetzt mal den "Versuch" rückwärts. Durch's Enlüfterventil vorsichtig Druckluft gedrückt. Bis ca. 0,3 Bar tat sich garnix, nur das Drucklager kam wieder raus. Erst bei noch mehr Druck kam dann Luft aus dem oberen Ende des Druckrohres.

    Ob das jetzt wirklich 0,3 Bar, oder 0,2 oder gar 0,5 waren hat mir mein Chinadruckminderer leider nicht verraten. War auch nicht Ziel der Aktion. Ich wollte lediglich für mich selbst meine Theorie bestätigt haben.

    Soviel zum Thema beidseitig durchgängig.

    Achso...... AdiF das mit dem Ford Ventil ist schon länger bekannt, aber auch diese Teile werden langsam rar. Kannst Dich also glücklich schätzen eins erwischt zu haben, wenn auch gebraucht.

    Der Druck wird NACH dem Ventil in Richtung Nehmerzylinder gehalten und im Normalfall braucht keine Bremsflüssigkeit in den Geberzylinder nachlaufen, solange das System dicht ist, nicht mal verschleißbedingt. Wenn sich nämlich der Belag der Kupplungsscheibe abnutzt wandert die Druckplatte weiter Richtung Kurbelwelle, was heißt das die Finger des Automaten in Richtung Drucklager wandern, also der Weg desselben kürzer und somit eher weniger Bremsflüssigkeit benötigt wird.

    Aber ja...... hätte ich ein defektes Ventil dann würde ich bestimmt nicht 7 Jahre diskutieren, da würde ich mir eher was einfallen lassen. Einen, wenn auch in meinen Augen nicht idealen, Lösungsansatz hab ich weiter oben vorgeschlagen. Nämlich nicht den Anschluss des Ventilersatzes an die Druckleitung anpassen, sondern die Leitung anpassen. So einen "Adapter" macht mir mein Hobbydreher in unter einer Stunde aus 'nem Stück Messing Rundmaterial, wenn ich ihm die Maße sage. Nur..... bin ich in der glücklichen Lage ein relativ neues Ventil im Auto und genügend Ersatz im Regal zu haben. Habe also garkeine Veranlassung da weiter drüber nachzudenken.

    empire ganz einfach weil die 02B Getriebe keinen Zentralausrücker haben sondern ganz klassisch einen außenliegenden Nehmerzylinder und eine federbelastete Ausrückgabel mit Ausrücklager. Das ist ein gänzlich anderes System.

    Ich hatte in der Zeit als ich jung war ( ja auch wir waren mal jung ;)) oft mit Motoren zu tun dagegen ist der ACV ein Spielzeug was Leistung und Drehmoment angeht. Die hatten an der Hauptkupplung ein ähnliches System, auch mit einem Ventil welches einen Vordruck halten sollte. Bedingt durch schlechte Materialqualitäten sowohl bei den Bauteilen als auch bei der Bremsflüssigkeit ( damals gab's noch keine DOT irgendwas) waren die ab und zu mal defekt. Dann hieß es für den Fahrer min 2-3 mal am Pedal pumpen bis die Kupplung getrennt hat. Gut war alles leicht größer, die Kupplung war eine 5 Scheibenkupplung mit ca. 60 cm Durchmesser und entsprechend langen Arbeitswegen der Bauteile, aber das technische Prinzip war das selbe.

    Gute Kutscher haben den Ersatzteilmangel kompensiert indem sie eben nur beim Anfahren die Hauptkupplung benutzt haben und dann nur noch mit den Lenkhebeln gearbeitet haben.

    Mühli ich hatte das schonmal irgendwo hier geschrieben, also den Vergleich mit dem Bodenventil, find das nur jetzt nicht. Ist letztendlich auch egal, aber Dein Gedanke ist so abwegig nicht.

    Ich hatte vor Jahren mal einen A4B5 mit dem unsäglichen ACK Motor ( ich weiß bis heute nicht welcher Teufel mich damals geritten hat das Ding zu kaufen) der hatte ein ganz komisches Phänomen. Immer wenn der so 2-3 Stunden irgendwo in der Sonne stand und sich richtig aufgeheizt hatte......genau da fiel das Kupplungspedal durch. Von Hand hochziehen, nochmal durchfallen, nochmal hochziehen und dann war wieder gut.

    Bis......ja bis mir mein Cousin ( der jenige welcher bei Mercedes gearbeitet hat, siehe oben) geraten hat dieses Ventil zu wechseln. Gut sitzt bei dem Teil an einer anderen Stelle, erfüllt aber den selben Zweck. Von Stund an konnte das Auto tagelang in der Sonne stehen, ist nie wieder vorgekommen.

    Svencore nö alles gut, ich wollte damit nur sagen das ich ihm das was er da erzählt auch so abgenommen habe ohne Zweifel zu hegen.

    Diese Art Ventile gibt's übrigens nicht erst seit T4 & Co. Stichwort Bodenventil im HBZ einer Trommelbremse. Technische Funktionsweise genau gleich und Sinn ähnlich. Mein Kfz-Technik Studium ist zwar schon 46 Jahre her, aber ich erinnere mich das wir das damals schon gelehrt bekommen haben, wie so manches was heute noch Gültigkeit hat.

    Btw. woher hast du diese Informationen über die genaue Funktionsweise des besagten Bauteil's?

    Von jemandem der jahrzehntelang in der Entwicklung gearbeitet hat. Zwar bei Mercedes, aber.....die Funktionsweise und Daseinsberechtigung eines solchen Ventils ändert sich ja nicht nur weil es in einem Auto eines anderen Herstellers steckt.

    Dieser jemand erzählt mir bestimmt keinen Blödsinn, dann würde es nämlich familienintern mächtig Ärger geben.

    Dann ist was anders nicht ok, das Ventil kennt nur auf oder zu. Bei auf läuft der Motor bei zu läuft er nicht, fertig. Wenn er im Notlauf läuft dann ist das Ventil auch auf, wenn es nach dem Anlassen ( warum auch immer???) wieder schließen würde dann würde der Motor kommentarlos aus gehen aber nicht im Notlauf laufen. Selbst im Notlauf braucht er nunmal Diesel und den kriegt er nur wenn das Ventil offen ist.

    Wenn es tatsächlich nur eine Verzögerung im Druckabfall bewirkt, ist das sicher kein Problem.

    Es steht aber die Aussage im Raum, dass das Ventil beim T4 auch einen Restdruck halten soll. Tech3 hat diese Info von INA erhalten.

    Das Ford-Teil wird z. B. bei Autodoc auch als Druckhalteventil bezeichnet.

    Wenn dem so ist, wäre ein Rauswurf evtl. weniger ratsam.

    Genau das meinte ich wenn ich sage das VW das Ding nicht verbaut hätte wenn es nicht notwendig gewesen wäre. Das Ventil bewirkt das ein definierter Restdruck, auch Vordruck genannt, im Zentralausrücker erhalten bleibt. Definiert wird dieser über die Stärke der Feder im Inneren. Läßt deren Spannung nach dann läßt der Druck nach. Es dauert also länger bis der zum Auskuppeln notwendige Druck aufgebaut ist. Mit anderen Worten: der Druckpunkt am Pedal wandert nach unten weil das Drucklager im Zentralausrücker erstmal an die Finger des Automaten angelegt werden müssen bevor überhaupt ausgekuppelt werden kann.

    Wenn ihr unbedingt der Meinung seid das Ventil wäre nicht notwendig, was ich anzweifle weil es VW dann von Anfang an nicht verbaut hätte, dann versucht doch mal anders rum zu denken. Das Gewinde auf dem Anschluss am Zentralausrücker dürfte ja bekannt sein und für jeden halbwegs begabten Dreher kein Problem darstellen. Auf der anderen Seite einfach ein Innengewinde rein mit entsprechendem Kegel am Ende. Dann das Rohr was normal im Ventil steckt abschneiden, Bremsleitungsnippel draufschieben und entsprechend bördeln. Genau wie eben bei Bremsleitungen auch.

    Ist dann aber nicht mehr rückbaubar, falls es doch nicht so funktionieren sollte mit dem Fahren wie erhofft. Dazu braucht's dann 'ne neue Kupplungsdruckleitung, nur blöd das es die auch schlecht gibt.

    Dann....einmal provisorisch von irgendwoher 12 V plus auf's Ventil geben. Vorher aber mal vorsichtshalber das org Kabel abklemmen. Wenn's klick macht dann sollte das Ventil funktionieren und der Fehler ist auf dem Weg vom MSG zum Ventil zu suchen. Im Notfall die Spannung einfach dran lassen und fahren. Abstellen ist zwar bissel tricki, aber immer noch besser als irgendwo dum rumstehen.

    Das mit der sogenannten Abzockerei ist aber m.M.n. auch ein stückweit hausgemacht.

    Da wird groß öffentlich gejammert das dies oder das an Teilen nicht mehr lieferbar ist und händeringend alles an Foren, Fratzenbuchgruppen etc. duchgefragt wer evtl. irgendwas gehört oder gelesen hat woher man das gesuchte Teil noch bekommen könnte.

    Die jenigen welche darauf aus sind Geschäfte zu machen sind ja auch nicht doof. Die gucken diverse Foren gezielt danach durch. Die Bezugsquellen kriegen sie gleich mitgeliefert und dann sind sie einfach nur schnell und kaufen nicht nur ein Teil sondern alles was noch da ist. Jetzt nur noch 1/4 bis 1/2 Jahr warten und dann.......

    Eigentlich nix verwerfliches dabei, die Nachfrage regelt nun mal den Preis. Egal ob nun dieses blöde Ventil oder z.B. das berühmte Ansaugrohr oder das linke Hydrolager usw. usw.

    Ich hab meine Ventile übrigens vor Jahren von meinem VW Händler gekauft, als ich eins brauchte, zum regulären VW Preis. Das war kurz nachdem die Dinger entfallen waren, und ja ich gebe zu ich hab gleich alles gekauft was er noch hatte. Aber nur weil ich noch 2 T4 im Bekanntenkreis habe und man ja nie weiß wie lang deren Ventile noch durchhalten.

    Das die Dinger schwach werden ist übrigens daran zu merken ( org. Aussage VW Händler) das der Druckpunkt der Kupplung am Pedal unmerklich aber stetig nach unten wandert. Die technischen Details warum das so ist sparen ich mir jetzt mal.