12 Jahre CE ! Aktuell: Wassereinbruch der Dritte + Fieser Einbruchtrick

Bitte bei Problemen mit dem Forum das Endgerät und Version angeben!
  • Moin !

    Im Frühjahr 2009 haben wir unseren California Exclusive angeschafft.


    Er war von Anfang an als einziges Alltags-Fahrzeug gedacht, als Personenbeförderungsmittel, als Transporter und Hängerzugfahrzeug und als Mobilheim. Wir sind zu zweit und wohnen auf dem Dorf.

    Seitdem sind wir etwa 120.000 Km in fast allen westeuropäischen Ländern unterwegs gewesen.

    In der Zeit haben wir 665 Tage im Bulli gewohnt. Einzelübernachtungen nicht mit gerechnet. Bislang wurden wir Nachts weder verscheucht noch belästigt. Ein erfreuliches Zeichen einer toleranten Gesellschaft. Wir sind aber auch stets bemüht, unsere Übernachtungsplätze sauberer zu verlassen als wir sie vorgefunden haben.

    Unsere Erwartungen an Alltagstauglichkeit, Wohnkomfort und Spritsparsamkeit wurden mehr als erfüllt.

    Der Verbrauch liegt bei durchschnittlich 8,7 Litern/100Km und da sind auch die Standheizungen mit berücksichtigt.

    Und das bei akzeptablen Fahrleistungen und einem moderatem Fahrstiel; Man hat ja Zeit.

    In diesen sechs Jahren haben wir nicht eine Nacht auf einem Campingplatz gestanden, (Ausnahme waren die T4 und CE Treffen, aber auch da haben wir unsere eigene Infrastruktur genutzt) daraus ergab sich ein gewisser Optimierungsbedarf des an sich schon Top ausgestatteten Exclusive.

    Ziel dieser Maßnahmen war es, ohne eine Tür öffnen zu müssen, bei jedem Wetter und an allen Plätzen, sämtliche Verrichtungen im Fahrzeug erledigen zu können.

    Ein wichtiger Punkt war dabei, eine möglichst wenig veränderte Optik des Westfalia Originalausbaus

    Und das Fahrzeug sollte möglichst ohne Dachträger, Heckbox oder ähnliche sperrige Sachen auskommen und trotzdem ausreichend Platz für alle lebensnotwendigen Dinge bieten.

    In der Zeit sind wir einige Male mit vier Erwachsenen über zwei Wochen unterwegs gewesen. Das Fahrzeug bietet sogar die Möglichkeit im Notfall mit 5 Personen gesichert zu Reisen und zu übernachten. Wie das geht verrate ich allerdings nicht.

    Eine weitere Aufgabe war der passive Einbruchschutz.
    Da wir manchmal auch an Orten parken, an denen Urlaubsträume ein jähes Endes fanden (man sieht es an den vielen Glasscherben zertrümmerter Seitenfenster auf dem Boden), hier habe ich auch einiges konstruiert.

    Meine Umbauten habe ich schon teilweise publiziert, hier möchte ich es noch einmal zusammengefasst tun. Einige Umbauten haben in der Betriebsphase auch Probleme bereitet und ich habe das dann entsprechend geändert. Es gibt halt immer wieder neue Herausforderungen und dass ist ja auch das Schöne an dem Hobby.

    Salve! Holger

  • Da wünsch' ich doch glatt auch weiterhin viel Spaß und schöne, entspannte Reisen!

    ... Meine Umbauten habe ich schon teilweise publiziert, hier möchte ich es noch einmal zusammengefasst tun. ...


    Das wird sicher interessant ...

  • Also gut, ihr wollt es nicht anders. :D

    Vorsichtshalber weise ich aber darauf hin, dass sich der Wunsch Bahn brechen könnte das Eine oder Andere so oder ähnlich nachzubauen.
    Und das macht Arbeit

    Mit ging es bei der Lektüre dieses Forums genau so. :rolleyes:


    Eine meiner ersten Maßnahmen war der Einbau einer SOG Toilettenentlüftung.

    Das hat gleich zwei gravierende Vorteile:

    Es müffelt kaum bei der Benutzung des WC
    Ich möchte auf keinen Fall WC-Chemie benutzen, aus ökologischen Gründen und damit als Notlösung das Vergraben der Fäkalien möglich ist.

    Eine weitere Maßnahme war die Verwendung des in der Toilette befindlichen Spülwassertanks zur WC Spülung, in erster Linie um den Hauptwassertank zu entlasten.

    Zwischen Hauptwasseranlage und WC gibt es ein Magnetventil. Sobald man es einschaltet fördert die Pumpe Wasser aus dem Haupttank in den Toilettentank. Sobald der WC Tank voll ist (es passen ca.15 Liter hinein) schaltet ein Schwimmerschalter die Pumpe und das Magnetventil wieder ab.
    Im Trethford WC ist eine kleine Pumpe die beim Spülvorgang das Wasser in Bewegung setzt.
    Diese Maßnahme entlastet den Hauptank des Fahrzeugs erheblich, insbesondere bei mehreren Nutzern.
    Einzig sichtbare Veränderung ist der beleuchtete Schalter am WC Kasten.

    Um auch im Dunkeln die Fäkalkasette problemlos entnehmen zu können habe ich in der Heckklappe eine abschaltbare Leuchte eingebaut. Zumal ich ja auch noch den SOG Entlüftungsschlauch ab- und aufstöpseln muss.

    Salve ! Holger

  • Tischumbau

    Der originale Tisch ist ja wohl eher eine Lachnummer, dem Stauraum in der Schranktür geschuldet. Mit 4 Personen daran eine Mahlzeit einzunehmen ist schlecht möglich.

    Daher habe ich aus einer Pappelsperrholzplatte einen größeren Tisch gebaut und die Beschläge ummontiert.

    Dieser Tisch lässt sich nicht von oben einhängen sondern wird seitlich eingeschoben.

    Wir lassen ihn meistens aufgebaut wenn wir zu zweit unterwegs sind. Muss er weg, findet er Platz zwischen Sitzbank und Küchenblock. Die Sitzbank rastet dann 5cm vorher ein, so dass er problemlos dahinter passt. Wird unten geschlafen stellt man ihn an die Schiebetür.

    In der Tischplatte befinden sich etliche Neodym Magnete die eine kleine Tischlampe sicher halten. Sie wird über eine KFZ Steckdose mit vorgeschaltetem Funk-Dimmer betrieben. So stellt sich ein wenig „Mitropa Speisewagen Atmosphäre“ ein. Gleichzeitig bleibt dadurch die Tischdecke auch in Kurven an ihrem Platz.

    Abends wird oft „Gift & Galle“ gespielt. Dazu sind zwei Rommé Blätter erforderlich. Das braucht Platz beim Mischen und Auslegen der Karten.

    Morgens dann ein Französisches Frühstück mit frischen Croissants und Baguette direkt am Rhoneufer.

    Jahreszeit abhängig gibt es auch einen kleinen Weihnachtsbaum mit Magnethalterung.

    Ist ja witzig, es passt gerade ^^

    Salve! Holger

  • Audioanlage / Autotelefon

    Auf der Proritätenliste steht nach „Essen rein“ und „Essen wieder raus“ logischer Weise das audiophile Erlebnis ganz oben.

    Das Ohr fährt schliesslich mit. 8)

    Die Aufrüstung der Musikanlage erfolgte eher klassisch, das Thema ist ja nicht wirklich neu und auch nicht unbedingt CE spezifisch:

    Umbau der Frontlautsprecher von 2-Wege auf 3-Wege System
    Zusätzliche Hochtöner an der A- Säule
    Austausch der Hochtöner oben im Armaturenbrett gegen Mitteltöner
    Einbau von Frequenzweichen Hoch/Mittelton
    Verlegung von OFC Lautsprecherkabel
    Vergrößerung der Türtaschen um 165mm Kick-Basslautsprecher hinein zu bekommen
    Beklebung der Türinnenflächen mit Anti-Resonanz-Matten
    Unter dem Handschuhfach Einbau einer Endstufe mit Subweiche 2x140 Watt
    Umbau der Wohnbereich Lautsprecher auf 2-Wege System
    Montage zusätzlicher Hochtöner mit Kondensator im Dach
    Maximal möglicher Basslautsprecher in die Originalöffnung im Dachbereich
    MD Autoradio Kenwood KMD 860R und versenkter Einbau damit es nicht vorsteht
    Mobiltelefon Einbausatz Siemens M45 mit ext. Lautsprecher und Mikrofon.
    GSM Dachantenne
    Navman Navigationssystem mit Stromversorgung durch die Lüftungskanäle

    Bis auf die vier zusätzlichen Hochtöner bleibt die Optik weiterhin im Originalzustand.

    Dafür ist das Klangerlebnis aber um Klassen besser.

    Ansicht von Radio, Telefon und Hochtöner an A-Säule.

    Ich bin bei der technischen Entwicklung ca. im Jahr 2000 ausgestiegen. Daher habe ich mein gesamtes Musikarchiv auf Mini Disc und halte entsprechende Endgeräte zu Hause, Mobil und ebenfalls im Auto vor.

    Vergleich der im Dach verbauten Lautsprecher. Das sieht nicht nur besser aus, dass klingt auch so.

    Von vorn ...

    Von hinten ...

    Für besten Sound im Dachbett ....

    Leider das einzige Navi mit Fotofunktion ...

    Salve! Holger

  • Hi Holger,

    auf dem Bild sieht man das Du die original Kunstoffecke, die die Leiste abschliesst entfernt hast

    hast Du die noch :rolleyes:

    Gruß Frank

  • Freut mich sehr zu hören, dass der Bus bei Euch auch so intensiv genutzt
    wird. Ich freue mich immer, wenn jemand den Bus wirklich viel und
    universell nutzt und nicht nur damit in Urlaub fährt - obwohl ja auch
    das eine angemessene T4-Haltung darstellen kann.

    Meine Umbauten habe ich schon teilweise publiziert, hier möchte ich es noch einmal zusammengefasst tun.

    Ich bin sehr auf Deinen weiteren Bericht gespannt.

    Gruß, Jörg

  • Moin, Moin !

    hast Du die noch :rolleyes:

    Wie denkst Du Frank,ich schmeiss doch nichts vom T4 weg. :huh:

    Allerdings ist die Endkappe nicht in der besten Verfassung. Da braucht es nur ein wenig zuviel Drehmoment und das Ding zerplatzt.

    aber Achtung: Nicht die Geldbörse mit EC-karte an falscher Stelle auf den Tisch legen. :devil:

    Die Ecke vom Tisch wo meine Portemonnaie normaler Weise immer liegt habe ich abgesägt. ^^


    Freut mich sehr zu hören, dass der Bus bei Euch auch so intensiv genutzt
    wird.

    Tja Jörg ich strenge mich ja an, aber bis zu Deiner Laufleistungsmesslatte ist noch ein weiter Weg :whistling:


    Salve! Holger

  • Zusatzwassertank

    Die Frischwasserspeicherkapazität im CE haut einen ja nicht gerade vom Hocker. :thumbdown:

    Wenn man auch noch Duschen möchte wird es schnell knapp.

    Da wir das Tankwasser auch direkt aus dem Wassersystem trinken und eigentlich nie Flaschenwasser kaufen, stellen wir an die Qualität hohe Ansprüche.

    In dem Kaltzulauf des Küchenhahns ist noch ein Vorfilter eingeschleift der grobe Teile zurück hält.

    Oftmals sind wir in Südeuropa unterwegs, und da dort fast alle öffentlichen Zapfstellen behandeltes Wasser spenden, versorgen wir uns hauptsächlich aus natürlichen Quellen.

    Hier gibt es kaltes ........

    ..... und hier eiskaltes Wasser


    Mein NAVMAN kombiniert die Navigation mit einer Kamera. So brauche ich die von uns entdeckten Quellen nur fotografieren und finde sie im Bedarfsfall zuverlässig per Navi wieder. Hier eine sehr seltene Quelle in Portugal an der Algarve in Küstennähe.

    Um länger autark zu sein musste ich also unbedingt den Wasservorrat vergrößern.
    Hierzu habe ich von REIMO einen Unterflurtank mit 32 Litern Inhalt verbaut.
    Er befindet sich neben der Warmluftheizung. Dass er nicht frostsicher ist sollte man nicht vergessen.

    Er hat einen eigenen Befüllstutzen, eine Entlüftung, eine Förderpumpe und eine Steuerung.
    Grundsätzlich betanke ich das ganze Fahrzeug über diesen Stutzen. (Ich verwende dazu fast immer einen Faltkanister. Quellen haben nun mal keinen Wasserhahn) Der Heckzugang spritzt immer unkontrolliert und man muss den Kanister sehr hoch heben.

    Die eingebaute Pumpe fördert dann das Wasser in den Hauptank.
    Sobald der voll ist, schaltet ein Schwimmerschalter die Pumpe ab sonst läuft das Wasser hinten wieder raus.


    Salve! Holger